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Die Gelnhausen-Folge EarthCache

Hidden : 10/24/2014
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Die frühere "Gelnhausen-Folge" im Buntsandstein wird heute "Calvörde-Formation" genannt.


Germanischer Trias

Der in Gelnhausen anstehende Sandstein - heute noch weithin sichtbar an den drei großen Steinbrüchen nördlich der Gelnhäuser Innenstadt - gehört zu der regional geochronologisch untersten Einheit des unteren Buntsandsteins, der "s1 Calvörde-Folge" oder lithostratigraphisch zu der "Calvörde-Formation" (die Gemeinde Calvörde liegt ca. 35 km nordwestlich von Magdeburg an Ohre und Mittellandkanal). Auf diese Terminologie hat man sich nach der Wiedervereinigung 1991 zur stratigraphischen Nomenklatur und Klassifikation verständigt. Bis dahin wurden die Begriffe "Gelnhausen-Folge" und "Heigenbrücken-Sandstein" dafür verwendet.

Der untere Buntsandstein mit seinen 7 Folgen ist eine lithostratigraphische Untergruppe des Buntsandsteins der Germanischen Trias.

 

 

 

Vergleichender Schnitt von Süd nach Nord gem. Nomenklatur vor 1991

Quelle: http://userpage.fu-berlin.de/leinfelder/palaeo_de/edu/histgeol/hgintern/trias/trias_toc.html

Entstehung

Zur Zeit der Ablagerung des Unteren Buntsandsteins befand sich Mitteleuropa etwa auf 25° nördlicher Breite und damit im damaligen Trockengürtel der Erde. Der Untere Buntsandstein lagerte sich in einem flachen und weiten Becken ab, das regelmäßig geflutet wurde, anschließend jedoch immer wieder weitgehend austrocknete (häufige Trockenrisse). Paläographische SituationDen Ablagerungsraum hat man sich als einen großen abflusslosen Binnensee vorzustellen (Fachausdruck: Playa oder Salztonebene), dessen Wasserspiegel jahreszeitlich oder zyklisch stark schwankte. In den Trockenzeiten oder in Zeiten mit geringeren Zuflüssen trocknete der See bis auf das See-Zentrum oder einige Restseen weitestgehend aus. Dadurch war das Wasser der Restseen übersalzen und schuf ein Milieu, indem sich Ooide und Stromatolithe bildeten. Das Ablagerungsmilieu ist damit vergleichbar mit den großen Salzseen in Nordamerika oder Australien. (Quelle: Josef Paul: Oolithe und Stromatolithe im Unteren Buntsandstein. In: Norbert Hauschke und Volker Wilde (Hrsg.): Trias. Eine ganze andere Welt Mitteleuropa im frühen Erdmittelalter. S. 263-270, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 1999)

Paläographische Situation im Mittleren und Oberen Buntsandstein mit Haupttransportrichtungen

Geologische Kartierung

Die Geologische Karte stellt die Gesteinseinheiten im Bereich des oberflächennahen Untergrundes unterhalb der obersten, belebten Verwitterungszone des Bodens dar. Sie weist Areale aus, die von Gesteinen gleichen Alters und gleicher petrographischer Zusammensetzung aufgebaut werden und verdeutlicht deren Verbreitung, Raumlage und Mächtigkeit. Die Beschreibung und Alterseinstufung der Gesteinseinheiten orientiert sich an der stratigraphischen Tabelle von Deutschland (www.stratigraphie.de).

 

Ausschnitt aus der geologischen Übersichtskarte Hessen

Geologische Übersichtskarte Hessen

Mächtigkeit des Buntsandsteins Mächtigkeit

 

Die Mächtigkeiten der Buntsandsteinschichten, inkl. des Bröckelschiefers  im Spessart und den angrenzenden Regionen, liegen zwischen 400 und 700 Metern, im Bereich Gelnhausen bei ca. 450 Meter.

Der große Steinbruch in Gelnhausen weist eine Wandhöhe von ca. 50 Meter auf. (Quellen: Spessartsteine, J.A.Lorenz, Aschaffenburg, 2010)

 



Beschreibung des anstehenden Steins

Der Gelnhäuser Buntsandstein setzt sich überwiegend aus fein- bis mittelkörnigen Sandsteinen von brauner bis rotbrauner Farbe zusammen. Die typische rotbraune Farbe der Sandsteine wird durch einen Eisenoxidbelag der Sandkörner hervorgerufen. In seinen tieferen Teilen kann er auch heller bis blassrosa werden. Es ist ein dickbankiger Sandstein (Mächtigkeit 1-2,5 m), zwischen dessen Bänke sich dünne Tonsteinlagen einschalten. Wegen der Gleichmäßigkeit des Korns, ihrer Behaubarkeit und Bankmächtigkeit ist der Gelnhäuser Sandstein bestens als Baumaterial geeignet. (Quellen: Geotope im hessischen Spessart)

 

Eine kleine Steinbruchwand ist vom Wanderweg am Referenzpunkt "Kleiner Steinbruch" aus nächster Nähe einzusehen.

 

Die SchnepfenkopfhöhleSchnepfenkopfhöhle

Die in einem kleinen Gelnhäuser Steinbruch gelegene Schnepfenkopfhöhle gilt als die mit Abstand längste, tektonische Höhle im Unteren Buntsandstein Deutschlands und stellt somit eine einzigartige Rarität dar. So hat die Höhle eine Gesamtganglänge von 125 Meter, eine befahrbare Tiefe von 26 Meter und weist eine durchschnittliche Kluftbreite von 40 bis 60 Zentimeter auf. Durch Versturzerscheinungen gliedert sich die Höhle teils in mehrere Gangetagen und steilabfallende Canyons, die die Befahrung sehr gefährlich gestalten. (Quelle: "Die Schnepfenkopfhöhle - die längste Sandsteinhöhle im Spessart", Bernd Pfanzelter, Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart, März 2004)                                                                                                                 

Höhleneingang

Logbedingungen

1. Besuche die Tafel "Steinbrüche" an den Listingkoordinaten. Wenn Du möchtest, kannst Du gerne ein Foto von der dortigen Aussicht oder dem Steinbruch in der Nähe im Log hochladen. Wir freuen uns schon sehr auf Deine Fotos.

2. Beantworte die folgenden Fragen:

Bankmächtigkeita) Vor wieviel Millionen Jahren begannen die Ablagerungen des Buntsandsteins und wie lange dauerten sie etwa (laut Tafel)?

b) Aus welchen Geröllsandsteinen ist die Gelnhäuser Kaiserpfalz teilweise auch gebaut?

c) In dem kleinen Steinbruch am Wanderweg (Referenzpunkt) sind die geschichteten, horizontalen Bänke und die dazu senkrecht verlaufenden Klüfte als klar abgegrenzte Sandsteinblöcke in der Wand zu erkennen. Schätze bitte vom Weg aus: Wie mächtig (gerundet auf volle Meter) ist die Bank rechts über dem Loch in der Sandsteinwand (grüner Pfeil auf dem Foto)?



Bitte sendet Eure Antworten auf die drei Fragen per Email an mein Profil. Nach dem Absenden könnt Ihr online loggen, Ihr braucht nicht auf die Freigabe warten. Falls es Probleme mit Eurer Lösung gibt, werde ich mich bei Euch melden.

Wir wünschen Euch viel Spaß in Gelnhausen!

Additional Hints (No hints available.)