
Der Blaue (auch Azurblaue) Baumsteiger (oder Blauer Pfeilgiftfrosch) wird nach neuen Untersuchungen als eine Farbvariante des Färberfrosches (Dendrobates tinctorius) angesehen und demnach nicht mehr, wie lange Zeit üblich, als eine eigene Art (Dendrobates azureus Hoogmoed, 1969) behandelt.
Der tagaktive Frosch wird bis zu 4,5 cm groß, wobei die Männchen etwas kleiner bleiben und die Weibchen etwas größer sind. Er besitzt eine kräftig-blaue Grundfarbe mit schwarzen Punkten.
Der Blaue Baumsteiger kommt nur in einem kleinen Gebiet im Länderdreieck Brasilien, Französisch-Guayana und Surinam in der Sipaliwinisavanne vor und lebt zumeist auf dem Boden des tropischen Regenwaldes. Er bewohnt dort die Laubschicht und ernährt sich von kleinen Insekten, beispielsweise Ameisen (aus den Ameisen produziert er sein Gift). Der Bestand des Frosches ist wegen des kleinen Verbreitungsgebietes gefährdet. Sein Territorium wird ebenfalls durch Jäger gefährdet, die Waldgebiete roden. Die Trio-Indianer, die in der Sipaliwinisavanne ansässig sind, nennen den Frosch „Okopipi“.
Der Blaue Baumsteiger sondert über Hautdrüsen Gifte ab, die vor Pilz- und Bakterienbefall schützen. Darüber hinaus schützt das Gift vor Fressfeinden, die auch schon durch die leuchtenden Farben des Frosches abgeschreckt werden. Er wird aufgrund dieser Eigenschaft zu den Pfeilgiftfröschen gezählt, jedoch ist der Blaue Baumsteiger im Vergleich zu Arten wie Phyllobates terribilis nur schwach giftig.
Der Blaue Baumsteiger ist neben vielen anderen Vertretern der Pfeilgiftfrösche ein beliebtes Terrarientier. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem recht häufig nachgezüchteten Baumsteigerfrosch entwickelt. Als Halter benötigt man einen Herkunftsnachweis und muss die Haltung der Tiere bei der Behörde melden.
Viel Spaß bei dieser Runde wünschen euch die
** Frosch.Event.Cacher **