
Die Eidechse (Lacerta) ist ein kleines, unscheinbares Sternbild relativ nahe dem Polarstern. Seine Sterne leuchten nicht besonders hell, dafür alle etwa gleich stark. Die Sterne können verbunden werden zu einer Linie, die in einer Raute endet. Damit entsteht ein Wesen mit Schwanz und Kopf. Die Eidechse befindet sich für uns Erdenbürger/innen optisch nahe der Milchstrasse, der "Kopf-Stern" beisst ins Ende der Milchstrasse. Über die restlichen Sterne konnte ich leider nichts Besonderes herausfinden. Vor allem der Schwanz-Stern hätte mich interessiert, aber Fehlanzeige. Er bleibt quasi ein astronomisches Fragezeichen.
Andere Himmelsobjekte in der Nähe sind der Deneb, der hellste Stern des Sternbildes Schwan. Und mit dem Pegasus haben wir ein weiteres Tier in der Nähe, das wunderschön die Brücke zur griechischen Mythologie schlägt. Denn diese spielt im kosmischen Umfeld der Eidechse auch eine Rolle, finden wir doch den äthiopischen König Kepheus mit seiner Gemahlin Kassiopeia und ihrer gemeinsamen Tochter Andromeda.
Die Position der Eidechse nahe des Polarsterns ist sehr günstig, so kann sie fast das ganze Jahr am Nachthimmel gesehen werden. Sie ist in der Schweiz zwar nicht durchgängig sichtbar wie die zirkumpolaren Sternbilder Kepheus und Kassiopeia, doch immerhin ihr Kopf ist immer irgendwo zu sehen. Im Frühling finden wir die Eidechse abends im Westen und gegen Mitternacht dann genau im Norden, knapp über dem Horizont. Bis zum Morgen zieht sie zum östlichen Horizont. Im Sommer geht das Sternbild abends im Osten auf und steigt im Laufe der Nacht höher und höher. Im Herbst und Winter finden wir sie abends hoch oben, fast im Zenit.
Die Eidechse ist ein relativ "junges" Sternbild. Es wurde erst 1687 von dem Danziger Astronomen Johannes Hevelius eingeführt. 10 Jahre später versuchte es der Franzose Augustin Royer mit einer konkurrierenden Bezeichnung (Zepter, frz. Sceptre, lat. Sceptrum), um sich damit beim Sonnenkönig Louis XIV einzuschleimen. Etwa 100 Jahre später wollte auch der preussische Johan Elert Bode seinem Kaiser die Ehre erweisen, allerdings erst posthum. Doch auch seine Bezeichnung (Friedrichs Ehre, lat. Honores Frederic") konnte sich - zum Glück - nicht durchsetzen. Nur selten wird das Sternbild - zoologisch nicht so weit entfernt - auch als Wassermolch ("Stellio") bezeichnet.
Hier findest du noch eine höher auflösende Grafik des Sternbildes Eidechse und seiner Umgebung.
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Die ersten drei Finder sollen sich als Trophäe eine Echse mit nach Hause nehmen. Anschliessend wird der Cache zu einer Tauschstation für Echsen aller Art.