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Papiermühle Jena (reloaded) Traditional Cache

Hidden : 2/1/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Bier

schafft Freude und Geselligkeit,
macht Appetit zu jeder Zeit,
beseitigt Ärger und Verdruss,
für Ihn und Sie ein Hochgenuss,
gibt Kraft und Nervenruhe wieder,
entspannt am Abend deine Glieder,
löscht jeden Durst vorzüglich,
stimmt Jung und Alt vergnüglich,
gehört in jedes Haus und Zimmer,
Bier - schmeckt immer!


Das Brauwesen in Jena  
     
  Das Brauwesen hat in Jena lange Tradition und kann bis zu seinen Anfängen zurückverfolgt werden. Soweit die Überlieferungen reichen, wird in Thüringen Bier gebraut und Jena macht dabei keine Ausnahme. Der erste urkundliche Nachweis über die Bierherstellung stammt aus dem Jahre 1332, als der Stadt das Braurecht erteilt wurde. Aus dieser Urkunde geht unter anderem hervor, dass bereits vor dieser Zeit in Jena Bier gebraut worden ist. Neben dem ursprünglichen hauswirtschaftlichen Brauen, einer Arbeit, die von Frauen zu Versorgung der eigenen Familie verrichtet wurde, entwickelte sich ein freigewerbliches Brauen.
 
 

Ab Mitte des 14. Jahrhunderts sollte das Braurecht umliegenden Ortschaften die Bierherstellung verbieten. Brauberechtigt waren nur noch Bürger, die Geschoss (Steuern) zahlten und wehrhaft waren. Nach dem Grad der Wehrhaftigkeit und der Höhe der Steuern wurde die Menge festgelegt, die gebraut werden durfte. Jena umging allerdings das strenge Recht und nicht nur Bürger durften brauen. Außer ihnen gab es bis in das 19. Jahrhundert stets weitere Brauberechtigte. 

Bis zur Aufhebung der Klöster im 16. Jahrhundert wurde in den Jenaer Klosterhäusern von Mönchen und Nonnen Bier hergestellt. Mit Gründung der Universität erhöhte sich der Bierbedarf, so dass zur Förderung der Universität und zur Bedarfsdeckung diese das Braurecht zur Versorgung ihrer eigenen Einrichtungen erhielt, das sie bis ins 19. Jahrhundert ausübte. Ab 1558 durften sogar Professoren im Brauhaus der Universität für den eigenen Bedarf und den ihrer Tischgenossen selbst steuerfrei Bier brauen, was aber oft nicht innerhalb der gesetzten Grenzen blieb und so zu Streitigkeiten zwischen Universität und Bürgerschaft führte. 

Von 1672 bis 1690 war Jena Herzogtum und hatte zur Versorgung des Hofes und der Bediensteten ein "Fürstliches Brauhaus" eingerichtet. Im 16. und 17. Jahrhundert brachte es große wirtschaftliche Vorteile, das Braurecht auszuüben, so dass jeder Brauberechtigte über die Wahrung seiner Rechte wachte. Es kam soweit, dass 1536 gerüstet 200 Bürger nach Löbstedt zogen, um dort das vorgefundene Bier ablaufen zu lassen und alles Brau- und Schankgerät zu zerschlagen, weil entgegen dem Braurecht gebraut worden war. In späteren Jahren reichte das Bier oft nicht aus, so dass es aus umliegenden Dörfern, so genannten Bierdörfern, eingeführt werden musste. Die Studenten müssen einen recht großen Durst gehabt haben, denn schon in der Polizei- und Landesordnung von 1556 sind Festlegungen gegen das "Zutrinken und Zusaufen" enthalten, die sich auch in den Statuten der Universitäten befinden. Genützt haben sie wohl wenig, denn ihre Erneuerung lässt sich über Jahrhunderte hinweg verfolgen. 

1709 hatte man den Bierpreis für ein Maß (0,9 Liter) von 3 auf 4 Pfennig erhöht. Die Studenten protestierten acht Tage lang und man konnte ihnen erst beikommen, als aus Weimar das Militär zu Hilfe kam. Der studentische Jargon hatte eigene Bezeichnungen für die Biere. Das Stadtbier nannte man "Klatsch", manche Dorfbiere "Dorfteufel" und das aus Cospeda nannten sie "Menschenfett", weil das Brauwasser von der Quelle über den Friedhof zum Brauhaus gelaufen sein soll. Aber die Universität hatte nicht nur Einfluss auf den Bierverbrauch. Im 19. Jahrhundert arbeiteten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gärungschemie und verbesserten damit die Qualitätsentwicklung des Bieres, worauf sich das genossenschaftliche Brauen stark entwickelte. 

Seit dem 16. Jahrhundert hatte man zwei Gemeindebrauhäuser genutzt. Das ehemals fürstliche, das Nollendorfer Brauhaus kam später dazu. Die Vereinigung der Braugenossenschaften 1830 führte dazu, dass 1855 die Brauerei am Felsenkeller gebaut werden konnte. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten übernahm 1881 der Rat der Stadt die Brauerei, die - bis sie 1951 in Volkseigentum überging - als kommunaler Betrieb geführt wurde. Knapp ein halbes Jahrhundert später ging sie in Konkurs.
Seit 1996 gibt es wieder Jenaer Gerstensaft, denn der Brau-Gasthof in der Papiermühle erhielt das Braurecht. Mittlerweile werden ein helles, ein dunkles sowie ein Burschenpils und die Bockbiere "Jenaer Schellenbier" und "Alt Jenaer" gebraut.

   
Kleine Geschichte der Brennerei  
     
  Obwohl sich schon die Babylonier und Ägypter auf das Vergären verstanden und die Herstellung alkoholischer Getränke aus süßen oder stärkehaltigen Früchten praktisch von jeher in allen Teilen der Welt betrieben wurde, blieb das Destillieren lange unbekannt. Vage Quellen verweisen bereits auf das 4. Jahrhundert, in dem es Alchemisten gelungen sein könnte, den feinen Geist aus dem Wein zu gewinnen. Eine belegte Destillation allerdings findet sich erst im 8. Jahrhundert – ausgerechnet durch islamische Ärzte, die aus Wein eine Medizin: „Al-Kuhul“ herstellten. Alchemisten (übrigens von arab.: „Al-Kimia“) verbreiteten diese Kunst schließlich in ganz Europa, wobei der medizinische Nutzen und nicht der Genuss ausschlaggebend bleiben sollte. 
 
 

Neben den allgemein belebenden Eigenschaften des Weingeistes wurde vor allem seine Fähigkeit geschätzt, die Wirkstoffe aus Kräutern extrahieren und zeitlich unbegrenzt konservieren zu können. Mitunter galt ihnen das „aqua ardens“ (lat.: „brennendes Wasser“) sogar als das ominöse fünfte Element. Der Alkohol vereinte nämlich in sich die Eigenschaften der widerstreitenden Elemente Feuer und Wasser. In der Symbolsprache der Alchemisten ergab sich durch das Aufeinanderlegen der Symbole für Feuer, einem nach oben zeigenden Dreieck, und einem nach unten zeigenden Dreieck für Wasser, das Symbol für Alkohol, das man gelegentlich auf älteren Darstellungen zur Destillier- aber auch Brauereikunst findet. Zur weiten Verbreitung des Hochgebrannten kam es jedoch erst in der Neuzeit – durch den Zuckerrohranbau der neuen Welt und als man begann stärkereiche Pflanzen wie Roggen, Kartoffeln oder Mais zur industriellen Erzeugung von Alkohol zu nutzen. Zugleich begann eines der traurigsten Kapitel für den Branntwein, der meist in großen Mengen und schlechter Qualität missbraucht wurde, um viele Millionen Menschen in die Abhängigkeit zu führen. Nicht selten war Alkohol bei der Eroberung neuer Kolonien wirkungsvoller als Waffengewalt und die verarmte Arbeiterschaft des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts wurde nicht zuletzt durch Fusel in Schranken und Elend gehalten. Genuss spielte hier selbstredend keine Rolle.Dagegen entwickelte sich auch die sorgfältige und liebevolle Herstellung feiner Spirituosen aus den unterschiedlichsten Rohstoffen weiter. Über spezielle Zutaten, besondere Hölzer für die Lagerfässer und möglichst lange Reifezeiten werden charakteristische Aromaerlebnisse kredenzt. 

Seit kurzem können nun auch in der Papiermühle solche ganz besonderen Tropfen in der hauseigenen Brennerei hergestellt werden – Bockbierbrände – eine obwohl typisch deutsche, auch in Deutschland seltene Spirituosenspezialität. Natürlich unterliegt auch der Bierbrand dem Reinheitsgebot und wird aus frischem Bier sorgfältig destilliert. Neben den kristallklaren Bockbierbränden werden wir für anspruchsvolle Genießer Bierbrände in Sherry- und Eichenholzfässern über Jahre reifen lassen.

   
zum Cache  
     
  Vor Ort findet ihr an den angegebenen Koordinaten einen Petling in ca. 160cm Höhe. Dieser Cache wurde von dem Inhaber und der Geschäftsleitung der Papiermühle genehmigt. Um den Petling zu erreichen benötigt ihr eigentlich nur ausreichend lange Arme. Es muss nichts abgeschraubt oder demontiert werden. Die etwas erhöhte Difficulty ist alleine der zeitweise erhöhten aktivität von Muggel vor Ort geschuldet. Dennoch bitte ich jeden um Obacht und Umsicht beim loggen! Bitte versteckt den Petling anschließend wieder in seiner Halterung. Sollten im Logbuch nur noch wenige freie Plätze vorhanden sein würde ich mich über eine rechtzeitige Nachricht freuen. Bleibt abschließend allen nur noch viel Spaß zu wünschen! LG, RBSN!

Additional Hints (Decrypt)

Avpug mhz Qhefg yöfpura trrvtarg! Ovggr avpug ervasnyyra! Va pn. 160pz Uöur.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)