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Gegenburgen Multi-Cache

Hidden : 2/1/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Gegenburgen

Amerang wider Karlstein

 

Karlstein

Kühner Adlerhorst der Grafen von Peilstein

Schloss Karlstein um 1700

Westlich der Stadt Bad Reichenhall erhebt sich ein mächtiger, knapp zweihundert Meter teils überhängender Fels, der durch einen tiefen Einschnitt in zwei Hälften geteilt ist. Während der vorgelagerte, heute mit einer dem heiligen Pankratius geweihten Kirche gekrönte „Pankrazfelsen“ wohl im Hochmittelalter eine Vorburg trug, erhob sich hier die nur schwer zugängliche Burg Karlstein.

Konrad von Peilstein ließ die Anlage kurz vor 1150 vermutlich auf Salzburger Kirchengrund erbauen. Das in Niederösterreich beheimatete Geschlecht der Peilsteiner entstammte einem Zweig der Familie der Sighardinger, wodurch es mit dem bayerischen Hochadel eng verwandt war. In Niederösterreich und Franken besaßen die Peilsteiner umfangreiche Grafenrechte, nicht jedoch im Reichenhaller Raum. Hierher folgten sie hierher vermutlich einem Ruf des Salzburgers Erzbischofs, der den Peilsteiner zu seinem weltlichen Vertreter vor Gericht (Hochstiftsvogt) bestimmte. Zudem besaß der Erzbischof ein Drittel an der Reichenhaller Saline, so dass den Peilsteiner auch die Schutzfunktion über das erzbischöfliche Eigentum vor Ort zukam.

Siegel Friedrichs von Peilstein

Die gesamte Burganlage mit ihrem alpinen Gepräge muss imposant und bizarr gewirkt haben. Doch wegen ihrer kleinräumigen Beschaffenheit eignete sie sich nicht als repräsentative Burg, zumal die Peilsteiner immer nur vorübergehend hier residierten und deshalb die Verwaltung an den jeweiligen Burghauptmann abgaben. Zu Ende des 12. Jahrhunderts taucht in den Quellen ein Burghauptmann namens „Karl“ auf, nach dem vermutlich die gesamte Anlage benannt wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahre 1208.

Nach dem Erlöschen der Peilsteiner im Mannesstamm 1218 gelangte Karlstein an den Bayernherzog, der fortan die Pflege der Burg seinen Dienstmannen übertrug. Auf den im Jahr 1250 genannten Pfleger Heinrich folgte der am Wiener Hof in Ungnade gefallenen Ritter Paltram, der sich gleichsam zur herzoglich-bayerischen Speerspitze gegen die Ansprüche der Salzburger Kirche im Reichenhaller Raum aufschwang.

Nachdem sich die politischen Verhältnisse in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geklärt hatten, vergab der Bayernherzog, gegen entsprechende Kosten, die Burg Karlstein und die damit in einem größeren Umkreis verbundenen niederen Gerichtsrechte (Hofmarksrecht) jeweils auf Lebenszeit an Reichenhaller Patrizier oder hochrangige Beamte, die einen ihrem Stand angemessenen Wohnsitz suchten. 1433 gelangten die Brüder Caspar, Erasmus und Georg Haslanger käuflich und auf Lebenszeit in den Besitz von Karlstein. In den 80er Jahren fungierte ein Nachkomme, Hans Haslanger, als Pfleger der Burg, bevor diese 1539 in den Besitz der Patritzierfamilie Fröschl von Marzoll und Tauerstein überging. Fortan nannten sich die Fröschl zusätzlich nach Karlstein. Unter der mächtigen Familie Fröschl von Marzoll und Tauerstein wurde die Burg zum Schloss umgebaut. 1590 residierte der ehemalige Reichenhaller Salzmaier Albrecht Scheichenstuel auf Karlstein. Zwei Jahre später erfolgten erste Ausbesserungen an dem bereits baufälligen Schloss. Karlstein ging 1595 an den Reichenhaller Pfleger Heinrich von Preysing, 1615 an den Salzmaier Fabian Zehenter. Ab den späten 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage nur mehr sporadisch bewohnt und verfiel zusehends. Um 1690 gab man Karlstein dem Verfall preis. Mittlerweile befindet sich die Burgruine im Besitz der Freistaates Bayern.

Einst erstreckte sich – bis zum Jahre 1681 – eine lange Mauer, der sogenannte Mantel – am westlichen Fuße des Burgbergs, um bereits hier die Burg Karlstein mit einer Mauer und Pforte abzusichern. Der weitere Weg führte sodann über eine steile Rampe und überwand das letzte Steilstück – eine teils überhängende Felsplatte – mit Hilfe einer Pfosten-Balken-Konstruktion. Dabei gebot es vermutlich das Repräsentationsbedürfnis, auch dies letzte Stück zum Eingang der Burg – trotz erheblicher Schwierigkeiten – mit dem Pferd zurücklegen zu können, um das Burginnere hoch zu Ross zu erreichen. Zeitweise kam wohl auch ein Lastenaufzug zum Einsatz.

Grundriss der Burg Karlstein

Das großzügig gestaltete Rundbogentor, im sehr spitzen Winkel zum Weg angelegt, stammt aus dem 16./17. Jahrhundert, als die Burg mit den wirksamen Bauelementen eines Schlosses versehen wurde. Bis dahin lag der der Eingang, etwas zurückgezogen, senkrecht zum Zugang, dessen Mauerverlauf noch zu sehen ist. Davor war möglicherweise ein kleiner Zwinger. Von den bauten im Torbereich ist heute noch ein zweigeschossiger länglicher Bau mit einem nach Osten eingezogenen Rechteckchor gut erkennbar: Die dem heiligen Andreas geweihte Burgkapelle. Sie weist neben einem Rundbogen Daneben erhob sich als ein länglicher Bau mit eingezogenem Rechteckchor: Die dem heiligen Andreas geweihte Burgkapelle. Im sehr regelmäßigen, überwiegend kleinquaderigen Mauerwerk befinden sich ein Rundbogen- und ein Rundfenster.

Rundbogenfenster der Burgkapelle mit Blick aufs Pankrazkicherl

So wie die Kapelle in die Erbauungszeit der Burganlage fällt, stammt auch die Umfassungsmauer, die sich strikt am Geländeverlauf orientiert, aus der Zeit vor 1150. Im Westen der Burg kam es nach 1671 zum Abriss der zur Straßenseite gerichteten, stark baufälligen Außenmauer. Während sich die Wohn- und Wirtschaftsgebäude im Mittelalter auf den südwestlichen Teil der Anlage konzentrierten, verlagerten sich diese nach massiven Umbauten im 16. Jahrhundert in den Bereich des Tores und der Kapelle.

Inmitten der Burganlage befinden sich noch heute die Reste einer annähernd quadratischen Zisterne, worin das Regenwasser gesammelt wurde. Auf der höchsten Stelle des Innenhofs erhebt sich ein Rundturm von etwa neun Meter Außendurchmesser, der – mit einem Hocheingang ausgestattet – die Funktion eines Bergfriedes erfüllte. Ausschließlich in Form von Balkendecken waren die Stockwerke dieses massiven Turmes unterteilt. Zeitlich datiert er in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, in jene Zeit also, als Karlstein in den Besitz des Bayernherzogs übergangen war. Mit der Errichtung des Turmes setzte der Landesfürst ein unübersehbares Zeichen herzoglicher Stärke, vor allem in Hinblick auf die feindselige Nachbarschaft zum Erzbischof von Salzburg.

Quelle: Dr. Johannes Lang

Zum Cache:

Die Anzahl der vertikalverlaufenden Metallstreben der Burgzisterne sei A.
Die Anzahl der übereinander verlaufenden Drahtseile der Burgzisterne sei B.
Die Anzahl der Holzbalkenaufnahmelöcher unterhalb des Hocheingangs im Bergfried sei C.
Die Anzahl der Holzbalkenaufnahmelöcher oberhalb des Hocheingangs im Bergfried sei D.
Die Höhe des Rundbogenfensters in der Kapelle in cm auf volle Dezimale gerundet sei E.
Die Anzahl der auf dem Schild neben dem Burgtor zu findenden Ziffern sei F.

NAmerang = N – (A+B+D+E)
EAmerang = E + (E-C+F)

 

Amerang

Erzbischöfliche Gegenburg im alpinen Terrain

Grundriss des Burgstalls Amerang

Auf annähernd gleicher Höhe befindet sich südlich der Ruine Karlstein der Burgstall Amerang, in manchen Quellen auch „Koferstein“ genannt. Zwischen den beiden Anlagen verlief die alte Straße von Reichenhall in den Salzburger Pinzgau und weiter nach Tirol. Lediglich in einem einzigen Schriftstück ist von der Befestigung Amerang die Rede. Dabei handelte es sich vermutlich um eine in den Jahren zwischen 1140 und 1180 errichtete Burganlage, als deren Bauherr der Salzburger Erzbischof anzunehmen ist.

Amerang diente als sogenannte „Gegenburg“, mit deren Hilfe eine optische Machtdemonstration gegenüber der Karlsteiner Burg sowie der weiteren Umgebung ermöglicht wurde. Dabei hatte die Burg mit deutlichen Mängeln zu kämpfen: So muss etwa der Zugang im Winter und bei nasskaltem Wetter in dem alpinen Gelände außerordentlich schwierig gewesen sein, was eine dauerhafte Bemannung unwahrscheinlich erscheinen lässt. Auch fehlte ein in greifbarer Nähe befindlicher Wirtschaftshof, der die problemlose Versorgung der Burgbesatzung hätte gewährleisten können.

Ihre Rolle als Gegenburg spielte Amerang vor allem in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts während der Auseinandersetzung zwischen dem Bayernherzog und dem Salzburger Erzbischof. Im Zuge dieses Burgenkrieges scheint Amerang, zusammen mit weiteren Salzburger Burgen, 1262 durch den Herzog zerstört worden zu sein. Mehrere Funde, verformte Pfeilspitzen und Armbrustbolzen, künden von dieser kriegerischen Zerstörung, wonach die Burg nie mehr aufgebaut worden ist.

Noch heute lässt sich die alte Wegtrasse erkennen, die von der darunter liegenden Straße in großer Steigung im Nordosten durch den Wald bis auf einen Höhenrücken führt. Dieser Höhenzug, der in einen markanten Sporn endet, mag wohl teilweise eine hölzerne Terrassierung gehabt haben, um den Weg an den Burgfelsen heranzuführen. Über einen kleinen Halsgraben verlief er gegen den künstlich abgeschrammten Fels, um auf einen schmalen, halbkreisförmig gewundenen Pfad das Höhenplateau zu erklimmen. Der Eingang im Westteil der Burg lässt rechter Hand einen Teil des aus dem Felsen herausgemeißelten Portals erkennen, wonach das vermutlich einflügelige Burgtor nach innen zu öffnen war. Davor dürfte ein zusätzlicher Torgraben gewesen sein.

Mit einer durchschnittlich 1,10 Meter starken Ringmauer orientierte sich die Burg am Geländeverlauf, der allseitig steil ist, zum Teil überhängend abfällt. Die Anlage ist auf zwei verschiedene Ebenen verteilt, wobei vor allem die höher liegende durch einige kleine Terrassierungen mehrfach untergliedert war.

Im Nordwesten der Burg befand sich eine Tankzisterne von annähernd trapezförmigem Grundriss. Während gegen die Bergseite der wasserundurchlässige Fels abgearbeitet wurde, musste die Tankwand gegen die teils aufgeschüttete Hangseite mit einer dicken Lehmschicht abgedichtet werden. Auf diese Art konnte die Zisterne eine größere Menge Wasser fassen, Wasser, das gerade in Zeiten von Krieg und Belagerung knapp werden konnte.

Quelle: Dr. Johannes Lang

Zum Cache:

Die Breite des oberen Bildes auf dem Schild in cm sei G.
Die Breite des Bildes unten rechts auf dem Schild in cm sei H.
Die Höhe des Bildes unten links auf dem Schild in cm sei I.

NFinale 47° 4 (G/I). (H) (G-C+D) (H+I+B-C)
EFinale 012° 50.
(D) (G-H+C-D) (I)

Achtung: "Hier handelt es sich um ein Artenschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden."

Additional Hints (Decrypt)

FHZZR(N:V)=166

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)