1966 hat sich die europäische Kernforschungsstation (CERN) in Genf mit dem Gedanken getragen, ein Atomforschungszentrum, dessen Herzstück ein sogenannter Teilchenbeschleuniger ist, in Europa zu errichten. Dieser sollte aus einem unterirdischen, tunnelartigen Magnetring bestehen, in dem atomare Teilchen, wie Protonen, auf höchste Energien gebracht werden sollten. Natürlich erforderte dies einen außerordentlich stabilen Urgesteinsuntergrund. Gerade diese geologischen Voraussetzungen waren in Göpfritz an der Wild in einer hervorragenden Weise gegeben, so dass sich Österreich um einen Standort für diese Anlage beworben hatte.
Ein Gebiet von ca. 40 km2 Größe, gelegen NE anschließend an Göpfritz, wurde von 1964 bis 1969 geologisch, geophysikalisch und geotechnisch untersucht zur Prüfung seiner Eignung als Aufstellungsort für den Teilchenbeschleuniger.
Voraussetzung hierfür war ein homogener Felsuntergrund (Granulit), in welchem etwa 26 m unter der Oberfläche ein Tunnelring von 2,4 km Durchmesser mit 5 tangential anschließenden Zuleitungen zu den Experimentiergebieten angelegt werden sollten.
Zu diesem Zweck wurden folgende Bohrungen ausgeführt:
11 untiefe Schächte (1 X 1 m) total Tiefe 34,6 m
33 untiefe Schlaglöcher total Tiefe 105,8m
33 Kernbohrungen total Tiefe 1105 m
3 tiefe Schächte (Dm 4 m) total Tiefe 88,5m
1 Stollen (ca. 45 m Tiefe) total Länge 100 m
Dabei war am aufschlussreichsten der Stollen ES2/69, der ca. 46 m senkrecht und anschließend 100 m waagrecht verläuft.

Den Stolleneingang bedeckt heute eine ca. 7 x7 m große Betonplatte, auf der sich ein mit einem Kanaldeckel verschlossener Einstieg befindet. Der Stollen ist nicht zugänglich, da er bis ca. 2 m an die Oberfläche mit Grundwasser gefüllt ist. (Siehe Fotos!)
Hier in unmittelbarer Nähe befindet sich der Cache.
1970 fiel die Entscheidung leider zu Ungunsten von Göpfritz an der Wild aus, und der Teilchenbeschleuniger wurde in Genf errichtet.
Wenn die Geschichte, die uns Einheimische erzählten, vielleicht auch nicht wahr ist, ist sie doch nachvollziehbar: „Bei der finalen Standortbesichtigung durch die Entscheidungsträger im November zeigte sich das Wetter nicht gerade standortfreundlich mit gefrierendem Nieselregen, Raureif und Nebel . Deshalb soll der Standort nicht gewählt worden sein.“
Quellen: NÖ Landtag, Geolog. Bundesanstalt Wien, FORMAT
Und nun die Fragen: Wandle die Buchstaben nach dem bekannten Schema (A=1, B=2,…) um !
Welcher Waldviertler ÖVP-Politiker hielt am 20. Dezember 1966 im NÖ Landtag eine patriotische Rede über das CERN-Projekt Göpfritz? Nimm den 3. Buchstaben des Familiennamens als A!
Ermittle die Namen der Bewerberstandorte und wandle jeweils den ersten Buchstaben in eine Zahl um!
Deutschland ---> B
Italien ---> C
Belgien ---> D
Frankreich ---> E
2012 wurde bei CERN eine Erweiterung des Teilchenbeschleunigers, der LHC (Large Hadron Collider) mit 27 km Länge, in Betrieb genommen. Dabei durfte in erster Reihe eine Waldviertler Wissenschaftlerin mitwirken. (Perhaps a small tribute to Woodquarter?) Bilde aus ihrem Vornamen die Summe der Buchstabenwerte! Die einstellige Quersumme ergibt F.
Den Cache findest du bei:
N 48° 43. B ( A + 1 ) ( E – 7 ) E 015° 26. ( F + 6 ) ( D + 2 ) ( C - 3 )
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. GeoChecker.com.
Bitte eine Pinzette zum Bergen des Logbuches und einen Stift mitbringen!
Viel Spaß beim Rätseln und Suchen!