Der Bahnhof Waldrach verfügte über das Durchgangsgleis in Richtung Trier (Gleis 2), das Durchgangsgleis in Richtung Hermeskeil (Gleis 3), ein Ladegleis (Gleis 1) sowie als Besonderheit über ein weiteres sehr langes Überholungs- und Kreuzungsgleis (Gleis 4). Ungewöhnlich für deutsche Verhältnisse war die Anlage der beiden den Fahrtrichtungen zugeordneten Durchgangsgleise. Hier konnte die Einfahrt für die jeweils zugeordnete Fahrtrichtung über den geraden Stamm der Einfahrweichen erfolgen, während die Ausfahrt jeweils über den abzweigenden Strang der Ausfahrweiche erfolgte. Eine Anordnung wie sie z.B. in Österreich Standard ist, in Deutschland (im Hunsrück) jedoch eher selten zu finden ist.
Der Bahnhof war mit einem Stellwerk ausgerüstet, von dem aus die Fahrstraßen, Rangierwege und Einfahrsignale gestellt wurden. Anstelle von Ausfahrsignalen waren H-Tafeln (Signal Ne 5) aufgestellt, d.h. der Fahrdienstleiter vor Ort erteilt die Zustimmung zur Abfahrt und die örtliche Aufsicht (in Waldrach wiederum der Fahrdienstleiter) bzw. der Zugführer gibt den Abfahrauftrag durch das Signal Zp 9 (Eine runde weiße Scheibe mit grünem Rand - Kelle). Sollte ein Zug durchfahren durch Waldrach, so wurde das Signal Zp 9 vom Fahrdienstleiter am Durchfahrweg gegeben.
Ursprünglich war der südliche Bahnhofskopf mit einer Doppelweiche (unter Modellbahnern asymmetrische Dreiwegweiche genannt) ausgerüstet, wie die Radierungen am Gleisplan aus dem Jahre 1936 zeigen. 1963 oder 1965 wurde diese Doppelweiche durch zwei Einzelweichen ersetzt, wobei sich aufgrund der Gleisgeometrie die Notwendigkeit für die Verwendung von Außenbogenweichen (ABW) ergab. Auch der Gleisanschluss des Lagers direkt an der Ruwer (in Verlängerung von Gleis 1) ist 1963 oder 1965 entfallen.
Das Empfangsgebäude mit angebautem Güterschuppen war in Backsteinbauweise errichtet und nicht in der sonst beim Bau der Ruwertalbahn verwendeten Bauart. Es gleicht von der Bauart her z.B. dem Bahnhof Nonnweiler, was darauf schließen lässt, dass das Empfangsgebäude erst später in dieser Größe errichtet wurde und somit einen kleineren Vorgängerbau ersetzte. Das Gebäude erhielt nachträglich den Stellwerksanbau, dessen Dach in das Dach des Güterschuppens integriert wurde.
Neben dem Güterschuppen mit Laderampe war Gleis 1 auch noch mit einer Ladestraße mit Lagergebäuden und einem Drehkran mit einer Tragfähigkeit von 5 to ausgerüstet. Die Ladestraße wurde 1984 durch ein Wohn- und Geschäftshaus überbaut. Als weitere Besonderheit wies der Bahnhof Waldrach insgesamt drei Bahnübergänge innerhalb des Bahnhofsbereichs auf. Der Bahnübergang im Südkopf sowie der mittlere Bahnübergang waren dabei mit vom Stellwerk aus bedienbaren Vollschranken versehen, während der nördlichste Bahnübergang als Feldwegübergang nur mit Andreaskreuzen gesichert war.