Der Winter zieht von dannen.
Der große Wintersturm hielt in diesem Jahr
besonders lange an und toste reichlich.
Der letzte starke Frost ereignete
sich erst vor wenigen Tagen.
Doch nun ist der Spuk vorüber.
Die Welt verändert sich.
Denn: Der Frühling zieht ein.
Krokusse und Schneeglöckchen
recken ihre Köpfe aus dem Schnee heraus.
Die Luft riecht himmlisch – nach neuem Leben.
Der Bach murmelt sein schönstes Frühlingslied.
Und die Sonne kitzelt mit ihren
ersten warmen Strahlen des Jahres
die Nasen der Winterschläfer,
die ihr aus den warmen
Unterschlüpfen entgegen blinzeln.
Für den Osterhasen wird es nun aber allerhöchste Zeit,
sich auf das Osterfest vorzubereiten.
Er färbt und bemalt viele, viele bunte Eier.
Diese will er schon bald im grünen Gras verstecken.
Bis der Schnee geschmolzen und das Gras
hoch genug gewachsen ist,
sind es nur noch 5 Wochen Zeit.
Dann werden die Kinder aus den Häusern
auf die bunten Wiesen eilen,
um die bunten Osternester zu suchen.
Gerade noch rechtzeitig schafft er es,
das letzte Ei zu bemalen.
Wie jedes Jahr ist es wieder knapp.
Nun aber los.
Er packt seinen großen Korb und
macht sich auf den Weg zu den vielen saftigen Wiesen.
Ein geschulter Blick auf die Karte
weist ihm den Weg.
Seine Reise führt ihn gen Ost.
Er eilt den Weg entlang
über grüne Hügel,
durch dunkle Wälder,
vorbei an der großen Mosterei…
Halt! … Vorbei? … Nein!
Hier wird er eine kleine Pause einlegen,
um sich zu stärken.
Am Tor sieht er ein neues Schild,
das zwischen 2 Pfosten eingerahmt wurde.
Es ist zu lesen,
dass ein neuer Verkoster eingestellt wurde.
Na, dann kann der Saft
doch nur noch besser schmecken als zuvor,
und er denkt: ‚Ich koste reichlich‘.
Zum Wirt ein kurzes „Prost“…
er eilt schon weiter,
noch ehe der Wirt antworten kann.
Ein lustiges Lied auf den Lippen –
so zieht er durch das Land.
In einem Jahr hat sich sooo viel verändert,
und es ist sooo viel geschehen:
4 neue Mönche sind ins Kloster eingetreten.
Und in der Zeitung steht geschrieben:
Ein Raub in der Post ereignete sich vor 3 Wochen.
Das Phantombild lässt vermuten,
dass ein verwahrloster Einbrecher zu Gange war.
Jajaja, die Zeiten ändern sich.
Der Hase hüpft weiter.
Auf seinem Weg kommt er an einem Jahrmarkt vorbei.
Hier erlost er ein grooooßes Kuschel-Osterküken.
Damit post er ein wenig vor der Kamera.
Er liegt gut in der Zeit,
sodass getrost er eine kleine Pause einlegen kann.
Von einem Stand her
riecht es verführerisch nach gebrannten Mandeln.
Er denkt:
‚Was soll’s, so viel Zeit muss sein.
Ich koste, reise dann weiter und
verstecke noch ganz viele Nester –
ganz bestimmt noch heute.
Und damit ich nicht roste,
reibe ich mir die Hände, und schon geht es los‘.
Der Hase liest auf einem Poster
„Ein neues Event in Planung:
Das ultimative LOST-Ereignis,
vom 31.07.2015 bis 02.08.2015 am Flugplatz Pütnitz.“
Da muss er hin.
Bis dahin ist Ostern sicher vorbei.
Und damit er nicht allein auf weiter Flur steht,
denkt er sich:
‚Ich poste reichlich an meine Freunde,
dass sie mitkommen sollen‘.
Er schlendert durch die Stadt,
vorbei an Schaufenstern
von Naomi, Salamander und Lacoste.
Rein geht er nicht.
Aber gucken darf man ja wohl noch…
Eine Sache zieht seine Aufmerksamkeit ganz auf sich.
Ein Technik-Museum betreibt tatsächlich
noch einen echten Paternoster.
Einmal fahren muss er damit. Coooool.
Nun aber weiter.
Die letzten Nester sind bis zum Abend versteckt.
Müde macht er sich auf den Heimweg –
mit dem Kopf voller bunter Eindrücke.
Und morgen früh können die Kinder
seine Ostereier suchen.