Die Prosterather Wacken:
Schiefer- und Taunusquarzit sind die Grundgesteine des Hunsrücks. Beide sind Meeresablagerungen (Ton und Quarzsand), die im Verlauf einer Gebirgsbildung durch Druck und Temperatur in den heutigen Zustand umgewandelt wurden. Unterschiedliche Druck- und Temperaturgegebenheiten führten zu Schiefer- und Quarzitvorkommen unterschiedlicher Härte. Mineralienmischungen verursachten verschiedene Farbbildungen. Bei Schiefer und Quarzitvorkommen zeigen sich Schichtungen, die sogar extrem gefaltet sein können. Quarzit entsteht durch Metamorphose meistens aus Sandstein, aber auch Kieselschiefer, Radiolarite oder Hornstein sind als Ausgangsgestein möglich. Durch eine Kombination von Druck, Temperatur und mechanischer Belastung werden die einzelnen Quarzkörner dabei durch Drucklösung deformiert, und ihr Kristallgitter beginnt, sich neu zu ordnen. Bei dieser Rekristallisation wachsen sie über ihre ursprünglichen Korngrenzen hinaus und bilden eine dicht vernetzte Struktur. Die ursprünglichen Porenräume und das Sedimentgefüge sind, je nach Grad der Metamorphose, fast vollständig verschwunden. Sind im Ursprungsgestein Tonbestandteile enthalten, entstehen Glimmerminerale, wie silbriger Muskovit oder grünlicher Phengit. Dabei entsteht durch eine ausgerichtete Druckrichtung das lagige Gefüge, das sich aufspalten lässt. Die milchigweißen, massiven und derben Quarze (weiße Wacken) entstanden während oder nach der Gebirgsbildung. Heiße Kieselsäurelösungen kristallisierten in Bruchspalten zu dem heutigen Quarz aus. Reiner Quarz ist vollkommen transparent und farblos und wird, wenn er gut ausgebildete Kristalle entwickelt, als Bergkristall bezeichnet. Quarze sind meist durch mikroskopische Einschlüsse von Flüssigkeiten und Gasen milchig trüb (Milchquarz) und erscheinen im Gestein eingewachsen grau. Quelle Wikipedia
Dieser kaum verwitterbare Quarz bildet heute markante Felsriegel in der Landschaft:
- die Graue Eltz am Südosthang der Hohen Wurzel (nahe Hinzert),
- der Hohe Stein am Sportplatz Beuren,
- die drei Felsgruppen in Prosterath - die Hütteley (oberhalb des Dorfes mit einer herrlichen Aussicht über das Dhrontal und die gegenüberliegende Seite, auf der sich die Felsreigel fortsetzen) die Wacken am Ortseingang,

die Wacken im Ort

und die Wacken am Ortsausgang,
- der Katzenfelsen weiter talabwärts im Wald,
- die Rabenlay mit dem Steinernen Tor (das allerdings zur Bewirtschaftung des Waldes von den Prosterathern gebrochen wurde),

- die sich unmittelbar auf der gegenüberliegenden Talseite fortsetzende imposante Felswand bei Neunkirchen,
- der Berger Wacken (bei Berglicht),
- das Steintrümmerfeld am Sportplatz Berglicht und
- der Fels der Burgruine Hunolstein,
all diese Quarzvorkommen liegen nahezu auf einer Geraden.
Die Geologen bezeichnen eine solche Anordnung als Quarzgang. Quarzgänge werden in der Regel von Erzvorkommen (meist Blei- und Zinnerze) begleitet. Im Hangbereich der gegenüberliegenden Talseite (Neunkirchener Lage) wurde im 19. Jahrhundert in der Grube Margarethen tatsächlich Bleierz abgebaut.
Der Quarz aus dem Raum Beuren und Prosterath wurde im 19. Jahrhundert gebrochen und an Porzellan- und Glasfabriken (Mettlach, Wadgassen, Saargemünd, Ottweiler und sogar bis nach Sèvres bei Paris) verkauft. Heute ist Quarz auch Grundstoff zur Herstellung von Solarzellen. Die für den Hunsrück charakteristischen Wacken sind heute als Naturdenkmale ausgewiesen.
Die drei Prosterather Wacken, das Steinerne Tor und der Hohe Stein liegen an der "Traumschleife Rockenburger Urwaldpfad" der mit einer Länge von 11 km diese herrliche Landschaft mit weiteren Wandererhighlights erschließt. "http://www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen_rockenburger_urwaldpfad.php". Entlang dieser Traumschleife findet ihr weitere Tradis uns Multis.
In der Nähe des Tradis "Prosterather Wacken - GCK3BQ" findet ihr eine Informationstafel, die obige geologische Zusammenhänge und weitere Informationen über den von den Wacken umrahmten Ort enthält.
Caches zu obigen erdgeschichtlichen Orten sind
- "Bergschatz - GC3X59T"
- "Berger Wacken - GCHRA7"
- "Earthcache Die Berger Wacken - GC2CN40"
Logbedingungen:
Schaut euch in Ruhe diesen Felsen an und beschreibt in euren eigenen Worten die Struktur des Gesteins. Sucht dazu ausgeprägte "lagige Gefüge", und beschreibt mir, wie die lagigen Gefüge Aussehen und wie sich hier die Schicht durch Druck gebildet darstellt. Sendet mir eure Beobachtungen per E-Mail über das Kontaktformular in meinem Profil zu. Anschließend könnt ihr loggen, wenn etwas nicht stimmt melde ich mich bei euch.
Ihr könnt aber alternativ auch einfach ein Foto von euch und eurem GPS Gerät beim Log mit posten. Das reicht mir auch
HIER NOCH EIN BESONDERER HINWEIS: das Erklettern der Wacken ist sehr reizvoll, für die Prosterather Felsenrutscher - auch ich war einer davon - war und sind die Wacken ein phantastischer Naturspielplatz. ABER: jegliches Klettern erfolgt auf eigene Gefahr und sollte bei Nässe ganz unterbleiben.