
Mitten im Wald eine ~10m hohe Felswand aus Sandstein! Schon beeindruckend, oder?
Hinweis: Du befindest Dich hier bereits im Gemeindegebiet von St. Andrä-Wördern.
Zur Entstehung von Sandstein allgemein:
Sandstein entsteht durch Ablagerung (Sedimentation) und die darauf folgende Zementation von lockerem Sand und Beimengungen groberer oder feinerer Sedimentpartikel (Ton, Silt, Gerölle). Er besteht aus Kleinsttrümmern verwitterter und abgetragener Gesteine, zumeist auch aus Quarz. Unter Sandstein versteht man ein Festgestein aus gerundeten bis kantigen Körnern, deren Durchmesser nach der DIN 4022 im Größenbereich zwischen 0,063mm und 2mm liegen. Mit dem Begriff "Sand" wird also ein definiertes Intervall der Korngröße bezeichnet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gesteinen ist der Sandstein nicht durch einen bestimmten Mineralbestand definiert. Als Hauptmineral wird im allgemeinen der Quarz angesehen. Die einzelnen Sandkörner, die Komponenten, können auch aus anderen Mineralien oder Gesteinsbruchstücken bestehen. Ein Sandstein, dessen Komponenten zu mehr als 90% aus Quarzkörnern bestehen, wird als
Quarzsandstein bezeichnet. Führt ein Sandstein Komponenten, deren Durchmesser 2mm übersteigt, wird er als "
Konglomeratischer Sandstein" bezeichnet. Sandsteine mit Anteilen von Korngrößen unter 0,063 mm werden "
schluffige" bzw. unter oder 0,002 mm "
tonige Sandsteine" genannt.
Kalksandsteine bestehen aus den Hauptgemeng-Teilen Calcit und mindestens 50% Quarz.

Zur Entstehung dieser Felswand:
Vor ca. 85 Millionen Jahren, in der späten Kreidezeit, begann die Schließung des Penninischen Ozeans. Durch die Schließung des Ozeanbeckens entstanden Erdbeben, die Trübeströme und Schlammlawinen auslösten. Durch Verfestigung und Druck entstand aus diesen Trübeströmen und Schlammlawinen Sandstein. Dieser Sandstein kann große Mächtigkeiten erreichen und ganze Felswände bilden, so wie dies hier der Fall ist. (vgl. SCHUSTER et al. 2013: S.73) Durch gravitative Massenbewegungen oder anthropogene Einflüsse können solche durch Vegetation oder Erdreich verdeckten Felswände freigelegt werden, wodurch diese Einblicke in die Gesteine der Flyschzone liefern.
Folgende Fragen sind zu beantworten, damit Du loggen kannst:
1.) Aus welchem Sandstein besteht die Felswand? Die 5 Varianten und Möglichkeiten sind im obigen Text fett hervorgehoben.
2.) Beschreibe die Sandstein-Schichtung des separaten Blockes am oberen Ende des Tales: Welche Farben hat er, ist der Schichtenverlauf senkrecht, schräg oder waagrecht und wie hoch schätzt Du den Block?
Bitte keine Fotos davon posten - diese werden ohne Warnung sofort gelöscht!
3.) Finde eine fingerdicke Platte des Sandsteines und versuche sie zu brechen. Geht es leicht, mittel oder schwer?
Deine Antworten schreibst Du mir bitte als E-Mail oder GC-Message. Du musst keine Antwort abwarten, sondern kannst sofort loggen.
Quellen:
Fotos: ©bau-ch
Text: www.geodienst.de/ www.mineralienatlas.de/
SCHUSTER R., DAURER A., KRENMAYR H.G., LINNER M., MANDL G.W., PESTAL G. und REITNER J.M. (2013): Rocky Austria. Geologie von Österreich – kurz und bunt. (Wien)
Counter ab 20.7.2015 (d.h. die ersten 59 founds sind leider nicht berücksichtigt):
