Skip to content

Das Riesvorland - Inmitten von Trümmern EarthCache

Hidden : 10/11/2014
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Das Riesvorland - Inmitten von Trümmern



Hier im sechsten und vorerst letzten Erlebnisgeotop des nationalen Geopark Ries geht es diesmal um das von der Forschung und Besuchern oft vernachlässigte Vorland des Rieses. Ein 1,7km langer Rundweg rund um den Kapellenfelsen von Wörnitzstein soll nun Interessierten helfen diese Wissenslücke zu schließen.


Bild Kapelle


Dieses Geotop  liegt mitten in einem Trümmerfeld, hier sind beim Impakt ausgeschleuderte Gesteinsbrocken als sogenannte bunte Trümmermasse niedergegangen. Beim Rieseinschlag wurden Gesteinsbrocken unterschiedlichster Größe, aber auch mehrere 100m große Schollen in balistischen Flugbahnen, aber auch durch Gleit- und Rollbewegungen aus dem Krater befördert.
 Begünstigt durch tektonisch verursachte schnellere Fließgeschwindigkeiten von Flüssen und einem für die Geländeabtragung günstigen Klima mit wolkenbruchartigen Regenfällen wurden die überwiegend weichen bunten Trümmermassen abgetragen und wegtransportiert (Postriesische Abtragung). Die vorher überdeckten und in den bunten Trümmermassen eingelagerten verwitterungsresistenteren Steine oder hier besser gesagt Trümmerhügel (mehrere Felsen über oder nebeneinander welche in späterer Zeit oft wieder zu einem festen Verband verkittet wurden) wurden von der Erosion nicht so stark verändert und blieben als einzelne markante Felsen oder bizarren  Felsformationen im Riesvorland erhalten. Diese bestimmen noch heute landschaftsgestaltend das südliche Vorries. Solche Felsen werden in der Geologie Härtlinge genannt. Sie kommen auf unserer Erde in verschiedensten Formen und unterschiedlichsten Gesteinen vor. Wichtig ist hierbei nur, daß eben weichere auf härtere Gesteine treffen und eine Abtragung stattfindet. Besonders bekannt sind dabei wohl aus Vulkanen herausgewitterte Basaltschlote.  Hier im Riesvorland bestehen die Härtlinge vor allem aus Weißjuraschollen. Der Sendenberg und der Kapellenberg mit seiner malerischen Kapelle sind hierfür zwei gute Beispiele.



Gleich am Parkplatz findet ihr

Station 1
 (N 48° 43.875 E 010° 43.524)


Hier startet der Rundwanderweg und die Infotafel zeigt einen kurzen Abriss über die Riesentstehung und das Riesvorland. Die andere Seite beschäftig sich mit der Geschichte von Wörnitzstein.


Folgt nun einfach der Beschilderung und ihr werdet automatisch an allen Stationen vorbeikommen.



Station 2 / Schautafel 2
(N 48° 44.088 E 010° 43.517)

Steinbruch am Sendenberg


Der Sendenberg ist der erste dieser für die Landschaft charakteristischen Hügel. Er liegt gut 20km vom Einschlagszentrum des Meteoriten entfernt. Dieser zeigt, trotz des Abbaues von Gestein, noch eine beachtliche Größe und gibt einem vielleicht eine Ahnung, welche Kräfte hier gewirkt haben müssen um solche Schollen zu bewegen. Je weiter man sich vom Ries entfernt um so kleiner werden diese Härtlinge, da mit abnehmen der Größe auch weniger Energie für die Bewegung benötigt wurde.
In der Mitte des Steinbruchs fällt eine stark verkippte Weißjurascholle auf, die beim Transport wohl mehrfach rotiert ist und wohl auch in sich zerbrochen ist. Betrachtet nun diese Scholle, die auf massigen Kalken aufsitzt und beantwortet folgende Fragen:


1. Normalerweise sind die Bankungen (Schichten) waagrecht gelagert. Um wieviel Grad ist die Scholle nach dem Auswurf gekippt (geschätzt)?

2. In welche Himmelsrichtung ist sie gekippt?



Station 3 / Schautafel 3
(N 48° 43.844 E010° 43.345)


Die Geschichte der Wörnitz und  ihr Bedeutung


Station 4 / Schautafel 4
(N 48° 43.884 E 010° 43.413)

Kapellenfelsen


Vorbei an der Mariengrotte geht es nun zur Infotafel 4. Hier ist besonders gut die Herauswitterung des Härtlings zu sehen. Eindrucksvoll ragt der obere Felsen über den Weg bei der Infotafel. Auf den ersten Blick erkennt man die Zerstörung des Felsens, bei genauerem Hinsehen sieht man aber auch, daß die meisten Schäden wieder verheilt sind.
Beantwortet an dieser Station folgende Fragen:


3. Wie weit springt der Felsen über Euren Köpfen an der Infotafel hervor (Schätzung)?

4. Wie weit liegt der Kapellenfelsen außerhalb des Kraterrandes?


Bitte schickt mir Euere Antworten. Ihr könnte dann gleich loggen. Sollte was nicht passen, melde ich mich bei Euch. Über Fotos würden wir uns sehr freuen.  

Zum Abschluß Eurer Runde empfehle ich Euch unbedingt noch einen Abstecher zur Kapelle zu machen. Ihr werdet dort mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

Viel Spaß

Quellen: Nationaler Geopark Ries, Infozentrum Geopark Ries, Rieskratermuseum




Additional Hints (No hints available.)