FRANZ JOSEPH OVER THE SEAS
Annekdote über die Einweihung des Kaiserdenkmals am 13. August 1911
Ein großer Tag für die kleine Gemeinde Gablitz im Wienerwald war gekommen. Nach einem Fackelzug am Abend des 12. August 1911 sollte am folgenden Tag das neu geschaffene Denkmal für Kaiser Franz Joseph I., das der Bildhauer Prof. Johannes Benk gestaltet hatte, enthüllt werden. Es sollte ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges für die Wienerwaldgemeinde werden. Hohe und höchste Herrschaften waren angekündigt worden, an der Spitze Erzherzog Karl Albrecht, der die feierliche Enthüllung vornehmen sollte. Feuerwehr und weißgekleidete Mädchen bildenten ein Spalier, um den hohen Gast und sein Gefolge zu empfangen.
Aufregung herrschte aber auch bei den Gemeindevertretern, die für den würden Ablauf der Feierlichkeiten verantwortlich waren, allen voran der damalige Bürgermeister Leopold Fritz, ein angesehener Wagnermeister, der aber wegen seiner urwüchsigen und of auch etwas derben Aussprüche bekannt war. Ein von einem heute unbekannten Gablitzer verfaßter Prolog wurde von einem Mädchen gesprochen.
Doch als der Bürgermeister seine Ansprache beginnen wollte, mußte er mit Schrecken feststellen, daß ihm der Zettel mit der aufgeschriebenen Rede abhanden gekommen war. Er hatte ihn nämlich in seinem Zylinder untergebracht, um so das Konzept leichter ablesen zu können. Erzherzog Karl Albrecht versuchte nun den verzweifelt suchenden Bürgermeister aus seiner Verlegenheit zu helfen, richtete einige Worte an uhn und fragte schließlich, wie es denn so in der Gemeindestube gehe. Unbefangen und nun wissend, was er zu sagen hatte, antwortete das gefragte Gemeindeoberhaupt. "Danke der gütigen Nachfrage, kaiserliche Hoheit, recht gut und zum Umeinanderscheißen haben wir immer etwas." Lächelnd möge sich die kaiserliche Hoheit geacht haben: Vollkomene Aufrichtigkeit ist der Weg zur Origininalität! (Quelle: Gablitz im Antlitz seiner Geschichte, Vormaurer, Weiß)
1918 wurde das Denkmal am alten Standort (bei Hauptstraße 6 ) abgebaut
Am 27. November 1985 wurde das Denkmal an einem neuen (jetzigen) Standort wieder errichtet.
2012 wurde der mittlweile verwahrloste Platz neu gestaltet. Im Rahmen eines Bürgerentscheid viel die Wahl auf einen gepflasterten Platz mit Sitzmöglichkeiten und einer Wiese zum Bach hin. Vor allem in den Sommermonaten lädt der Platz zum verweilen ein, während Kinder (oder Erwachsene) Staumauern bauen können.
In der Silvesternacht 2014 kam das Denkmal noch einmal in die Schlagzeilen, als Jugendliche den neuen Granitsockel mit roter Farbe beschmierten (mittlerweile wieder entfernt).
Bei Hochwasser nicht zugänglich.
Parken ist auf der Hauptstraße möglich, das Dorf Café gleich um die Ecke ist für einen kurzen Stop auch sehr zu empfehlen. Mittlerweile gibt es beim Kloster einen großen Parkplatz, der die Dose doch sehr einfach zugänglich macht. T-Wertung wird aufgrund dessen gesenkt.
Inhalt: Log-Buch
Stift
Playmobil-Figur (gerne zum Tauschen)
P.S.: Mein erster versteckter Cache, also bitte um Feedback, wenn was nicht passt :-)