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GeoSuhl IV: Steinsburg EarthCache

Hidden : 12/29/2014
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


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Steinsburg



Historie:

Als eigentliche Steinsburg wird der Basaltgipfel des gleichnamigen 640 m hohen Berges südwestlich von Suhl-Neundorf verstanden. Aufgrund der spezifischen Verwitterung der Basaltsäulen waren schon zu historischer Zeit im Umfeld der Gipfelkuppe mauersteinartige Felsstücke zu finden, worauf wahrscheinlich die volkstümliche Deutung als Burgruine und damit der Name Steinsburg fußt. So fand die Steinsburg auch Eingang in die Suhler Sagenwelt. In der Sage von der Bergmannsbraut Ottilie findet sich beispielsweise ein Ritter von der Steinsburg, der als Geliebter und letztendlich Mörder der Ottilie eine herausgehobene Rolle spielt. Überregionale, wenn nicht gar weltweite Bedeutung kommt der Steinsburg in wissenschaftshistorischer Sicht zu. So soll Werner, ein bekannter Geologe aus dem sächsischen Freiberg im Jahr 1789 die Steinsburg besichtigt haben um anschließend Basalte als marines Sedimentgestein zu klassifizieren. Diese Denkschule, aufgrund der angenommenen marinen Entstehung aller Gesteine nach dem Meeresgott Neptun als Neptunismus bezeichnet, rang anschließend lange Zeit mit der konkurrierenden Ansicht, Basalt sei vulkanischen Ursprungs. Letztere Sichtweise wird nach den Unterweltgöttern als Plutonismus, seltener auch als Vulkanismus bezeichnet. Zur Klärung dieser Frage gründete Spangenberger aus Suhl 1806 eine Gesellschaft mit dem Ziel, den Vortrieb eines Stollens unter die Steinsburg zu ermöglichen. Die Idee dahinter war das Auffinden eines Basaltstieles im Falle eines Aufstiegs des Basalts aus der Tiefe oder eben die Abwesenheit eines solchen im Falle der sedimentären Basaltbildung. Dieser nach einem Fehlversuch von Südost dann von Nordwest angelegte Stollen erreichte schlussendlich nach 21 m den Basaltstiel. Dadurch lieferte die Untersuchung an der Suhler Steinsburg ein wichtiges Argument für die heutzutage als richtig erkannte Schule der Plutonisten in diesem lange unentschiedenen Gelehrtenstreit. Selbst Von Hoff, Wegbereiter des heute noch in der Geologie gültigen Aktualismus-Prinzips, besuchte 1810 die Steinsburg. Der bis dahin in diesem Wissenschaftlerstreit neutral gebliebene Geologe war gezwungen, sich aufgrund des eindeutigen Befunds auf die Seite der Plutonisten zu stellen. Möglicherweise inspiriert von diesem Ergebnis untersuchte etwas später Goethe den vulkanischen Berg Kammerbühl in Franzensbad (ČZ) und initiierte wahrscheinlich den Bau eines ähnlichen (1834, also 2 Jahre nach Goethes Tod, fertig gestellten) Stollens. Das Ergebnis der Untersuchungen der Suhler Steinsburg konnte dabei exakt bestätigt werden.

GC5JE3N - GeoSuhl IV - Steinsburg

Geologie

Bei der Steinsburg handelt es sich um eine etwas mehr als 1 ha große Basaltkuppe auf einem ansonsten aus Buntsandstein bestehenden Massiv. Heutzutage wird in der Steinsburg ein Teil eines tertiären Basaltgangs gesehen, der sich von der Steinernen Kirche über die Feldsteine bei Themar erstreckt. Möglicherweise stellt ein auf dem Friedberg gefundener, nur etwas mehr als einen halben Meter breiter Basaltgang die Fortsetzung und zugleich das nördlichste Ende dar dieses Gangsystems dar. Auf der Steinsburg brach der Basalt auf einer Länge von 120 m und einer Breite von 30 m durch den Sandstein durch.

GC5JE3N - GeoSuhl IV - Steinsburg

Aktuelle Nutzung/Bedeutung

Durch den bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts erfolgten Abbau des Basalts zur Schottergewinnung ist nahezu die gesamte Kuppe abgetragen worden. Erhalten ist lediglich eine Hohlform, die sich von SW nach NO erstreckt. Im nördlichen Bereich sind dabei noch Reste des Basaltganges erhalten, während sich der Talkessel in südliche Richtung öffnet. Dort befindet sich auch die Vereinshütte der Suhler Steinsburgfreunde. Der Komplex der Steinsburg wurde bereits 1936 erstmalig unter Schutz gestellt. In den 90er Jahren konnte durch ABM-Kräfte der im Laufe der Jahre verschüttete und überwachsene Aufschluss wiederhergestellt werden. Dabei wurden auch Lehrtafeln aufgestellt und die Steinsburg in das Wanderwegesystem eingebunden.

Textquelle: Umwelt- und Bauaufsichtsamt der Stadt Suhl

GC5JE3N - GeoSuhl IV - Steinsburg

Nun zu den Aufgaben die ihr lösen solltet um diesen Earth Cache zu loggen.

Station 1: Hier seht ihr nun direkt nebeneinander die Buntsandsteinbänke und den Basaltgang. Dabei spricht der Fachmann von einer sogenannten Diskordanz. Hier möchte ich eure Sinne aktivieren.

1) Vergleicht beide Gesteinsformationen in Hinsicht ihrer Lage, Färbung und Beschaffenheit.

2) Berührt die Oberflächen der beiden Gesteinsarten und beschreibt deren Unterschiede (ist die Oberfläche glatt, rau, körnig...)

Verlasst die Station 1 und achtet auf dem Weg die "Treppe" hinab auf einen großen Buntsandsteinquader. Dieser ist von "Linien" durchzogen. An Station 2 findet ihr nun die Antwort auf die dazugehörende Frage.

3) Wodurch entstehen diese "Linien" im Buntsandstein?

Wir würden uns freuen: (optional-keine Logbedingung!!!) Macht ein Foto von euch/ eurem GPS am Ort des Geschehens und hängt es mit an den Log.

Die Antworten auf die Fragen schickt ihr entweder an unser GC-Profil, oder an dirkjehnig@gmail.com. Loggen dürft ihr natürlich sofort. Sollte mit den Antworten etwas nicht passen werden wir uns bei euch melden.


English version (Most of the text was translated automatically so please excuse the mistakes)

Steinsburg



History

The "Steinsburg" itself is the basalt peak of the 640-meter high mountain southwest of Suhl-Neundorf with the same name. Due to the specific weathering of basalt columns were already found to historical time in the environment of the summit dome brick-like pieces of rock, probably based on what the popular interpretation as a ruined castle and for the name Steinburg. Thus, the stone castle also finds a place in the Suhler legends. In the legend of the miner bride Ottilie is found, for example, a knight of the stone castle, which plays a prominent role as lover and ultimately murderer of Ottilie. Supra-regional, if not global significance of the stone castle in the history of science perspective. How to Werner, a well-known geologist from Freiberg in Saxony in 1789 visited the stone castle to subsequently classify basalts as marine sedimentary rocks. This school of thought known as neptunism due to the assumed origin of all marine rocks on the sea god Neptune, then struggled for a long time with the competing view, basalt is of volcanic origin. The latter view is rarely referred to by the underworld gods as Plutonismus as volcanism. To clarify this question Spangenberg founded in 1806 in Suhl, a company with an objective to enable the propulsion of a tunnel under the stone castle. The idea behind it was the discovery of a basalt stalk in the case of a rise of basalt from the depths or even the absence of such in the case of basalt sedimentary formation. This after a failed attempt of Southeast then applied from northwest tunnel finally reached after 21 m basalt stem. Thus, the study of the Suhl Steinburg provided an important argument for the nowadays recognized as correct school of Plutonists in this long undecided scholarly dispute. Even Von Hoff, a pioneer of the still valid in geology actualism principle, visited 1810 Steinburg. The hitherto remained neutral in this dispute scientist geologist was forced to stand on the side of the Plutonists due to the clear diagnosis. Perhaps inspired by this result examined later Goethe volcanic mountain Chamber Hill in Lazne (CZ) and probably initiated the construction of a similar (1834, ie 2 years after Goethe's death, completed) tunnel. The results of the investigations of the Suhl stone castle was able to be accurately confirmed.

Geology

In the Steinsburg there is a little more than 1 hectare basalt dome on an otherwise composed of red sandstone massif. Today in Steinburg part of a tertiary basalt transition is seen extending from the Stone Church on the boulders at Themar. Possibly, a found on the Friedberg, only slightly more than half a meter wide basalt transition the continuation and also the northernmost end represents this transition system. On the stone castle of basalt broke over a length of 120 m and a width of 30 m through the sandstone by.

Current use / meaning

By up in the 20s of the last century were made of basalt mining for gravel extraction almost the entire dome has been eroded. Get is merely a hollow shape, extending from southwest to northeast. In the northern sector remains of the basalt Ganges are still preserved, while the valley opens in a southerly direction. There is also the hut of the Suhl Steinburg friends. The complex of stone castle was in 1936 first placed under protection. In the 90 years could be restored by ABM of spilled and overgrown over the years digestion. It also educational boards were set up and involved the stone castle in the trail system.

Source: Environment and Department of Works, Suhl

Now for the task that you should solve in order to log this cache .

Station 1: Here you can see now right next to each other , the red sandstone benches and the basalt transition .

1 ) Compares two rock formations in terms of their location , color and texture.

2 ) Touching the surfaces of the two rock types and describes their differences ( the surface is smooth , rough, grainy ... )

Leave the station 1 and pays attention to the way the " stairs " down on a large sandstone ashlar . This is pervaded by "lines" .

At station 2 you can now find the answer to the associated question.

3 ) How do these "lines" in the Buntsandstein ?

We would be pleaced: (optional-no condition !!!) Take a picture of you / your GPS at the scene and hangs it on the log .

The answers to the questions sent to us via your GC profile or email it to dirkjehnig@gmail.com. Of course you are allowed to log immediately. If something does not fit with the answers we will contact you.

Additional Hints (Decrypt)

[de] Srfgrf Fpuhujrex vfg iba Ibegrvy. [en] Fbyvq jnyxvat fubrf ner na nqinagntr.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)