Alle Gesteine werden im Laufe der Zeit von verschiedenen Medien abgetragen und in tiefer gelegene Bereiche abtransportiert.
Das Abtragen wird auch Verwitterung oder Erosion genannt.
Hier unterscheidet man zwei Arten der Verwitterung:
Mechanische (physikalische) und chemische Verwitterung
Bei der mechanischen Verwitterung kann es sich zum Beispiel um
Temperatursprengung / Frostsprengung, Salzsprengung (auskristallisieren von Salzen in Spalten) handeln.
Ein weiteres Medium ist Wasser in Form von Küsten- oder Flusserosion.
Flüsse verursachen Erosion durch Abrasion (abscheuern) der Gesteine, über die sie hinwegfliessen, in dem die im Wasser mitgeführten Sand- und Gesteinspartikel als Werkzeuge dienen.
Auf diese Weise können Flüsse tiefe Täler und Schluchten graben oder Wasserfälle bilden – wenn sie zum Beispiel auf unterschiedlich harte Gesteine treffen.

Wenn ein Fluss eine Biegung beschreibt, ist die Strömung an der Aussenseite schneller als an der Innenseite. Daher neigt das äussere Ufer dazu, durch Erosion versteilt und immer nach aussen verlagert zu werden, während auf der Innenseite Geschiebe in Form einer Sand- oder Kiesbank liegen bleibt. Auf diese Weise verstärken sich anfängliche Unregelmässigkeiten im Flusslauf immer mehr zu einer Reihe von Mäandern (Flussschlingen), die fast immer dort auftreten, wo Flüsse mit geringem Gefälle ihre Schwemmebenen durchqueren.

So bilden sich beispielweise Mäander.
Chemische Verwitterung
Beispiel: Karstsysteme
Sie führt zu einer chemischen Veränderung oder auch vollständigen Lösung der Minerale eines Gesteins.
Durch den Kontakt mit Säuren wie Kohlensäure (H2CO3) oder organischen Huminsäuren können Gesteine aufgelöst und gesteinsbildende Minerale verändert werden.
Natürlich vorkommendes Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) reagieren zum Beispiel in der Erde zu Kohlensäure (H2CO3). Diese zersetzt den im Gestein enthaltenen Kalk (CaCO3). Das immer poröser werdende Kalkgestein wird von Wasser durchdrungen und dadurch noch weiter zersetzt.
Diesen Vorgang nennt man Verkarstung. Es können sich Höhlen, Erdfälle und/oder Dolinen bilden.
Transport
Transport durch Wasser
Gehört sowohl zu den Transportmitteln als auch zur Verwitterung/Erosion
Das wichtigste Transportmittel ist das fliessende Wasser. Die Verwitterungsprodukte können entweder gelöst oder als Feststoff befördert werden. Je nach Wassergeschwindigkeit und Korngrösse schwebt das Material entweder als Suspension im Wasser oder wird geschoben und gerollt (Geschiebefracht). Geschiebe wird nur bei Hochwasser verfrachtet und entfaltet dabei eine ungeheure Erosionswirkung (siehe Verwitterung).
Transport durch Schwerkraft
Meistens bleiben Verwitterungsprodukte nicht am Ort liegen, sondern werden wegtransportiert.
An Berghängen kann das Material in Bewegung geraten und mit Hilfe der Schwerkraft als Rutschung oder Bergsturz zu Tal transportiert werden.
Ein schönes Beispiel findet ihr an den Zielkoordinaten.
Die Folgen der großen Rutschung der 1970-er Jahre sind noch heute gut zu erkennen.


Meistens wird das Material aber nicht durch die Schwerkraft, sondern durch Wind, Eis oder Wasser transportiert.
Transport durch Wind
Der Wind als Transportmittel herrscht in Zonen ohne schützende Pflanzendecke vor, wie man sie in Wüstengebieten vorfindet. An solchen Orten wird Staub und Sand ausgeblasen und das grobe Blockmaterial bleibt als Fels- oder Steinwüste zurück. Der sandreiche Wind schleift die Felsen ab und es bilden sich bizarre Formen. Das transportierte Material wird im heissen Klimabereich in Sandwüsten oft in Form von Dünen wieder abgelagert. Im kühlen Klimabereich setzt sich das ausgeblasene Material als Löss nieder. Löss ist ein meist schlecht zementiertes Gestein, das aus feinsten Quarz und Kalkkörnchen besteht.
Transport durch Gletscher
In Glazialgebieten reißen Gletscher durch ihr langsames Fliessen aus dem darunter liegenden Gestein Geschiebe los und scheuern und hobeln auf diese Weise grosse U-förmige Täler aus, die tiefe Einschürfungen (Gletscherschliffe) am Talboden und entlang ihrer Flanken aufweisen.
Vom kleinen Sandkorn bis zum riesigen Block werden durch Gletscher transportiert. Das aus dem Gletscher austretende Wasser sorgt dann für den Weitertransport, wobei grössere Blöcke meistens nicht mehr bewegt werden. Auf diese Weise bilden sich von der Gletscherzunge talabwärts ausgedehnte Schotterebenen (Sander).
Der Gletscherschutt wird beim Zurückschmelzen des Eises in Form von Moränen abgelagert, unter dem Gletscher als Grundmoräne oder randlich als Seiten- und Endmoränen.
Moränenmaterial ist im allgemeinen schlecht sortiert und enthält Blöcke, Steine, Kies, Sand, Silt und feines Tonmaterial.
Der EarthCache
Die Wegpunkte und Zielkoordinaten dieses EC’s führen euch an Orte, an denen :
N 52° 00.314 E 009°08.722 – Verwitterung – WP1
N 52° 06.233 E 009°05.915 – Transportmittel – WP2
N 52° 06.845 E 009°06.390 – Verwitterung – WP3
N 52° 06.847 E 009°06.565 – Verwitterung - WP4
N 52° 05.462 E 009°06.102 – Transportmittel Schwerkraft - Zielkoordinaten
Wenn ihr alle Standorte angeschaut habt könnt ihr mit Hilfe des Listings ganz sicher auch die folgenden Fragen an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de beantworten.
Anschließend dürft ihr diesen EC sofort loggen. Sollte etwas mit den Antworten nicht stimmen melden wir uns bei euch.
Hier die Fragen:
WP 1: Welche Form der Verwitterung/Erosion findest du hier vor und wie läuft sie genau ab ?
WP 2: Welche Art der Verwitterung/Erosion findest du hier vor und wie läuft sie genau ab ?
WP 3: Wie sieht der Boden des Flussbettes oberhalb des Wasserfalls aus, wie fühlt er sich an ? Was wird der Grund dafür sein?
Beschreibe die Form der Wand hinter dem Wasserfall und versuche eine Erklärung zu finden.
WP4: Welche Art des Transportes hat hier augenscheinlich stattgefunden ? – beschreibe sie mit eigenen Worten…
WP 5: Beschreibe voran man auch heute noch die ehemalige Rutschung erkennen kann
Quellen:
Chronik des Extertals
Extertaler Spiegel
TU Dresden - Vorlesungsmaterial -Grundlagen der Geologie