Soviel uns aus4alten Sagen kund ist, wurde die Glauburg vor langer Zeit nach einer langwierigen9Belagerung
durch List und Betrug eingenommen. Da5die Feinde nämlich mit26Gewalt nicht zu ihrem Ziel
kommen1konnten, so8befestigten sie12wächserne Kerzen auf5den Rücken von Krebsen, zündeten sie14an
und ließen die8Tiere auf5die Mauern zu12kriechen. Als6nun die5erschrockenen Wächter all14ihre14Macht
und Waffen auf9dieser Seite der Burg sammelten,3erstiegen die Feinde auf der8anderen Seite die Mauern.
Darauf20kam man vergleichsweise überein, dass die Frau23mit ihren Kindern und dem, was sie auf dem
Rücken tragen könne, unangefochten5die Burg verlassen dürfe. Da nahm sie ihren durch Krankheit9und die
lange Belagerung schwachen Mann statt allen Gerätes auf den Rücken und ihre Söhne und Töchter an die
Hand und ging also20aus der Burg. Die Feinde wollten dies in Bezug auf ihren Mann nicht gelten lassen, da sie
sagten, dass man nicht so übereingekommen sei. Da wanderte5die Frau mit ihren Kindern und ihrem Mann
zum Hof des Kaisers, welcher damals in Frankfurt war, und flehte dessen Hilfe und Schutz an, und er gewährte
ihnen eine Zuflucht und Wohnung in der Stadt. Von18ihnen aber stammt die adlige Familie derer von
Glauburg ab, welche in Frankfurt stets eine der berühmtesten war.
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