Der Kalif von Mitterscheyern, einer kleiner Großkotz vor dem Herrn, konnte es nicht lassen, allen seinen Gästen von seinen unermesslichen Reichtümern, seinen wunderschönen Haremsdamen und noch schöneren Töchtern, vorzuschwärmen. Doch leider verbrauchten seine Frauen auch riesige Mengen seiner Reichtümer, so dass sich der Kalif gezwungen sah, einen Tresor für die Mitgift seiner 48 Töchter, die er mit 30 seiner Haremsdamen hatte, anzulegen. Den Schlüssel zu diesem Tresor ließ er verstecken, und um die Position des Verstecks zu verschleiern, befahl er seiner Lieblingskryptologin, die sonst seine geschäftliche Korrespondenz mitlesesicher machte, eine ganz neue idiotensichere Notation für die 2x3 letzten Ziffern der Versteckposition irgendwo auf seinen weitschweifigen Ländereien zu erfinden und nur ihm und sonst niemand die Entschlüsselungsanweisungen mitzuteilen. Damit der Code nicht verlorenging, ließ er seinen gesamten Palast mit dem entstandenen Muster schmücken, sogar das Klopapier wurde mit dem Muster bedruckt.
Als dann die ersten seiner Töchter ins heiratsfähige Alter kamen, klopften sogleich auch die ersten heiratswilligen Söhne der Honoratioren der weiteren Umgebung an die Tür des Palastes. Nach alter Sitte stellte der Kalif jedem Bewerber natürlich eine Prüfung: „Finde das Versteck des Tresorschlüssels, dann darfst du dir eine meine Töchter aussuchen und ihr dürft euch als Mitgift soviel ihr tragen könnt aus dem Tresor holen. Du hast 11 Tage Zeit!“
Unnötig zu erwähnen, dass bisher alle 27 Bewerber ziemliche Dummköpfe waren, von denen viele nicht mal die Ornamente im Palast als Code erkannten, sondern einfach wild durch die Gegend suchten. Auch die Lieblingskryptologin des Kalifen zu befragen, erwies sich als völlig sinnlos, da die Gute zwar schlicht genial war, aber ein Gedächtnis wie ein Kompostsieb hatte und sich längst nicht mehr an den Code erinnern konnte. So vergingen Wochen über Wochen. Doch der letzte der Bewerber kam bereits am dritten Tag breit grinsend zum Kalifen. Er hatte sich beim angestrengten Nachdenken an den gratis Datteln überfressen und als er dann mit heftigen Blähungen in der marmornen Gästebedürfnisanstalt thronte, hatte er plötzlich den entscheidenden Geistesblitz ...
Deshalb hier ein Abbild des Codemusters, ihr schafft das sicher auch ohne Blähungen die "Position des Schlüssels" herauszufinden. Ihr dürft euch dann auch eine Tochter aussuchen, äh an den Reichtümern bedienen, also auf jeden Fall in die Schlüsselfindeliste eintragen ;-)

Und wer auf die Idee kommt, den Schlüssel mitzunehmen, möge auf immer in den unpassendsten Momenten unter Blähungen leiden!