Vitalisnacht
In der Hersfelder Vitalisnacht vom 27. auf den 28. April 1378[1], sehr wahrscheinlich aber erst in der Nacht danach [2], versuchte der Abt des Stiftes Hersfeld, Berthold II. von Völkershausen, mit Hilfe des Sterner Ritterbundes die Herrschaft über die Stadt Hersfeld zu erlangen[3]. Durch einen vorher zugestellten Fehdebrief schlug der Überfall allerdings fehl.
Der 28. April ist der Gedenktag des Märtyrers und Heiligen Vitalis, woher die Begebenheit auch ihren Namen hat.
Vorgeschichte
Um das Jahr 1370 herum wuchs der Einfluss der Landgrafen von Hessen und Thüringen auf das Fürstentum Hersfeld. Die Stadt Hersfeld schloss 1373 ein Bündnis mit dem Landgrafen von Hessen, während sich Abt Bertold mit dem Bistum Mainz verbündete. Um seinen schwindenden Einfluss auf die Stadt wiederherzustellen, verbündete sich der Abt außerdem mit dem Sternerbund, der aus Rittern und Grafen bestand, die sich wiederum gegen den Landgrafen von Hessen vereint hatten.
Der Plan
Abt Berthold wollte die Stadt mit einem „Enthauptungsschlag“ führerlos machen. Dafür versteckte er mehrere bewaffnete Sterner in der Stadtwohnung seines Dekans. Der Dekan selber sollte die Stadträte und Schöffen zu einer privaten Feier einladen. Sobald die Stadtoberen betrunken gewesen wären, sollten die Sterner diese töten und danach die Stadttore besetzen. Am frühen Morgen sollten dann die Ritter die unverteidigte Stadt besetzen.
Bertolds Plan scheiterte bereits früh, da der Ritter Simon von Haune, Abends am 28. April einen Fehdebrief an die Stadtoberen versendete. Er schrieb:
„Wisset ihr von Hersfeld, daß ich Simon von HuneRitter, eurer und der eueren Feind seyen will, mit allenmeinen Helfern und Bundesgenossen und will euch nichtallein nach dem Gut stehen, sondern nach Leib, Ehr undGut, und will das diese Nacht thun, darnach habt euchzu richten. Datum unter meinem Insiegel auf St. Vi-talis Abend A. D. 1378."
Als die Ritter am Morgen von Westen, aus Richtung des Finstertals (am Tageberg) her, die Stadt angriffen, trafen sie statt auf offene Tore auf verteidigungsbereite Stadtmauern. Beim Versuch, die Mauern zu stürmen, wurde einer der Anführer, Eberhard von Engern, von einem Armbrustbolzen am Kopf getroffen und getötet. Danach brachen die Sterner den Angriff ab und zogen sich in das Abtsschloß zu den Eichen und die ebenfalls damals befestigte Propstei Johannesberg zurück. Von dort aus zerstörten sie weitere fünf Tage die Umgebung der Stadt. Sie zerstörten die steinerne Brücke über die Fulda, das Dorf Oberrode und die Mühlen außerhalb der Stadt. Felder, Wiesen, Gärten wurden verwüstet und Weinreben, Obstbäume und Wälder gefällt, selbst das Vieh nahmen sich die Sterner mit. Bürger, die außerhalb der Stadt angetroffen wurden, mussten um ihr Leben fürchten. Die Sterner erschlugen elf Bürger, erhängten neun, zwei wurden gerädert und einer ertränkt. Selbst auf Frauen und Mädchen nahm man keine Rücksicht.
Die Stadt klagte die Angreifer daraufhin beim Reichshofrat an und gab den Schaden mit 40.000 Gulden an. Nach dem Urteil musste der Abt 10.000 Mark und jeder der achtzehn beteiligten Ritter 400 Silbermark Strafe zahlen.
Der Cache
Die angegebenen Koordinaten sind nicht die des Caches !
Ihr müsst erst am Vitaliskreuz und mit hilfe des obigen Textes die Aufgaben lösen die euch dann zum Ziel führen N50° 5?.??? E009° 4?.???
Aufgabe 1 = N50°5?.???
1. Auf der Rückseite des Kreuzes,verfasste Konrad Duden ein latainisches Chronogramm - Welche Jahreszahl ergibt sich daraus ?
http://www.begeistert.info/chronogramm/chronogramm.php
2. In welchem Jahr starb hier an dieser Stelle der Ritter Eberhard von Engern beim versuch die Stadtmauer zu stürmen ?
3.Wie hoch, breit und tief ist das Kreuz in cm zusammen Addiert ?
2 X (Jahreszahl - dem Todesjahr + addierte höhe,breite,tiefe des Kreuzes) + 621= N50°5?.???
Aufgabe 2 = E009° 4?.???
1.Wieviele Bürger wurden von den Sternern erschlagen,erhängt,gerädert und erträngt ?
2.An welchem Tag wurden die Ritter des Sternerbundes verraten ?
3.Wieviel Silbermark mussten 18 beteiligte Ritter zur Strafe zahlen ?
4 X (Anzahl der getöteten Bürger + Tag des verrats + die Silbermark) + 141=E009°4?.???