Die Bahnstrecke Ochtrup–Rheine war eine eingleisiege und nicht elektrifizierte Nebenbahnstrecke, die die Städte Rheine und Ochtrup verband.
Die Strecke wurde im Jahr 1905 eröffnet.
Im Bahnhof Rheine bestand Anschluss zur Bahnstrecke Löhne-Rheine, Emslandstrecke, Tecklenburger Nordbahn und zur Bahnstrecke Duisburg-Quakenbrück. In Ochtrup war sie mit der Bahnstrecke Münster.Enschede verknüpft.
Die Stilllegung
Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke wurde am 28. September 1969 eingestellt. Gleichzeitig wurde auch der Güterverkehr zwischen Langenhorst und Wettringen beendet und dieses Streckenstück stillgelegt. Für den weiteren Güterverkehr kam die Einstellung in zwei Schritten: Zunächst am 29. September 1984 das Teilstück zwischen Ochtrup und Langenhorst, am 30. Dezember 1988 das andere Teilstück von Wettringen nach Rheine. Am Kieswerk in Neuenkirchen/Offlum erfolgten zu der Zeit noch Transporte mit Straßenrollern
Bahntrassenradweg
Bereits 1978 wurde beschlossen, das Teilstück zwischen Ochtrup und Wettringen zum Radweg umzubauen. In den 90er Jahren war dann der Ausbau auf der gesamten Strecke abgeschlossen, allerdings überwiegend mit wassergebundener Decke. Seit dem Jahr 2009 ist der Abschnitt von Rheine bis zum Offlumer See komplett asphaltiert und daher auch für Inlineskater gut geeignet. Das kreuzungsfreie Stück vom ehemaligen Bahnhof in Neuenkirchen bis zum Offlumer See ist mit Leuchten ausgestattet.
Verlauf
Von Rheine aus gesehen nimmt die Bahnstrecke folgenden Verlauf: Gemeinsam mit der Eisenbahnstrecke nach Quakenbrück verlässt sie den Bahnhof Rheine in nordwestlicher Richtung. Beide Strecken laufen mehrere hundert Meter unmittelbar nebeneinander, dann trennen sie sich und schlagen einander genau entgegengesetzte Richtungen ein. Die Bahnlinie nach Quakenbrück schwenkt nach Nordosten und läuft schnurgerade auf das mehr als 20km entfernte Freren zu.
Der Verlauf der Ochtruper Strecke ist kurvenreicher. Zunächst beschreibt sie einen langgestreckten Bogen bis zum Bahnhof der Bauerschaft Wadelheim, von dem nur noch Reste vorhanden sind. Um die nächste Station zu erreichen, muss die Bahn in mehreren Windungen den Thieberg überqueren. Auf der anderen Seite liegt die Gemeinde Neuenkirchen.
Von dort führt die Strecke vorbei am Olffumer See , der aus einer Kiesgrube auf dem Münsterländer Kiessandzug entstanden ist, nach Maxhafen. Maxhafen war der Endpunkt des inzwischen verlandeten Max-Clemens-Kanal, der vor dem Bau der Bahnstrecke Münster-Rheine einen Teil der Verkehrsverbindung Westfalens mit der deutschen Nordseeküste und den Niederlanden bildete.
Nächste Station hinter Maxhafen ist Wettringen. Das letzte Teilstück von Wettringen über Welbergen und Langenhorst nach Ochtrup wurde bereits kurz nach der Stilllegung demontiert. Als die Gleise noch vorhanden waren, trafen sie in Ochtrup auf die Bahstrecke Münster-Enschede. Damit besaß die Strecke Rheine-Ochtrup eine Verbindung zur niederländischen Grenze, sodass von Rheine aus durchgehende Züge bis zur holländischen Stadt Enschede verkehren konnten.
Bitte ohne Gewalt und alles wieder so herrichten wie man es vorgefunden hat