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Reckendorf - Spuren jüdischer Vergangenheit Multi-Cache

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Burgenfieber: Das Versteck wurde abgeholzt und mir fehlt aktuell die Zeit, diesen Cache gebührend zu reaktivieren.

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Hidden : 1/1/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Reckendorf - Spuren jüdischer Vergangenheit

Dies ist der erste Cache in Reckendorf und ich möchte euch mit diesem kleinen Multi auf die Spuren der jüdischen Vergangenheit des Ortes führen.


Direkt an den Startkoordinaten findet ihr die beste Parkmöglichkeit, dann lässt sich alles Weitere gut zu Fuß auf befestigten Wegen erreichen. Am Final bitte die Hinweisschilder beachten, der Cache befindet sich außerhalb.

 

Reckendorf wurde erstmals 855 n. Chr. urkundlich erwähnt. Erste Spuren jüdischer Bevölkerung wurden 1298 auf der nahegelegenen Stufenburg genannt, der erste „Jude von Reckendorf“ im Jahre 1500. Während des Schwedenkrieges  im Jahre 1644 kamen alle Bewohner ums Leben oder wurden vertrieben. Bei der Wiederbesiedlung hatten jüdische Familien einen wichtigen Anteil. Ab dieser Zeit gibt es auch zahlreiche Dokumente, die das jüdische Leben in Reckendorf dokumentieren. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde eine Judenschule eingerichtet. Von 1727-1732 wurde die Synagoge erbaut, die eine wechselvolle Vergangenheit hat (nachzulesen auf der Schautafel „im Wintergarten“ - Nase plattdrücken lohnt sich). Seit 2005 wird die Synagoge als „Haus der Kultur“ von der Gemeinde genutzt.

Zahlreiche im 19. Jahrhundert errichteten Gemeindehäuser, wie z.B. Schlachthaus, Badhaus, Schulhaus etc. sind heute private Wohnhäuser.  Darunter auch das 1905 von einem ausgewanderten Juden gestiftete Kinderheim, dem 1928 ein Gebäude angeschlossen wurde, das als Kindergarten genutzt wurde. Das Portal ziert noch der Spruch „Den Kindern ein Heim“.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil jüdischer Geschichte in Reckendorf ist der noch gut erhaltene Judenfriedhof, der ab 1799 angelegt wurde. 1930 fand das letzte Begräbnis statt, der Friedhof gehört heute der Israelitischen Kultusgemeinde Bayern.

Mit dem Beginn des Regimes der Nationalsozialisten flohen ab 1938 zahlreiche Juden, die letzten wurden am 22. April 1942 deportiert.

Die jüdische Vergangenheit stellt einen wichtigen Bestandteil der Geschichte Reckendorfs dar und dank der erhaltenen Gebäude und Orte können wir heute gut auf den Spuren dieser Vergangenheit wandeln.

Ich wünsche euch viel Freude beim Erkunden!

Stage 1: hier starten die Spuren durch Reckendorfs jüdische Vergangenheit

 

Stage 2: Baujahr des Kinderheims = A; Renovierung des Kinderheims = B;

N: 50°03.214-A

E: 010°47.707+B

 

Final:

Nutzung als Lagerhalle der Schloßbrauerei = C;

Eröffnung als „Haus der Kultur“ = D;

N: 50°02.738-C

E: 010°46.954+D

Additional Hints (No hints available.)