Wilde Narzisse: Narcissus pseudonarcissus
Zu den großen Besonderheiten der Frühlingsflora im Hunsrück und in der Eifel gehört die wildwachsende Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus). Von den Osterglocken unserer Gärten unterscheidet sie sich durch niedrigeren Wuchs, mehr hell- als orangegelbe Blüten und einen weniger trichterförmigen, sondern mehr röhrenförmigen Innenteil der Blüten.
Die wilde Narzisse ist eine südwesteuropäische Pflanze, die auf wintermildes und im Sommer nicht zu trockenes Klima angewiesen ist und deshalb ihren Verbreitungsschwerpunkt in Nordspanien und Frankreich hat. In Deutschland gibt es natürliche Vorkommen wahrscheinlich nur ganz im Westen nahe der belgischen Grenze. Ob die Vorkommen im Hunsrück urwüchsig sind, ist unter den Fachleuten umstritten. Der Mensch hat dort durch die mittelalterlichen Waldrodungen zumindest zur Vermehrung der dortigen Narzissen beigetragen. Die meisten Hunsrück-Vorkommen liegen nämlich außerhalb des Waldes auf ungedüngten oder wenig gedüngten Wiesen.
Wie alle wildwachsenden Narzissen Mitteleuropas gehört auch Narcissus pseudonarcissus zu den nach der sogenannten Bundesartenschutzverordnung (1980) besonders geschützten Pflanzenarten, die nicht gepflückt oder sonstwie beschädigt werden dürfen ... also bitte darauf achten, dass nichts zertrampelt wird!
(Quelle: www.naturregion-trier.de)