Louis Ferdinand Prinz von Preußen Besitzer des Gutes Schricke
(eigentlich Friedrich Ludwig Christian) wurde am 18.11.1772 in Friedrichsfelde bei Berlin als fünftes Kind des Prinzen August Ferdinand von Preußen (des jüngsten Bruders Friedrich des Großen) geboren, gefallen 10.Oktober 1806 bei Saalfeld (Wölsdorf). Der Prinz wurde allgemein Louis gerufen und als wenig später ein Nachkomme des Kronprinzen den Namen Louis erhielt, wurde der Prinz, um Verwechslungen zu vermeiden, Louis Ferdinand genannt.
Von Friedrich dem Großen wird gesagt er habe seinen Neffen wegen seiner Schlagfertigkeit besonders geliebt. Durch Hauslehrer bekam er eine vielseitige Ausbildung und schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung. Im März 1789 trat Louis Ferdinand in den Militärdienst ein. Im Krieg 1792-1794 (Koalitionskrieg) gegen Frankreich zeichnete er sich durch Tapferkeit und Edelmut aus, was seine Volkstümlichkeit begründete. Bei der Erstürmung einer Schanze wurde er verwundet. Für seinen Mut wurde er vom König zum Generalmajor ernannt.
Am 23.Februar 1795 wurde der Prinz zum Chef des Infanterieregiments in Magdeburg ernannt. Durch seinen Lebenswandel irritierte und brüskierte er häufig den preußischen Hof, so dass er möglichst weit von Berlin wohnen sollte. Außerdem war er durch seinen Onkel zum Domprobst von Magdeburg ernannt worden. Er widmete sich neben der Kriegswissenschaft und Philosophie besonders der Musik. Im Jahre 1796 kam es in Berlin zu der ersten Begegnung mit Beethoven. Dieser erteilte ihm das Lob, dass sein Spiel „ gar nicht königlich oder prinzlich, sondern das eines tüchtigen Klavierspielers sei“