Hochterrasse – Steinheim

Geotop-Nummer: 773R004
Kurzbeschreibung:
Über der holozänen Donauaue ist eine deutliche Terrassenstufe zu erkennen. Die Aufschotterung erfolgte während des Rissglazials.
Erosion und die Bildung der Terrassenstufe durch würmglazials bis holozäne Erosion.
Auch heute noch verlaufen Reste der Donaualtwässer an der unteren Terrassenkante. Durch Kiesabbau und Überbauung existiert dieses geomorphologisch bedeutendste Landschaftselement im Donauried in seiner ursprünglichen Form nur noch an wenigen Stellen.
Holozän
Die Jetztzeit (Holozän) ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte; er dauert bis heute an. In der Hierarchie der Zeiteinheiten nimmt es den Rang einer Serie ein, wird aber nicht in Stufen unterteilt. Das Holozän begann 11.700 ± 99 Jahre (= vor dem Jahr 2000) mit der Erwärmung des Klimas am Ende des Zeitabschnitt vor der Jetztzeit (Pleistozäns).
Holozän und Pleistozän gehören zum jüngsten Zeitabschnitt der Erdgeschichte (Quartär), dem jüngsten System der Erdneuzeit (Känozoikums).
Riss-Glazial
Riss-Eiszeit (auch Riss-Glazial oder Riss-Komplex), eine Kaltzeit des Pleistozäns, die zu mächtigen Eis- und Gletschervorstößen aus den Alpen geführt hat. Die Risseiszeit ist nach diesem Schema die dritte und drittälteste Eiszeit des Alpenraums. Sie wird von 230000-140000 Jahren vor heute datiert.
Die Gletscher und Schmelzflüsse der jeweiligen Kälteperiode formten Täler und Schotterablagerungen zu Terrassen und Treppen die z. T. heute noch das Landschaftsbild prägen. Dabei haben die Eisvorschübe der späteren Kaltzeiten die Moränenlandschaften und Deckenschotter der vorherigen Periode jeweils mehr oder weniger stark überlagert und umgeformt. Neuere Methoden haben ergeben, dass im Bereich der sog. Iller-Lech-Platte bis zu neun verschiedene alte Terrassen unterschieden werden können. Neben den vier oben genannten, sind demnach noch fünf weitere Kältevorstöße in dieser Region zu verzeichnen deren Spuren identifiziert werden können. In diesem Zusammenhang spricht man in der Pleistozänpleistozänen Formation des Quartärs seit 2,6 Mill. J. u. a. auch von Biber- und Donau-Kaltzeiten.
Die Schmelzgewässer der risseiszeitlichen Gletscher füllen in dem Deckenschottern die Täler der beiden vorausgegangenen Eiszeiten (Günz-Eiszeit und Mindel-Eiszeit) mit sog. Hochterrassenschottern auf. Diese sind im Voralpenland noch weiter verbreitet als die jüngeren Deckenschotter der Mindelzeit.
Auf das Riss-Glazial folgte eine Warmzeit, das Riss-Würm-Interglazial.
Geotoptyp: Terrasse
Zustand: gut erhalten
Geologie: Hochterrassenschotter ( Mittel-Pleistozän)
Größe: Länge: 1200m ; Breite: 10m ; Höhe: 15m ; Fläche: 12000qm

Quellen und Fotos: Wikipedia und Bayerisches Landesamt für Umwelt
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