Für uns als Kinder war es aber der "Weiße Ritter Stein" unter welchen der "Weiße Ritter", eine Gestalt unserer kindlichen Phantasie begraben war ...
Beim Logen nicht vergessen zu versuchen die verwitterte Inschríft zu entziffern und w.m. mit dem Log zu posten (Sollte der Cache mal verschwunden sein, bitte ein Foto vom Stein posten, wird als Log gewertet!) ...
Die Entstehung des Katharinenholzes
In Eisleben lebte einst eine fromme wohltätige Witwe namens Katharina, die sich ihren
Unterhalt durch Spinnen verdiente. Weil sie aber Tag und Nacht ihr Spinnrädchen in Bewegung
erhielt und sogar darbte, um nur recht viel Gutes tun zu können, erwarb sie sich nach
und nach so viel, daß sie in Eisleben ein Gut kaufen konnte, dessen Einkünfte sie für die Armen
bestimmte. Ihr zu Ehren nannte man es Katharinenstift. Aber selbst in diesem Falle
schwieg der Neid nicht. Verleumder klagten sie an, sie habe ihr Vermögen nicht auf rechtmäßige
Weise erlangt, und da man ihrer Beteuerung, sie habe es durch Spinnen erworben, nicht
glauben wollte, so sollte sie hingerichtet werden. Das arme Volk, welches in der Katharina
seine größte Wohltäterin verehrte, jammerte und klagte und bat die Richter, der frommen
Frau wenigstens zu erlauben, daß sie noch einmal ihr Feld besäe und so lange leben bleibe,
bis sie die Frucht davon geerntet habe. Da jeder von den Richtern glaubte, Katharina werde
Getreide säen, so gewährte man die erbetene Frist. Als jedoch der Tag, an welche, die Aussaat
stattfinden sollte, herankam, säte Katharina am Friedrichsberg nach Kreisfeld zu Tannenkerne,
bis zu deren Aufgehen und Emporwachsen natürlich viele Jahre vergehen mußten.
Da merkten die Richter, daß sie getäuscht waren, konnten jedoch nichts an ihrem
Ausspruch ändern und Katharina blieb am Leben. Das Holz aber, welches später aus dem
Samen emporwuchs wurde, zum Andenken seine Urheberin, Katharinenholz genannt.