Ich habe versucht, das Listing nicht zu lang werden zu lassen, damit es nicht zu abschreckend wirkt und mich daher auf wenige Basisinformationen zu den einzelnen Stages beschränkt. Als Quellen dienten mir die Homepage der Stadt Markdorf sowie Wikipedia. Interessierte können dort weitergehende Informationen finden.
Start: Marktplatz
Der heutige Marktplatz war bis zum großen Brand 1842 überbaut. Montags, wenn in Markdorf Markt abgehalten wurde, prüften dort die Fleisch- und Brotschauer die angebotenen Waren.
Hier versammelten sich die Bürger, wenn das Geläute der großen Glocken ankündigte, dass das Malefizgericht zusammentrat, das über Leben und Tod entschied. Nach dem Schuldspruch zog man den Übeltäter in einem Karren zum Galgenbühl bei Wangen - dicht an der Grenze zu Bermatingen.
Zum Elisabethenmarkt im November kamen Händler von weit her mit Waren und Berufsbezeichnungen, die uns heute fremd klingen: Walker, Böttcher, Sporer und Stegreifer. Zwischen den Buden beobachtete der Zollner das Geschehen: immer bereit, keifende Frauenpersonen in die Geige zu sperren, auf die Bestimmungen der Kleiderordnung zu achten oder Bettler auf die Kirchentreppe zu verweisen.
S1: Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus
Direkt am Marktplatz prägt die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus das Ortsbild. Die heutige Kirche entstand im Wesentlichen im letzten Drittel des vierzehnten Jahrhunderts als gotisches Gebäude mit drei Schiffen. Der Chor wurde über einem polygonalen Grundriss angelegt. Bauherren waren Konrad von Homburg als Stadtherr und seine Frau Ursula von Markdorf. Der Turm überragt den im sogenannten "Fünfachtelschluss" gegliederten Chor mit den massiven Strebepfeilern.
Frage: Wie hoch schätzt Ihr den Kirchturm ?
a) 25 m
b) 68 m
c) 99 m
Antwort: AB =
S2: Hexenturm
Der sogenannte Hexenturm am Ende des Schlossweges zählte zur mittelalterlichen Befestigungsanlage. Der Eingang zum Turm lag ursprünglich stadteinwärts im dritten Stockwerk. Spätestens seit dem letzten Jahrhundert besteht der ebenerdige Eingang. Wie sonst an keinem anderem Markdorfer Turm sind an der Westseite des Hexenturms noch die Gerüstlöcher zu sehen, die beim Bau des Turmes die Gerüstbalken aufnahmen. Auf sie legt man Bretter, um von dort aus weiter mauern zu können.
Frage: In wievielen Stockwerken war früher das Bürgergefängnis untergebracht ?
Antwort: C =
S3: Bischofsschloss
Vom Hexenturm aus gehen wir weiter den Schlossweg entlang bis hinein in den Innenhof des Bischofsschlosses. Zur Linken steht der sechs Stockwerke hohe Wohnturm der Bischöfe mit der früheren Schlossscheuer. Man nimmt an, dass an der Stelle des gewaltigen Wohnturmes schon die Markdorfer Ritter ihren Stadtsitz - zusätzlich zur Stammburg - hatten. Eine Barockfassade schmückt den Langhausbau des Bischofschlosses, der sich vom Wohnturm bis zum Untertorturm hin zieht und dem Fürstbischof Frank Schenk von Staufenberg zu verdanken ist.
Frage: Wie alt wurde der Fürstbischof (gemäß Angabe auf der Tafel)?
Antwort: DE =
S4: Untertor
Das Untertor war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Torturm mit den Bossenquadern an den Ecken, den Treppengiebeln und dem rundbogigen Tordurchgang mit Sandsteinkapitellen an beiden Seiten stellt heute ein städtebauliches Juwel dar. Wer unter dem eigentlichen Turm steht, der merkt wohl, dass der Turm selbst sehr schmal ist. So ist leicht verständlich, dass die Markdorfer neun Jahre nach der Bedrohung durch die Bermatinger Bauern - also 1534 - den Vorbau als Torverstärkung anbrachten. Wir durchschreiten das Tor und werfen dann nochmal einen Blick zurück. Über dem Torbogen entdecken wir eine steinerne Fratze und eine Jahreszahl.
Frage: Wie lautet die Jahreszahl an der Fratze über dem Untertorbogen ?
Antwort: FGHI =
Wir laufen weiter zur Fußgängerampel und überqueren die Straße. Linker Hand entdecken wir auf dem Latscheplatz den Latschebrunnen mit den lebensgroßen Bronzefiguren. Wir gehen jedoch noch rechts und biegen dann nach links ab in die Bussenstraße. Es geht nun ein kleines Stück bergan bis wir nach rechts in die Spitalstraße einbiegen.
S5: Waldseer Hof und S6: Hegpacher Hof
Die beiden Höfe sind zwei der zehn Klosterhöfe, die früher in Markdorf standen. Im ausgehenden Mittelalter wurde von vielen Auswärtigen in Markdorf Haus- und Grundbesitz erworben. Um den Ausverkauf an Grund und Boden zu verhindern, verbot 1537 der Markdorfer Rat den Verkauf von Liegenschaften an Fremde.
Die stattlichen Klosterhöfe, von Klosterknechten bewirtschaftet, waren quasi Enklaven. Wahrscheinlich bewirtschafteten die Klöster die Höfe in Markdorf, um Reben anzupflanzen und so den begehrten Markdorfer Wein in das Kloster führen zu können.
Frage zum Waldseer Hof: Wieviele Schlüssel sind auf dem Wappen auf der südlichen Gebäudewand abgebildet ?
Antwort: J =
Frage zum Hegpacher Hof: Was war in der Scheuer des Klosterhofes untergebracht ? Nimm davon die Anzahl der Buchstaben.
Antwort: K =
S7: Klostergebäude
Das heutige Gebäude in der Spitalstraße war um 1700 Klostergebäude der Franziskanerinnen. In der schlichten „Klosterkirche“ Peter und Paul steht auf dem Altartisch des linken Seitenaltars ein Sarkophag mit den Gebeinen der Hl. Martina. 1754 wurden sie aus einer römischen Katakombe geborgen. Für die Klostermauer holten die Franziskanerinnen die Steine der alten Burganlagen ins Tal.
Frage: Wie lautet die Jahreszahl über der Eingangstür des linken Teils des Klostergebäudes ?
Antwort: LMNO =
S8: Die Auen
Die Auen sind drei Straßenzüge mit niedrigen Häusern, in denen vorwiegend Rebbauern lebten. An einigen Gebäuden ist die frühere Gliederung der Linzgauhöfe nachvollziehbar: Wohnteil - Stall - Scheune - Schopf: bei einer Hausfront von nur 17 Metern.
Frage: Wieviele Stockwerke hat die Mehrzahl der Häuser in den Auen ?
Antwort: P =
Wir gehen durch die "Unteren Auen" und biegen dann nach rechts ab in die Auenstraße.
S9: Heiliggeistspital und Mauritiuskapelle
Das massive Gebäude des Heiliggeistspitals wurde im 15. Jahrhundert als Pfründnerhaus erwähnt. Es war Pflegeheim für meist begüterte Bürger, die von einem Hofmeister und seiner Frau versorgt wurden. Verarmte Mitbürger, die sogenannten Spendeempfänger, die leicht an einem Zeichen an der Kleidung zu erkennen waren, hatten dort keinen Zutritt.
In der Mauritiuskapelle (1360 als Capella hospitalis extra muros ad S. Mauricium im Liber marcarum aufgeführt) sind beachtenswerte Wandbilder mit Szenen des neuen Testaments. Auf der gegenüberliegenden Wandseite sind Kritzelein mit den unterschiedlichsten "Motiven" zu sehen: Pilgermuscheln, Wappen, Personendarstellungen, Schriftzügen und die Jahreszahlen 1481 und 1504. Diese mittelalterlichen Graffitis können als "Zeitungen" durchreisender Pilger verstanden werden.
Frage: Welche Hausnummer hat das Heiliggeistspital ?
Antwort: Q =
S10: Obertor
Wir drehen uns um und können schon das Obertor sehen. Vor dem Tor stand bis Oktober 2019 noch die Sandsteinfigur des Zollers, der in diesem Jahr Parkplätzen weichen und an seinen neuen Standort beim Kanonenbühl umziehen musste... Der Zoller diente sowohl der Stadt als auch den Herren der Stadt, den Bischöfen. Das mögen die beiden Wappen andeuten, auf die sich der Zoller (der Stadtknecht) stützt: links das Markdorfer Rad - hier mit sieben Speichen - und das Konstanzer Kreuz mit dem Band des "Blutzagels". Der Zoller überwachte den Markt und ahndete zivilrechtliche Angelegenheiten. Ihm unterstand die Abfertigung der "Bettelfuhr", wenn die Bettler nach dem Marktgeschehen in die nächste Marktstadt gekarrt wurden.
Das Obertor mit dem spitzbogigen Torbogen ist ein beachtliches Relikt städtebaulicher Fertigkeit aus der Hochgotik (1250). Seitlich des Obertors stand bis zu einer Brandkatastrophe der Blaserturm an der höchsten Stelle der Oberstadt.
Frage: Wann fiel der Blaserturm einer Brandkatastrophe zum Opfer ?
Antwort: RSTU =
Nun solltet Ihr alle Informationen zusammenhaben, um die Koordinaten des Finales wie folgt zu berechnen:
N47° [AB+C-27].[E-D-F][G-H][J-F] E009° [(K+O)/6][L+M+N-12].[O][P+I-4][S-T-U-R-Q]