
Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) schreibt im Internet zum Thema "Naherholungsgebiet Seilersee":
Die Szenerie scheint zunächst wunderlich: Ein beliebtes Ausflugsziel unter einer Autobahnbrücke, ein "See" der gar keiner ist - mit zwei verschiedenen Namen. Die Entwicklungsgeschichte des Naherholungsgebietes Seilersee gibt Aufschlüsse. In den Jahren 1913/1914 wurde in Iserlohn eine vom Callerbach gespeiste Talsperre gebaut. Die "Callerbachtalsperre" zu Füßen des Seilerwaldes sollte in wasserarmen Zeiten die Frischwasserzufuhr für die Kläranlage Iserlohn-Ost sicher stellen. Zudem sollte der Wasserstand des Baarbaches, der zur Spülung der städtischen Kanalisation wichtig war, geregelt werden. Die Talsperre war eine von zwölf sogenannten Brauchwassertalsperren im Regierungsbezirk Arnsberg. Die "Callerbachtalsperre" diente also weder der Trinkwasser- noch der Energieversorgung. Noch heute wird sie als "Kallerbachtalsperre" amtlich geführt. Nach der Stilllegung der Kläranlage wurde die Umgebung der Talsperre bei den Iserlohnern immer beliebter. Durch die zunehmende Freizeitnutzung wurde die 13 Hektar große Talsperre im Sprachgebrauch zum "Seilersee", die Bezeichnung setzte sich über die Jahre durch.
Bereits 1924 wurde von der "Privatbrauerei Iserlohn" ein Ausflugslokal gebaut, 1937 folgte das "Haus Seilersee", das heute als asiatisches Café-Restaurant betrieben wird. 1963 stimmte der Rat der Stadt Iserlohn dem Weiterbau der Autobahn A 46 als Ersatz für die Bundesstraße B 7 zu. Der neue Streckenabschnitt sollte Hagen über Iserlohn mit der Anschlussstelle Hemer verbinden. Die Trasse führte genau über den Seilersee, was zunächst für einige Aufregung vor allem bei Naturfreunden sorgte. Doch schließlich wurden die Pläne umgesetzt und das Brückenbauwerk mit mehreren Betonpfeilern im Boden des Sees verankert. 1976 wurde die Autobahn für den Verkehr freigegeben. Dass die A 46 die Attraktiviät des Seilersees und seiner Umgebung nicht nachhaltig gestört hat, beweist der "Kleingärtnerverein Seilersee e.V." der 1979 gegründet wurde. Seine Anlage ist am Südostufer des Sees. Hier wird das Gärtnern auf der eigenen Scholle in einer vitalen Gemeinschaft gepflegt. Der Verein beteiligt sich an der jährlichen Initiative "Offene Gärten im Ruhrbogen", bei der an bestimmten Tagen über 60 private Gärten in acht Städten und Gemeinden besucht werden können.
Aus dem See ragt eine etwa 12 Meter hohe künstliche Orchidee mit pink- und weißfarbenen Blütenblättern empor. Die Stahlskulptur "The Overwhelming World of Desire (Phragmipedium Sedenii)" -deutsch: Die überwältigende Welt der Sehnsucht- stammt vom Londoner Künstler Marc Quinn. Sie stand 2003 bei der 50. Biennale in Venedig am "Canale Grande" und wurde der Stadt Iserlohn 2005 von einem Iserlohner Kunstförderer als Leihgabe auf Dauer übergeben.
Um den See führt ein etwa 1.6 Kilometer langer Weg. Er durchquert parkartig gestaltete Bereiche im Süden und Westen und zieht sich entlang des Seilerwaldes im Osten hin. Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Der Weg ist besonders bei Sportlern beliebt, die am Seilersee Ihre Trainingsrunden drehen. Ein ausgedehntes Laufwegenetz mit unterschiedlichen Höhenprofilen und einer Länge bis zu etwa fünf Kilometern erstreckt sich vom Staudamm aus in den Seilerwald. Auf dem vom Sauerländischen Gebirgsverein ausgeschilderten Wanderweg A 1 gelangt man zu dem 1915 errichteten Bismarckturm. Ein Bootsverleih im Schatten der Autobahnbrücke bietet Tretboote an. Auf ganz andere Boote trifft man mit etwas Glück am kleinen See unterhalb des Staudamms, dem Fahrrevier der Schiffsmodellbauer. Eine Voliere mit exotischen Vögeln ist ein Blickfang. Und ganz im Norden befindet sich eine Minigolfanlage mit einem Kiosk."
So, dass waren nun ganz schön viele Infos. Und wem das Alles noch nicht reicht: Nun ist der Seilersee um eine Attraktion reicher. Um was es sich exakt handelt, hierzu gibt es an dieser Stelle keine Infos. Ich bitte, auch in den Logeinträgen zu der vorgefundenen "Situation" keine Aussagen (=spoilern) zu treffen. Nur soviel: Es ist ein hübsch verpackter, themenbezogener Tradi in Petlinggröße. Doch er kostet. Nicht nur die Ruder- oder Tretbootmiete. Kosten für das Ruderboot: 6,-- €/Stunde, für das Tretboot 8,-- € je Stunde. Bei max. 4 Personen im Tretboot macht das somit 2,-- € für jeden. Und es kostet evtl. stramme Waden oder Oberarme. Je nach Kondition. Die Boote sind jeden Tag von Mittag bis Sonnenuntergang ausleihbar. Es sollte jedem klar sein, dass dieses nur während der Freiluftsaison gilt. In den Wintermonaten wird der Cache - wie auch die Boote - dann zum Ausruhen eingemottet. Aber soweit ist es ja noch nicht.
Neugierig? Feuchtfröhlichen Spaß wünscht DADIL-Iserlohn
UNBEDINGT BEACHTEN: Herüberklettern oder gar Hinschwimmen ist strengstens verboten! Ansonsten gilt: BYOP ... und "Schiff ahoi" 