
Seealpsee
Der Seealpsee ist ein Hochgebirgssee auf 1622m Höhe oberhalb des Oytals in den Allgäuer Alpen am Südhang des Schattenberggrats. Der See entwässert über den Seebach in den Oybach und umfasst 75000m² [3].
Der Seealpsee entstand durch die hobelnde Wirkung eines Gletschers während Kalt- und Warmzeiten sich abwechselten. Im Quartär (Eiszeitalter) vor rund zwei Millionen Jahren verschlechterten sich die klimatischen Bedingungen dramatisch. Die Eiszeit (Pleistozän) brach an. Die Allgäuer Alpen waren von dichten Eiskappen bedeckt. Am Ende der Täler liefen die Eismassen von mehreren Seiten zusammen und gruben tiefe Mulden. Es entstanden Kare, die mit ihren terrassenartigen Formen noch heute zahlreichen Seen Platz bieten. Mit einer Tiefe von 60m ist er der tiefste Karsee in den Allgäuer Alpen [1].
Ein Kar ist eine kesselförmige Vertiefung an einem Berghang mit flachem Boden und steilen Rückwänden. Diese Eigenschaft eines Kar ist eindeutig beim Seealpsee wiederzuerkennen, wenn man die geologischen Punkte vom Seeköpfl in Richtung Seealpsee betrachtet. Der Kar wird Talwärts, beim Seealpsee in Richtung Süden, durch einen Karriegel (Karschwelle) abgeschlossen. Dahinter bildet sich häufig ein Karsee. Kare sind das Ergebnis von wiederholenden Gletschererosion im Quartär, die unterhalb des Seeköpfl bis zum Zeigersattel noch heute gut zu erkennen sind. Kare entstehen häufig zufällig wegen einer Inhomogenität am Fels oder durch tektonische Brüche. Der Gletscher formt an diesen Stellen mit Hilfe von Grundmoränen eine Vertiefung. Dies geschieht durch den großen Druck des Gletscher auf den Fels und dessen Gewicht und der resultierenden Hangabtriebskraft, die zur Reibung von Steinen, Kies und Sand am felsigen Untergrund führt. Gletscherschmelzwasser und Quellwasser dienen dabei als Gleitmittel. Am Bergschrund, dem Übergang zwischen Felsumrahmung und Eis ist die Erosion des Gletscher am stärksten, wodurch sich die steilen Rück- und Seitenwände von Karen ausbilden. Im Zentrum der Eismächtigkeit, d.h. der größten Dicke des Gletscher, hat die Erosionswirkung ihren größten Einfluss. Im Zungenbereich des Gletscher wirkt sich dagegen die Erosionswirkung geringer aus, da dieser Bereich oftmals flach ist. Es bleibt eine Karschwelle übrig, dessen Mulde hangabwärts abschließt. Diese ist beim Seealpsee in Richtung Süden sehr gut wiederzuerkennen [2].
[4]
Der Kargletscher ist oftmals eine Eismasse geringer Größe eines vormals größeren Gletschers. Die Eisreste sind an den steilen Felswände angefroren und bilden dann sogenannte Hängegletscher [2].
Am Seealpsee kann man diese eiszeitlichen Vorgänge noch immer an dem heute geprägten Landschaftsbild erkennen, siehe Foto und Skizze. So befindet sich die kesselförmige Vertiefung an einem Berghang vom Zeigersattel aus in südlicher Richtung. Die Unternagungswand zur Rechten am Seeköpfl und die Karschwelle am südlichen Seerand in Richtung zum Oytal.
Quelle: [1] Infotafel Seehütte Allgäuer Hochalpen, [2] http://www.regiun.ch, [3] http://www.wikipedia.de, [4] http://www.themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de
Bitte sende mir zum Loggen des Caches die Antworten auf nachfolgende Fragen. Sie lassen sich unter anderem beim Wegpunkt 1 und am Wegpunkt 2 lösen:
• Beschreibe an Wegpunkt 1 in Blickrichtung Osten die Felsformationen unterhalb vom "Kleiner Seekopf". Wie ist ihre Form im Allgemeinen und wie ist diese Deiner/Eurer Meinung durch den Einfluss des Gletscher entstanden? Geht unter anderem auch auf die Untergrundbeschaffenheit ein, welche Ihr beobachten könnt.
• Beschreibe an Wegpunkt 2 in Blickrichtung Westen die Felsformation/wand unterhalb vom "Seeköpfl". Wie ist ihre Form (von links nach rechts) und wie ist diese Deiner/Eurer Meinung durch den Einfluss des Gletscher entstanden? Geht unter anderem auch auf die Untergrundbeschaffenheit ein, welche Ihr beobachten könnt.
• Bringe die Formationen in den Kontext und erläutere Ihre Unterschiede.
Da es als Logbedingung wieder zulässig (Juli 2019) ist, ein Bild an Stage 2 von Dir oder Deinem GPS mit dem See im Hintergrund.
Weg zum Cache:
Es gibt einen leichten und einen steileren Anstieg zum Seealpsee. Der "leichte" Anstieg führt Euch zunächst zum Höfatsblick mit der Nebelhornbahn. Von dort kann man zum Zeigersattel und schließlich zum Seealpsee wandern. Zeiteinplanung ca. 4 Stunden für Ab- und Aufstieg. Alternativ kann man auch bis zum Höfratsblick wandern, dann wird es schwieriger und dauert länger! Der schwere Anstieg führt Euch ins Oytal über den Gleitweg zum Seealpsee. Hier ist alpine Wandererfahrung absolut erforderlich!!!