Diesmal mit ein wenig Wissen zum Thema Verkehrswege.
Also, wenn man schon hier ist: Bittesehr, die B12
HISTORISCH:
Die Ursprünge der Straße gehen zum Teil auf den Handelsweg GOLDENER STEIG zurück: Die Strecke von Passau bis Außernbrünst bei Waldkirchen ist bereits um das Jahr 1000 als Salzhandelsweg nach Böhmen begangen worden. Das Teilstück von Herzogsreut zur Grenze war ab etwa 1300 als „Mittlerer Goldener Steig“ oder „Winterberger Weg“ bekannt. Der Straßenbau im Hochstift Passau begann im 18. Jh.
AUSBAU ZUR MODERNEN AUTOSTRASSE:
Bis in die 1950er Jahre blieb die R 12 weitgehend eine ungeteerte Schotterpiste. 1952-1954 wurde in Mühldorf eine neue Innbrücke gebaut und gleichzeitig eine neue Streckenführung südlich der engen Altstadt eingerichtet. 1957-1970 erhielt die Bundesstraße 12 einen neuen Straßenbelag und wurde den Bedürfnissen des Autoverkehrs entsprechend erweitert.
Bis in die 1970er Jahre führte die B 12 mit zahlreichen Ortsdurchfahrten von Kempten über Obergünzburg, Kaufbeuren und Germaringen nach Buchloe. In den 1970er Jahren wurde eine leistungsfähige Ersatzstrecke ab der Anschlussstelle Kempten (A 7) über Marktoberdorf und im weiten Bogen um Kaufbeuren herum nach Buchloe. An einigen Abschnitten dieser Strecke ist die Bundesstraße überbreit ausgebaut. Von Buchloe führte die Bundesstraße ostwärts über Landsberg am Lech nördlich am Ammersee vorbei nach Germering und weiter gemeinsam mit der B 2 nach München. Ende der 1970er Jahre wurde die Umfahrung Landsberg als vierstreifige autobahnähnliche Straße fertiggestellt. Nachdem Ende der 1980er Jahre weitere Teile westlich und östlich von Landsberg fertiggestellt waren, fand eine Aufstufung der bereits fertiggestellten vierstreifigen Teilstücke zur A 96 statt. Mit der Fertigstellung des Etterschlager Tunnels 1998 war der Abschnitt Buchloe–München komplett durch die A 96 ersetzt. Das Teilstück Oberpfaffenhofen bis München wurde bereits 1972 auf eine eigene Trasse gelegt und die B 12 im Bereich Germering herabgestuft.
UNFALLSCHWERPUNKT:
Im Volksmund wird der stark befahrene östliche Abschnitt zwischen Forstinning und Pocking als „Todesstrecke Nr. 1“ bezeichnet, da es fast regelmäßig zu tödlichen Unfällen kommt. In 20 Jahren kamen dort fast 350 Menschen ums Leben; allein im Jahr 2003 waren es 13.
Ein schwerer Unfall im Herbst 2004 war Anlass für den Einsatz von Polizeihubschraubern gegen Raser. Eine längere Zeit wurde die Umgebung überwacht und auch in Zukunft wird die Polizei in unregelmäßigen Abständen Unterstützung aus der Luft für diese gefährdete Strecke bekommen. Im Oktober 2006 beurteilte das Polizeipräsidium Oberbayern den Effekt der auch mit konventionellen Mitteln verstärkten Geschwindigkeitsüberwachung positiv; so verzeichnete man im ersten Halbjahr 2006 neben mehr als 3500 Verstößen einen Rückgang der Unfallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
Quelle: Wikipedia (In Auszügen)