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Vättner Fenster EarthCache

Hidden : 9/16/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Fenster gibt es an den Vättner Häusern einige, doch hier geht es nicht um Fenster aus Glas sondern ein geologisches Phänomen.

Vättis ist ein idealer Ort um die verschiedenen Gesteinsschichten und deren Chronologie zu studieren. 




Besonders aufschlussreich für die Geologieinteressierten ist die steile Flanke zwischen Vättis und dem Drachenberg (auf dem Bild vom Geocache Vidamaida GC5A788aus gesehen), besonders das Chrüzbachtobel, wo all diese Schichten aufgeschlossen sind. Schicht für Schicht liegt hier gut sichtbar jüngeres über älterem Gestein ohne gross gefaltet oder verworfen worden zu sein. Über eine Höhendifferenz von 1700 Metern können hier knapp 300 Millionen Jahre Erdgeschichte studiert werden.

Fast alle dieser Gesteine sind Sedimentgesteine, aber ganz zuunterst tritt hier auch kristallines Grundgebirge (Aarmassiv) ans Tageslicht, weswegen das Gebiet rund ums Chrüzbachtobel auch zur Tektonikarena Sardona (Unesco Welterbe) zählt.

Es ist die östlichste Stelle überhaupt, wo das Aarmassiv aufgeschlossen ist.
Das Erscheinen des kristallinen Grundgebirges wird hier als «Vättner Fenster» bezeichnet. Weiter westlich gibt es noch das Tödi- und das Limmeren-Fenster, wo das Aarmassiv ebenfalls aufgeschlossen ist.

An den meisten Stellen in Vättis ist das kristalline Grundgebirge von Humus bedeckt, doch am Kiesfang am unteren Ende des Chrüzbachtobels tritt es gut sichtbar ans Tageslicht.

Schon wenig weiter oben dominieren wieder die für die ganze Region typischen Sedimentgesteine. Sie variieren von den Ablagerungsperioden her in den Grautönen, doch innerhalb desselben Gesteins ist die Färbung - abgesehen von vereinzelten möglichen Quarzeinschlüssen – einheitlich. Das unterste Band über dem Kiesfang ist recht markant und besteht aus Rötidolomit, der hier gelblich angewittert ist.

Beginne deinen Rundgang an der untersten etwa 2,5 m hohen Bachstufe, wo der Chrüzbach in den Kiesfang hineinfliesst. Schaue dir diese Stufe genauer an. Sie besteht aus grau-braun meliertem Gestein, dem Gneis des Aarmassivs. Der Gneis ist auch deutlich auf dem Hintergrundbild zu sehen.
Sieh dir auch das daneben im Kiesfang liegende Geröll genauer an. Es ist meist einheitlich grau gefärbt – manchmal von weissen Quarzbändern durchzogen. Je nach Schicht, aus dem es kommt, ist die Färbung etwas heller oder dunkler.

Blicke von hier aus bergwärts. Etwas über dem Kiesfang erkennst du ein markantes gelblich angewittertes Felsband. Es besteht aus Rötidolomit; dies ist die unterste und hier älteste direkt über dem Aarmassiv liegende Sedimentgesteinsschicht. Sie ist rund 250 Millionen Jahre alt. Darüber folgen chronologisch aufgeschichtet weitere Sedimentgesteinsschichten. Die obersten am Drachenberg und Vättnerchopf sind «nur» rund 65 Millionen Jahre alt.
Wenn du ca. 5 - 10 min den Bergweg Richtung Ladils (der rot-weiss-rot markierte Bergweg zweigt am oberen Ende des Kiesfangs rechts in den Wald hinein ab) hinaufwandern magst, kannst du das Rötidolomitband etwas links vom Weg steil über dir aufragen sehen.

Nun verlässt du den Kiesfang wieder und steigst bergwärts gesehen auf der rechten Bachseite entlang des Zaunes Richtung Wasserfall. Nach ein paar Metern begibst du dich wieder ins Bachbett hinein und gehst weiter an den Fuss des etwa 20 m hohen Wasserfalls. Auch er führt über das gneisige Aarmassiv, das hier durch das Wasser wunderschön geschliffen wurde.

Um diesen Cache zu loggen, besuche den Kiesfang am unteren Ende des Chrüzbachtobels und beantworte ein paar Fragen.

Besuche den Kiesfang nur bei trockener Witterung und nicht, wenn oben im Chrüzbachtobel Schnee liegt (Lawinengefahr)!

  1. Ca. 10 m bachabwärts vom Wasserfall hat es links und rechts direkt am Bachlauf markante grosse Felsbrocken in unterschiedlichen Farben.
    Beschreibe, welche Farbe der Felsbrocken auf der orografisch rechten Seite hat und welche Schlüsse du daraus auf den Gesteinstyp (Aarmassiv oder Sedimentgestein) dieses Felsens ziehst.

  2. Welche Farbe hat der Felsbrocken auf der orografisch linken Seite und welche Schlüsse auf den Gesteinstyp ziehst du daraus?



Schicke die Antworten zu den Fragen mit der Nachrichtenfunktion an mich.
Loggen darfst du gemäss den Earth-Cache-Richtlinien natürlich schon vorher. Wenn mit deinen Antworten etwas nicht stimmt, melde ich mich bei dir.

Auch wenn es keine Logbedingung ist, freue ich mich natürlich über geologisch interessante Fotos. Suche dazu im Kiesfang von Vättis das kristalline Grundmassiv sowie einige Sedimentgesteine. Lege die Sedimentgesteine auf das kristalline Grundmassiv (siehe Hintergrundbild) oder baue gar ein schönes «Steinmannli».

Viel Spass bei den geologischen Entdeckungen in Vättis!
 

Weiterführende Links mit detaillierten Informationen zum «Vättner Fenster» und dem Unesco Welterbe «Tektonikarena Sardona», die auch Grundlage für diesen Earthcache waren:

Artikel zum Vättner Fenster aus «Terra Plana» 3/2010 S. 13 - 17

Webseite des Unesco Welterbes «Tektonikarena Sardona»




Alle von mir gelisteten Bilder stammen von mir selbst.


Additional Hints (No hints available.)

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