Bei den Koordinaten befindet sich bekanntlich nicht der Schatz, um den es hier geht. Ihr seid dort in der Nähe der alten Emmerbrücke, wo ihr an lauschigen Sommerabenden sehr gut Fledermäuse beobachten könnt. Aber dieses ist eine andere Geschichte.....
Im Weserbegland wird seit Urzeiten die Geschichte vom verschwundenen Schatz erzählt, der irgendwo an der Emmer verborgen liegen soll. Uns ist es nie gelungen, diesen Schatz zu entdecken. Flussgold, Meeressilber und Elfenedelsteine in nicht vorzustellenden Mengen sollen im Weserbergland versteckt sein. Vielleicht gelingt es ja einem wackeren Recken oder einer kühnen Jungfrau den Schatz zu bergen. In alten Büchern wird von den Heimaten der Elfen, Trolle und Kranichen ganz im Norden des Kontinents berichtet. Es wird erzählt, dass es beim Mittersommerfest im Jahr des Adlers zu einem großen Streit zwischen den Elfen und Trollen gekommen sei. In Folge des Konfliktes sei der große Kranichtanz auf dem Kullaberg abgebrochen worden und alle Kraniche seien mit dem großen Schatz nach Karlskrona geflohen. Die Fehde zwischen den Elfen und Trollen dauerte sieben Monde und auch heute noch sollen Trolle vor Wut rot anlaufen, wenn sie eine Elfe erblicken. Die Kraniche wollten und konnten aber nicht lange in den Mauern der Stadt bleiben. Sie waren nicht geschaffen für ein Leben unter Menschen. Sie ließen also den Schatz gut versteckt in dem Kirchturm der Stadt zurück und zogen weiter zu ihren Brutplätzen. In der Stadt lebte der Waisenjunge Nils ganz in der Nähe der Kirche. Der Junge bestieg jeden Abend den Kirchturm, um seinem einzigen Freund nahe zu sein. Gorgo, der Adler besuchte Nils täglich in den Abendstunden und beide verbrachten das Ende des Tages auf dem Kirchturmsims und träumten von fernen Ländern. Karlskrona liegt aber am Meer und Nils war bettelarm. Eine Reise mit dem Schilff war für ihn nicht bezahlbar und kein Schoner wollte ihn als Schiffsjungen anheuern. So saßen er und Gorgo tagein tagaus auf dem Sims und schauten traurig in den Sonnenuntergang über der Ostsee. "Hätte ich doch nur ein paar Kronen", dachte Nils, "ich könnte mir etwas von der Welt anschauen. Ich würde endlich meine Heimat Schweden und die Welt entdecken." Nils wollte schon immer seine Heimat kennenlernen. In seiner Fantasie reiste er von Malmö nach Lappland, vom Taberg bis Huksvarna, all die vielen Landschaften Schwedens wollte er sehen. Sein größter Traum war es aber, den Märchengarten zu finden, von dem sein Großvater immer erzählt hat. Der schöne Garten am Ronneby-Fluss mit seinen Beeten voller Wunschblumen. Diesen wollte er finden! Da erhellten die letzten Strahlen der untergehenden Sonne den versteckten Schatz im Kirchturm. Jetzt hatte Nils endlich die Möglichkeit, sich auf die Suche nach den Wunschblumen zu begeben. Schon am nächsten Tag schiffte er sich auf einem Zweimaster ein und begab sich auf große Fahrt.
Die Geschichte sagt, dass er den Garten nie gefunden hat. Der Schatz aber, der soll irgendwo an der Emmer liegen. Beim Bergen des Schatzes achtet bitte darauf, dass ihr euch am Rande eines Naturschutzgebietes befindet. Auf der anliegenden Wiese weiden dort im Sommer manchmal Kühe und Rinder. Dann einfach auf der anderen Seite des Zaunes am Feldrand entlang. Trampelt nix unnötig platt und achtet auf die Blindschleichen und Ringelnattern, die hier leben.
Bei dem Finale handelt es sich um eine kleine Kletterei auf ca. 4m Höhe, welche ich ohne Kletterhilfe gut schaffe. Es ist für manche wohl doch nicht so einfach auf den Baum zu kommen, so dass ich die T-Wertung mal um einen Stern nach oben korrigiere.