Der Standort des Elektrizitätswerks ist heute die Hauptstraße 14 – durch die Teilung war die Hauptstraße 17 von Wasser umgeben, da seitlich je ein Arm der Wohra verlief.
Das durch das Nadelwehr künstliche aufgestaute Wasser trieb eine Turbine an, welche über ein Getriebe und anschließend per Riemen einen Generator betrieb.
Hierdurch konnten 220 Volt Gleichstrom zur Verfügung gestellt werden, welche auch nach Ernsthausen geliefert wurden (Leitungen mit Spannung 2000 Volt, in Ernsthausen erfolgte die Transformation auf 220 bzw. 380 Volt).
Da schon kurz nach Inbetriebnahme die zur Verfügung gestellte Energie oftmals nicht ausreichte, wurde zusätzlich ein Lokomobil eingesetzt, welches bei Bedarf zusätzlich zur Stromerzeugung genutzt wurde. In 1928 wurde dieses durch einen Dieselmotor ersetzt.
Das Elektrizitätswerk war bis in 1940er Jahre in Betrieb, bis es den geforderten Bedarf an elektrischem Strom nicht mehr gerecht wurde und es außerdem wirtschaftlichere Möglichkeiten zur Stromerzeugung gab.
Die Verwendung von Wechselstrom hatte sich zu dieser Zeit bereits durchgesetzt.

Das Bild zeigt das Elektrizitätswerk, links im Bild das Lokomobil.

Das Bild zeigt das Elektrizitätswerk im Hintergrund mit dem Zufluss der Wohra, welcher heute nicht mehr existiert. Das Gebäude rechts ist die heutige Hauptstraße 15.

Eine Originalrechnung aus dem Jahr 1934
Literaturangabe / Quellen:
ARBEITSKREIS DORFKULTUR UND DORFGESCHICHTE HALSDORF (2002), c/o Klaus-Dieter Engel, Books on Demand (BoD) – Norderstedt,
ebenfalls von hier bezogen das Bild der Originalrechnung (1934): Privatbesitz Jürgen Fischer, Halsdorf
Weitere Bilder: Privatbesitz Helmut Becker, Halsdorf