Anfänge im 19. Jahrhundert
Nachdem jahrhundertelang Erz (Kupferschiefer) von den Gruben und kleinen Schächten zu den Brennplätzen und Hütten mit Fuhrwerken befördert worden war, stieß man Ende des 19. Jahrhunderts durch die Eröffnung von größeren Schächten und der Eröffnung der Krughütte in Eisleben an die Grenzen. Daher wurde 1886 beschlossen, eine „Lokomotivförderbahn“ zu bauen. Aufgrund des hügeligen Geländes entschied man sich (vor allem wegen des geringeren technischen und finanziellen Aufwandes) zum Bau einer Schmalspurbahn mit 750 mm Spurbreite. Am 15. November 1880 eröffnete die Mansfelder Bergwerksbahn ihren Betrieb, um Erze, Kohle, Koks und andere Materialien zu transportieren. Zunächst wurde eine 4,5 km lange Strecke zwischen dem Glückhilfsschacht bei Welfesholz und der Kupferkammerhütte in Hettstedt eröffnet. Es zeigte sich schnell, dass der Bahntransport erhebliche finanzielle Vorteile brachte. Daher wurde das Streckennetz in den Jahren 1882 bis 1886 systematisch ausgebaut. Rückgrat des Netzes war die 24 km lange Strecke von Eisleben nach Hettstedt. Sie begann auf der Krughütte in Eisleben und ging dann über Ernst-Schacht und Hövel-Schacht zum Bahnhof Mansfeld (später umbenannt in Klostermansfeld). Von dort ging es weiter über Leimbach, Gottesbelohnungshütten, Kupferkammerhütte zum Kohlenbahnhof Hettstedt. An diesen Hauptstrang wurden nur die unmittelbar in der Nähe befindlichen Schächte angeschlossen.
Quelle: Wikipedia.de