Von oben betrachtet ist die Gelbbauchunke auf den ersten Blick keine Schönheit: Ihr Rücken ist voller Warzen und ihre Färbung ist unscheinbar. Betrachtet man das Tier aber genauer, fällt einem die leuchtende orange Bauchfärbung auf. Und schaut man der Unke in die Augen, fallen einem die herzförmigen Pupillen auf.
Der Kanton Schwyz hat eine grosse Verantwortung für die Gelbbauchunke, da die Bestände hier noch erstaunlich intakt sind. Auch im Talkessel Schwyz-Brunnen gibt es mehrere Vorkommen. Leider sind diese aber durch Verkehrsnetze, Siedlungen und strukturarme Landwirtschaftsflächen stark voneinander isoliert. Isolation wiederum ist heute einer der wichtigsten Gründe für das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.
Durch das 2008 gestartete Projekt „Vernetzung Gelbbauchunken Schwyz- Ingenbohl“ soll die Gelbbauchunke durch den Bau von neuen Tümpelsystemen gefördert werden. In einem ersten Schritt wurden geeignete Standorte gesucht, um neue Laichgewässer zu schaffen, damit die bestehenden Populationen verbunden werden können. Grosse Knacknüsse waren dabei die Autobahn quer durch den Felderboden (Verbindung Schönenbuch zum Urmibergfuss) und die Siedlung Seewen (Verbindung Urmibergfuss zum Lauerzersee).
Im 2011 konnten nach aufwändiger Planung in den Gemeinden Schwyz und Ingenbohl an 10 Standorten neue Gewässerkomplexe - jeweils aus mehreren Kleinstgewässern bestehend – realisiert werden. Mit geeigneten Pflegemassnahmen und dem Bau von weiteren Unkengewässern soll das Projekt auch in Zukunft weiterbestehen (Quelle: ProNatura Schwyz).