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HEBEZEUGWERK SUHL Mystery Cache

Hidden : 4/11/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

HEBEZEUGWERK SUHL


Am 1. Januar 1920  gründete der Suhler Oberingenieur Franz Kerner in Heinrichs eine Fabrik für Förderanlagen und ließ sie als „Gebrüder Kerner, Förderanlagenbau Suhl“, in das Firmenregister eintragen. Stiller Mitinhaber war sein Bruder Ernst Kerner, der mit 50 Prozent  beteiligt war. Nach eigenen Patenten entwickelte das Werk die ersten Typen von Entspeicherungskratzern für die Zwischen- und Versandlagerhallen der Kaliwerke, ferner Trog-Kettenförderer für den staubfreien Transport von rohen und gemahlenen Salzen, Transporteinrichtungen für Getreidelagerhäuser, Zuckerfabriken, Nass-Entaschungsanlagen für Kesselhäuser und andere Fördergüter. Außerdem wurden Auflauf- und Abwurfwagen für Förderer, Becherwerke, Waggon-/Be- und Entlader, Absackapparate und Förderschnecken konstruiert und gebaut. Ein neues Fertigungssegment entstand mit der serienmäßigen Herstellung von Stirnrad-Schnellhebezeugen und Laufkatzen bis 5 t Tragkraft.

Bis 1939 expandiert das Unternehmen kontinuierlich und beschäftigte bis zu 100 Mitarbeiter. Russland zählte im Bereich der Fördertechnik zu den Hauptabsatzländern des Hebezeugwerkes.

Nach der Enteignung im August 1946 wurde das Hebezeugwerk zunächst in die landeseigenen Betriebe Weimar und später in die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) für Ausrüstung von Bergbau und Schwerindustrie (ABUS) eingegliedert. Die Produktpalette und damit verbunden auch das Fachwissen blieben erhalten.

Als Leitbetrieb der DDR-Planwirtschaft erhielt das Hebezeugwerk Ende der 60er Jahre die Erzeugnisverantwortung für Entspeicherungskratzer und Hebezeuge.

Die deutsche Wiedervereinigung 1990 brachte weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen für den Betrieb. Zunächst kam das Unternehmen in Treuhandbesitz. 1993 erfolgte die Privatisierung unter dem Firmennamen Hebezeugwerk Suhl GmbH. Die Produktpalette wurde beibehalten. Bis Anfang des neuen Jahrtausends lieferte das Unternehmen ca. 600 Entspeicherungskratzer nach Deutschland, Osteuropa und Russland. Ende der 90er Jahre ließ die Nachfrage nach Entspeicherungskratzern stark nach. Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern fertigte das Suhler Unternehmen in den kommenden Jahren betriebstechnische Ausstattungen für Straßentunnel. Da der wirtschaftliche Erfolg ausblieb wurde im Mai 2004 das Insolvenzverfahren über den Traditionsbetrieb eröffnet. Die Fortführung der Produktion im Stahl- und Blechbau war dem Einstieg des Insolvenzverwalters als Gesellschafter in das Unternehmen zu verdanken.

Am 01. November 2008 stieg die DiA Engineering & Manufacturing GmbH mit Sitz in Stuttgart  als neuer Eigentümer in das Unternehmen ein. Die DiA GmbH hat ihre Wurzeln im Kraftwerksanlagenbau. Diese neuen Kontakte ermöglichten es dem Hebezeugwerk auch aus dieser Branche Fertigungsaufträge zu erhalten, mit denen es gelang die Finanzkrise des letzten Jahres unbeschadet zu überstehen. Mit einer Stammbelegschaft von 40 bis 50 Mitarbeitern wurde geplant wieder zur alten Produktpalette des Hebezeugwerkes zurückzukehren. Bereits 2009/2010 erhielt das Unternehmen mehrere Aufträge im Sonderkranbau und den Auftrag für einen Entspeicherungskratzer. Auch im Bereich der Hebezeuge und Lastaufnahmemittel war die Hebezeugwerk Suhl GmbH eine feste Größe mit wachsenden Umsatzzahlen.

Bereits Ende 2012 räumte die Geschäftsführung der Hebezeugwerk Suhl GmbH erhebliche Probleme ein und kündigte die Schließung an. Der Zahlungsausfall von zwei Großkunden aus Frankreich und Japan wurde damals als Grund genannt. Noch vor dem Jahreswechsel berichtete man allerdings über hoffnungsvolle Gespräche mit potenziellen Investoren aus dem Ausland. Diese führten offenbar nicht zum Erfolg.

Am 30.06.2013 schlossen sich die Tore des 1. Suhler Hebezeugwerkes für immer.

Damit das Werk nicht ganz in Vergessenheit gerät, widmen wir ihm diesen Cache.

Quellen: Stadtarchiv Suhl, Archiv Hebezeugwerk Suhl

Viel Spaß wünscht das Team

schuetze1968

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Letzte Cache-Wartung: 08.12.2019

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