Mitte des 18. Jhd. begann der Sandabbau in den Kiesbrüchen östlich des Dorfes. Die Aufschüttung der Kiesbrüche entstand durch die Ilm, in der Elsterkaltzeit, d. h. vor 500.000 Jahren. Durch diesen früheren Ilmlauf kam es zu großen Kies- und Sandablagerungen. Der Abbau begann mit Hacke und Schaufel, meist von Bauern, als Nebenerwerb betrieben. In diesen Kiesen wurden unzählige fossile Funde gemacht, wie Knochen, Stoß- und Backenzähne von Elefanten, Nashörnern, Bären, Pferden etc. Im Jahre 1793 ließ Johann Wolfang von Goethe seine Gartenwege mit Süßenborner Sand auffüllen. Am 13 Mai 1831 besuchte der 81jährige mit seiner Schwiegertochter den Kiesbruch, um sich die Fundstelle eines Elefantenbackenzahns anzusehen, den er im Dezember 1831 in seine naturwissenschaftliche Sammlung aufnahm. “Um 12 Uhr mit Ottilien in den Süßenborner Kiesbruch, wo vor einiger Zeit die Elephantenbackzähne und andere Knochen gefunden wurden.” Aus Goethes Tagebucheintrag vom 13.Mai 1831, Original Goethe- und Schiller-Archiv Weimar 27/48. Die um 1880 angelegte große Kiesgrube mit Kieswerk wurde 1913 – 1923 durch eine Drahtseilbahn mit dem Weimarer Bahnhof verbunden. Süßenborner Kies wurde bis 1995 abgebaut.
(Quelle:weimar-suessenborn.de)