Weinheimer Ortsteile
Ritschweier
Ritschweier ist mit etwas über 300 Einwohnern der kleinste Ortsteil Weinheims. Es besteht aus dem Ritschweier und dem Weiler Oberkunzenbach. Ritschweiher liegt auf einer Höhe von 228 bis 324 Metern westlich von Weinheim im Odenwald.
Geschichte
Ritschweier und Oberkunzenbach bilden seit dem Mittelalter eine Gemeinde. Erstmalig erwähnt wird Oberkunzenbach als Gunnesbach 773 n.Chr. im Lorscher Kodex. Ebenfalls dort genannt wird Ritschweier 1175 n.Chr. als Ruozelenswilre (Weiler des Rucelin). Man kann davon ausgehen, dass diese beiden Weiler schon vor 700 n.Chr. beim Ausbau der römischen „Strata Publica“ (Bergstraße) entstanden.
Am Anfang existierten in Ritschweier wahrscheinlich drei Gehöfte (Huben) und in Oberkunzenbach zwei.
1392 belehnte das Erzbischof von Mainz den Schenken von Erbach mit den beiden Orten, die Zenthoheit blieb beim Grafen der Kurpfalz. Nach einer etwa 100-jährigen anderen Lehnsherrschaft kamen die Orte wieder zu Erbach, bis sie 1803 nach dem Reichsdeputationshauptschluss im Großherzogtum Baden aufgingen. 1837 wurden die beiden Orte eigenständig und wählten einen eigenen Bürgermeister.
1972 endete diese Eigenständigkeit mit der Eingliederung nach Weinheim.
Das Wappen geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1673. Auf Vorschlag des Generallandesarchivs wurde es 1910 von der Gemeinde angenommen. Die Farben nehmen Bezug auf die kurpfälzischen Wittelsbacher. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Gemeinde zeitweise ein dreigeteiltes Wappen, das drei Ähren, zwei Äpfel und einen Pflug zeigte. Da es keine amtliche Änderung gab und auch keine Farben festgelegt wurden, kehrte Ritschweier 1960 wieder zum offiziellen Wappen zurück.
Quelle: Weinheim.de, wikipedia.de
Weitere Informationen
Eine schöne private Seite, ganz über Ritschweier und bebildert findet sich hier: http://www.ritschweier.onlinehome.de/index.html
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