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SUEHNEKREUZE - GROß EILSTORF Mystery Cache

Hidden : 1/29/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Der Irmgardstein in Groß Eilstorf


Achtung, neue Zielkoordinaten. Für alle die vor dem 20.04.20 den Checker benutzt haben: zähle bei Nord 54 und bei Ost 199 dazu, oder nutze den Checker nochmals. Das Rätsel ist so geblieben.


Die Serie geht weiter ....... mit SÜHNEKREUZ- Groß Eilstorf.

Hier eine Serie Geocaches, die sergant tom und Nerverl, bei einem Besuch in Hessen bei ihren Freunden grundsitzer und Biest beschlossen haben:

Sie führen Euch mit dieser Cache-Serie in die Vergangenheit, als es noch keine wirkliche Polizei und Gerichtsbarkeit gab, oder bestimmte Delikte nicht als des Richtens würdig waren.

Die Initiatoren dieser Cache-Reihe bedanken sich bei den Administratoren der Web-Site, http://www.suehnekreuz.de, welche der Verwendung der Web-Daten explizit zustimmen und sich über die Bereitstellung von GPS-Koordinaten und anderen Ergänzungen freuen.

So, jetzt aber los……..


Achtung, neue Zielkoordinaten. Für alle die vor dem 20.04.20 den Checker benutzt haben: zähle bei Nord 54 und bei Ost 199 dazu, oder nutze den Checker nochmals. Das Rätsel ist so geblieben.


Sühnekreuze und Mordsteine


Sühnekreuze sind mittelalterliche Steinkreuze. Der wahre Aufstellungsgrund ist nur von den wenigsten bekannt. Sicher ist nur, dass ein Großteil zwischen dem 13. Jahrhundert und der Zeit um 1530 aufgestellt wurde. Die meisten von ihnen stehen im Zusammenhang mit Totschlagsdelikten, bei den wenigsten ist jedoch der unmittelbare Anlass schriftlich bezeugt oder es lassen sich überlieferte Sühneverträge nicht mit Sicherheit einem erhaltenen Steinkreuz zuordnen. Oftmals sind bei diesen Steinkreuzen Waffen eingeritzt, die als Mordwerkzeuge gedeutet werden. Wurde jemand im Streit oder anderweitig ohne Absicht getötet, musste der Schuldige mit der Familie des Opfers einig werden. Es wurden zwischen beiden Parteien privatrechtliche Sühneverträge abgeschlossen.
Der geistesgeschichtliche Hintergrund ist der, dass in katholischer Zeit die Vorübergehenden angehalten werden sollten, Fürbittgebete für den ohne Sterbesakramente zu Tode gekommenen zu halten. Deswegen gibt es in evangelischen Gegenden schlagartig etwa ab 1530 keine Steinkreuzsetzungen mehr. Gleichermaßen wichtig ist jedoch die Einführung der Peinlichen Halsgerichtsordnung, der so genannten Carolina durch Karl V. im Jahre 1532. Damit wurden die privatrechtlichen Sühneverträge durch ein landesherrliches Gerichtswesen abgelöst. Auch dies ist durch das plötzliche Aussetzen der Sühneverträge in den frühneuzeitlichen Akten gut nachvollziehbar.
Beide Dinge gemeinsam - die Einführung der Reformation in den entsprechenden Gegenden und die Einführung der Carolina hatten zur Folge, dass künftig keine Sühnekreuze mehr gesetzt wurden. Jüngere Steinkreuze in katholischen Gegenden können durchaus noch dem mittelalterlichen Fürbittgedanken folgen; in evangelischen Gebieten handelt es sich aber nunmehr um einfache Gedenksteine (Nach Mord, Totschlag, Unfall, Pest usw.), die allerdings wesentlich seltener gesetzt wurden.
Ab 1300 soll es deshalb üblich gewesen sein, am Tatort oder dort wo es die Angehörigen wünschten, ein steinernes "Sühnekreuz" aufzustellen. Es sind Oberpfälzer und sächsische Sühneverträge erhalten geblieben, in denen ausdrücklich die Setzung eines Sühnekreuzes vereinbart wird.
Es ist sicher falsch, von den Steinkreuzen generell als "Sühnekreuzen" zu reden. Sie konnten auch von Angehörigen nach einem tödlichen Unfall - oder wie in Zittau im Jahre 1392 schriftlich bezeugt - als Dank für eine mildtätige Stiftung eines Kuttenberger Bürgers zur Ausbesserung einer gebirgsüberschreitenden Fernstraße nach Gabel gesetzt werden.
Man glaubt aber auch, dass einige als Grenzzeichen, Richtungsweiser, Freisteine, Pestkreuze oder als Gerichtskreuze dienten. Über interessante und merkwürdige Zusammenhänge zwischen Steinkreuzen und anderen weltlichen und kirchlichen Denkmälern schreibt Karl Bedal in einer 1986 erschienen Schrift. Trotz verschiedener Meinungen und intensiver archivarischer Forschungen umgibt diese groben und massigen Kreuze aber immer noch ein Hauch des Geheimnisvollen und Rätselhaften.

Viel Spaß mit der Cache-Serie, SUEHNEKREUZE

Und,

sollte Euch einmal ein Steinkreuz am Wegesrand auffallen, geht nicht achtlos vorbei sondern protokolliert Standort, Ausmaße und Material. Vielleicht könnt Ihr gar über die Geschichte dieses Kreuzes etwas herausfinden und es an www.suehnekreuz.de schicken. Natürlich seht vorher nach, ob dieses Kreuz bereits protokolliert ist. Oft fehlen hier noch die GPS-Daten, die Ihr den Administratoren nacheichen könnt.

Natürlich dürft Ihr auch an der Cache-Serie teilnehmen und an oder bei Eurer Entdeckung einen Cache platzieren. So wird’s gemacht:

1. Den hier vorliegenden Text kopieren (natürlich nicht die spezifischen Cache-Daten)

2. Als Überschrift immer SUEHNEKREUZE__ -ORT- wählen

3. Fertig …….


Achtung, neue Zielkoordinaten. Für alle die vor dem 20.04.20 den Checker benutzt haben: zähle bei Nord 54 und bei Ost 199 dazu, oder nutze den Checker nochmals. Das Rätsel ist so geblieben.


Der Cache


Im Urlaub in Bayern bin ich durch einen Cache auf die Sühnekreuze und Mordsteine gestoßen. Vor kurzem erinnerte ich mich daran und wollte wissen ob es hier in der Heimat, in unserem Revier sozusagen, auch so etwas gibt. Die Entdeckung die ich machte war eine Überraschung. Nicht in Viersen sondern in Groß Eilstorf ist der nächste Stein zu finden, das sind nicht einmal 6 Kilometer bis zum sogenannten „Irmgardstein“ und ich hatte null Ahnung davon.

Dieser unregelmäßig gehauene Granitstein erinnert an die Ermordung von Irmgard Facius durch einen Mann namens Scharf. Die Aufstellung wurde durch die Eltern des Opfers veranlasst. Der Täter beging später an der Rethemer Fähre Selbstmord. Auf dem Stein zu sehen sind der Name des Opfers, das Datum der Tat und ein Dolch, der wohl die Tatwaffe darstellt.

Das ist ja praktisch eine Steilvorlage für einen Cache. Aber die Zeit die mir blieb war kurz, weil schon am Wochenende in der Nähe ein Cachertreffen mit mindestens fünf Teilnehmern stattfinden soll. Um diese anzulocken musste schon eine ungewöhnliche Idee her, eine die Sie beneiden werden. Der Gedanke den ich dann hatte musste nur noch ein wenig gedeihen und reifen.

Das ist hier leider noch nicht gelungen, aber ein einfaches Rätsel mit guten Erfolgsaussichten ist dann doch herausgekommen.


N 52° ??.???

E  9° ??.???


Achtung, neue Zielkoordinaten. Für alle die vor dem 20.04.20 den Checker benutzt haben: zähle bei Nord 54 und bei Ost 199 dazu, oder nutze den Checker nochmals. Das Rätsel ist so geblieben.




VORSICHT,

der Irmgardstein befindet sich an einer stark befahrenen Bundesstraße (Koordinaten des Fragezeichens, der Cache befindet sich andernorts). Passt bitte beim Abbiegen oder Überqueren besonders gut auf. Wenn Ihr trotzdem einen Blick auf den Stein werfen wollt bindet bitte dabei die Kurzen an Euch.

Außerdem möchte ich jeden bitten den Cacherknigge zu beachten.

Und wer noch etwas mehr über Suehnekreuze und Mordsteine erfahren möchte kann das hier tun:

www.suehnekreuz.de

 

Viel Spaß und viel Erfolg, bei ein bischen Heimatkunde, wünscht Euch:


Löwe67




Additional Hints (Decrypt)

hagra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)