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♣ Verlorenes Dorf - Hundsfeld ♣ Traditional Cache

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Havarius:
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Havarius
Volunteer Reviewer for Geocaching.com

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Hidden : 1/30/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


So manche Dinge lassen wir im Alltag links liegen, ohne uns erklären zu können, was sie eigentlich bedeuten. Die Serie »Erklär mir Kehl« liefert Antworten auf solche Fragen – heute zum Beispiel auf die: »Warum gibt es eine Eckartsweierer Enklave auf Kehler Gemarkung?«
 

Südlich des Kulturwehrs umschließt die Kehler Gemarkung eine kleine Enklave, die zu Eckartsweier gehört. Das Gewann Hundsfeld, direkt am Rhein gelegen, umfasst 87 Hektar Wald und Wiesen, einen Altrhein-Arm, einen Wanderparkplatz – nichts besonderes eigentlich. Was hat es damit auf sich?

Einst lag im Eckartsweierer Gewann »Hundsfeld« ein stattliches Dorf. Doch während die Erstnennung des Weilers Eckebrehtswilare auf 1317 datiert wird, finden sich erste Hinweise auf einen Ort namens Hunesvelt bereits 1196.

Große Liegenschaften

Das Dorf lag auf erhöhtem Grund direkt am Rhein und profitierte davon, dass man an dieser Stelle gut über den Fluss setzen konnte. Die Hundsfelder »Fahrt« wird in vielen alten Urkunden erwähnt. Schon im 13. Jahrhundert besaß der Ort eine Pfarrkirche und beträchtliche Liegenschaften, deren Fruchtbarkeit berühmt war. Historiker vermuten gar, dass schon die alten Römer Hundsfeld als Überfahrtsstelle über den Rhein nutzten. Nach Art der Römer befestigte Straßen, die einst den Ort passierten, und alte Münzfunde zeugen davon.

Das Gewann "Hundfeld" - Die genaue Lage des verlorenen Dorfes

»Lichtscheues Handwerk«

Doch mit dem Bau der Rheinbrücke bei Kehl 1388 begann der Untergang von Hundsfeld: Die Fährschifffahrt kam fast zum Erliegen, da die nach Straßburg Reisenden die bequemere Brücke bevorzugten. Zudem änderte der Rhein sein Flussbett und überschwemmte immer wieder die fruchtbaren Felder der Hundsfelder Bauern und zerstörte die Ernte. »Die verarmten Einwohner trieben lichtscheues Handwerk, überfielen Warenzüge und Rheinschiffe, so dass über 30 Bürger 1540 und 1541 von den Straßburgern und den Grafen von Hanau hingerichtet wurden«, heißt es in dem Buch »Die Geschichte Kehls und des Hanauerlandes« von Otto Rusch von 1928.

Schließlich wurde der Ort 1580 vom Hanauer Grafen Philipp V. »aufgehoben« und die Gemarkung 1590 zwischen Kehl, Marlen, Auenheim und Eckartsweier aufgeteilt. Der Eckartsweierer Zipfel überstand die Gemeindereform unbeschadet, so dass heute so mancher Eckartsweierer Landwirt über Kehler Gebiet muss, um seinen im Hundsfeld gelegenen Acker zu bestellen.

Die Überreste von Hundfeld wurden vom noch wilden Ur-Rhein weggespült.

Es gibt noch ein Verlorenes Dorf bei Goldscheuer: GC5M9JP
-> Verlorenes Dorf - Waseneck

Und noch eins bei Altenheim: GC5XNXV
-> Verlorenes Dorf - Rohrburg

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Additional Hints (Decrypt)

QR: Hagre qre Oeüpxr ~*~ SE: Fbhf yr cbag

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)