Dieses Versteck zeigt einen der ca. 3500 Rettungstreffpunkte in Bayern. Gerade im Wald oder am Berg ist es oft schwierig seine genaue Position zu beschreiben. Auch die Übermittlung von Koordinaten an die Rettungsleitstele bei einem Notfall erweist sich oft als schwierig, weil oft mit unterschiedlichen Koordinationssystemen gearbeitet wird. Eine Umrechnung kann nur dann sicher erfolgen, wenn ich weiß mit welchen Koordinatensystem man selber arbeitet. Um die Hilfe im Notfall zu verbessern gibt es diese Rettungstreffpunkte. Diese Treffpunkte sind in der Regel das ganze Jahr über von Rettungsfahrzeugen, auch ohne Allrad zu erreichen
Es gibt eine kostenlose App mit dem Namen "Hilfe im Wald" diese zeigt mir immer den nächsten Rettungstreffpunkt an.
Dies ist eine Kopie mit wichtigen Fragen und Antworten zum Rettungstreffpunkt zum besseren Verständnis vom Bayerischen Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:
Die Rettungstreffpunkte der „Rettungskette Forst“ liegen fast immer außerhalb des Waldes an öffentlichen Straßen. Manchmal sogar in Ortschaften. Warum ist das so?
Die Rettungstreffpunkte sind mit wenigen Ausnahmen so angelegt, dass sie möglichst ganzjährig bei jeder Witterung mit Rettungsfahrzeugen (auch ohne Allradantrieb) erreicht werden können. Die Weiterfahrt in den Wald erfolgt unter Umständen nur in Begleitung eines ortskundigen Lotsen in einem zweiten Fahrzeug, um zu verhindern, dass das Rettungsfahrzeug im Gelände stecken bleibt.
Weisen Sie bei einem Notruf deshalb immer darauf hin, wenn der Unfallort abseits befestigter Wege liegt.
Rettungstreffpunkte wurden in den 1990er Jahren meist innerhalb von Ortschaften angelegt, um den kürzesten Weg zu einem Telefon zu garantieren. Mit der weiten Verbreitung von Mobiltelefonen ist dieser Aspekt heute zwar weggefallen, die entsprechenden Rettungstreffpunkte wurden aber je nach Eignung trotzdem beibehalten und durch weitere, auch ortsferne Punkte ergänzt.
Was soll ich tun, wenn ich den Rettungstreffpunkt nicht erreichen kann?
Versuchen Sie nicht den Rettungstreffpunkt zu erreichen, wenn Sie selbst verletzt sind oder einen Schwerstverletzten nicht alleine zurücklassen können (z.B. bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung). Nutzen Sie dann den Rettungstreffpunkt als Fixpunkt. Geben Sie den Unfallort in Bezug auf den Rettungstreffpunkt an (z.B. „500 Meter südlich von M-L-2345“) oder beschreiben Sie den Weg zum Unfallort von einem Rettungstreffpunkt aus. Informieren Sie sich dazu im Vorfeld über die nächstgelegenen Rettungstreffpunkte. Selbstverständlich bleibt es Ihnen unbenommen, den Unfallort auch in anderer Weise anzugeben.
Mit Smartphones oder GPS-Geräten kann man sehr einfach Koordinaten bestimmen. Ist das im Notfall nicht besser?
Es gibt eine Vielzahl von Koordinatensystemen. Wenn Sie Koordinaten an die Integrierte Leitstelle durchgeben, müssen Sie wissen, um welche Koordinaten es sich handelt. Nur so ist ggf. eine exakte Umrechnung in das Format der Leitstellen möglich. Bedenken Sie außerdem, dass es bei der Übermittlung schnell zu Übermittlungsfehlern und Zahlendrehern kommen kann. Ohne ortskundigen Lotsen ist auch der schnellste Weg zum Unfallort unter Umständen für den Rettungsdienst unklar, da Wege witterungsbedingt nicht befahrbar sein könnten (Eis, Schnee, aufgeweichte Wege) oder nach Windwürfen oder Holzernte eventuell blockiert sind.
Mit welcher Genauigkeit wurden die Koordinaten des Rettungstreffpunktes ermittelt? Auf Luftbildern ergeben sich geringe Abweichungen zum beschriebenen Treffpunkt.
Die Koordinaten wurden auf Basis der Topographische Karte 1:50.000 der Bayerischen Vermessungsverwaltung und mit einer Genauigkeit von mindestens 50 m festgelegt. Luftbilder (Orthophotos) und topographische Karten sind aus kartographischen Gründen jedoch nie ganz deckungsgleich