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Bayerisches Mauthaus Multi-Cache

Hidden : 2/1/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Bayerisches Mauthaus

Exterritorialer Besitz auf Salzburger Boden

Bayerisches Mauthaus

Jenes Mauthaus, das bereits im Jahre 908 erstmals urkundlich erwähnt wurde, sollte namensgebend für einen gesamten Ortsteil werden: Mauthausen. Nicht direkt am einstigen Grenzfluss Saalach gelegen, sondern gut einen Kilometer auf ehemals salzburgisches Hoheitsgebiet zurückversetzt, befand sich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts an der Straße von Reichenhall nach Traunstein ein Mauthaus, das die Wegemaut regelte.

Bei der Standortwahl für die Burg Staufeneck dürfte die unmittelbare Nähe zu dem bereits existierenden Mauthaus ausschlaggebend gewesen sein. Zusammen mit der Burg gehörten das Mauthaus und die damit verbundenen mautrechte den Staufeneckern, die diese allerdings zu Beginn des 14. Jahrhunderts an die Herren von Törring verkauften.

Da Reichenhall vom übrigen Bayern bis in das 16. Jahrhundert hinein nur durch eine Schlucht und über einen gefährlichen Steig erreicht werden konnte, erfolgte die Salzausfuhr nach der bayerischen Stadt Traunstein üblicherweise über salzburgisches gebiet, weshalb der maut in Mauthausen eine besondere Bedeutung zukam. Dieses bayerische Interesse an der dortigen Mautstation führte 1440 dazu, dass diese zusammen mit den mautrechten an den bayernherzog verkauft und fortan von einem herzoglichen und später kurfürstlichen Mautner geführt wurde. Unterstellt war der Mautner dem Salzmaier von Reichenhall.

Die pikante Situation eines bayerischen Mauthauses inmitten salzburgischen Territoriums führte zu vielen Streitigkeiten, vor allem die Gerichtsbarkeit betreffend. In der Regel war das bayerische Reichenhall Gerichtsstand für Prozessangelegenheiten, die das Mauthaus oder den Zöllner betrafen.

Mauthaus und Wirtschaftshof im 17. Jahrhundert

Mit dem Übergang des sogenannten Rupertiwinkels an Bayern 1816 war jedoch auch die über Jahrhunderte hinweg strittige Mautstation funktionslos geworden und wurde fortan privat genützt.

Vermutlich entstand der heute noch prägende, annähernd quadratische Bau bald nach dem Übergang des Mauthauses an Bayern 1440, denn bereits auf Plänen des frühen 17. Jahrhunderts ist der heutige Bauzustand erkennbar. Das dreistöckige Gebäude war über viele Jahrhunderte eines der wenigen aus Stein errichteten Häuser, versehen mit zahlreichen repräsentativen Fenstern, deren Fensterläden noch heute historisch bemalt sind. An einer Hausecke konnte vor wenigen Jahren ein bayerisches Rautenwappen, Symbol exterritorialen bayerischen Besitzes, unter dem Verputz freigelegt werden.

Reste des bayerischen Rautenwappens

Quelle: Dr. Johannes Lang

Zum Cache:

An den Startkoordinaten sind auf einem blauen Schild vier Ziffern und unter einem Blitz fünf Ziffern zu finden.
Die linke obere Ziffer auf dem blauen Schild sei A.
Die rechte obere Ziffer auf dem blauen Schild sei B.
Die linke untere Ziffer auf dem blauen Schild sei C.
Die rechte untere Ziffer auf dem blauen Schild sei D.
Die erste Ziffer unter dem Blitz sei E.
Die zweite Ziffer unter dem Blitz sei F.
Die dritte Ziffer unter dem Blitz sei G.
Die vierte Ziffer unter dem Blitz sei H.
Die fünfte Ziffer unter dem Blitz sei I.

NFinale 47° 45. (B-C) (B-D) (E-G)
EFinale 012° 5 (A+F-G) .
(D+H) (D+I) (G-C)

Additional Hints (Decrypt)

v

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)