Ehemalige Stuterei am Luisium
Ihr befindet euch hier auf dem Weg zum heutigen Gestüt. Die heute oft als Gestüt bezeichnete Anlage war eigentlich eine Stuterei, diente also der Fohlenzucht. 1782 wurden die Gebäude im neugotischen Stil unter dem Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) errichtet. Dessen besonderes Interesse galt der Pferdezucht. Bis ins hohe Alter saß er zu Pferde und starb an den Folgen eines Reitunfalls im Schloss Luisium. Später hat man Stall und Aufseherhaus erweitert. Ein neuer Stall und weitere Bauten kamen hinzu, als 1921 das „Bakteriologische Institut der Anhaltischen Kreise“ mit Sitz in Dessau gegründet wurde. Noch bis 1990 sind hier Tiere für die Serumproduktion gehalten worden. Bereits seit 1992 durch die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz genutzt, ging die Liegenschaft im Januar 2003 in Stiftungseigentum über. Wohl kaum an einem anderen Ort Deutschlands kann man hier eine gemischte Herde aus Pferden Ziegen und Schafen erleben. Dieses typische, aus englischen Landschaftsgärten bekannte Gestaltungselement soll auch zukünftig durch den neuen Pächter bewahrt bleiben und die Besucher des Gartenreichs Dessau-Wörlitz erfreuen.
(Quelle: Auszug aus einer Pressemitteilung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)