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Hier noch etwas Geschichte >>>
Jahrhunderte lang waren Gräfelfing und Lochham kleine Dörfer an der Würm. Der karge kiesige Boden ließ große reiche Güter nicht entstehen. Die wenigen Höfe und Sölden standen unter vielfältiger Grundherrschaft. Überschwemmungen, Brände, Seuchen und Kriegsfolgen belasteten die Bevölkerung.
Älteste Siedlungsspuren reichen bis in die Bronze- und Hallstattzeit zurück, Gräberfunde bezeugen Niederlassungen in spätrömischer und Merowingerzeit. Seit dem 8. Jh. wird „Grevolvinga", später auch „Lohen", in Urkunden erwähnt. Als Grundherren Gräfelfinger und Lochhamer Höfe erscheinen neben den Kirchen St. Stephan und Neuried die Klöster Schäftlarn (bis 1736) und Benediktbeuren (bis zur Säkularisation 1803), sowie seit dem 15. Jh. die Hofmarksherren von Planegg und Seeholzen. Schloss Seeholzen, wahrscheinlich auf einer Halbinsel in der Würm gelegen, war Ende des 15. Jh. im Besitz der Familien Riesheimer und Raming. Der Bau wurde wohl im 30jährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen und danach nicht wieder aufgebaut, da die Planegger Hofmarksherren von Hörwarth 1634 die Hofmark mit ihrem Besitz vereinigt hatten.
Gräfelfing und Lochham blieben bis zum Ende des 19. Jh. wenig bedeutend. Das erste bayer. Steuerkataster 1809 führt 32 Höfe in Gräfelfing auf und 18 in Lochham, von denen die meisten 1876 einem Brand zum Opfer fielen. Die Häuser reihen sich entlang der Würm, die als Quelle für Wasser und Energie mit der Mühle die Lebensader der Ansiedlung bildet. Mit dem Bau der Privatbahn des Baurat Himbsel 1854 von München zum Starnberger See erhält das Würmtal eine neue Achse und wird als Sommerfrische und Ausflugsgebiet für die Münchner Bürgerschaft interessant. Würmbäder an der Lochhamer Einkehr und am Anger machen die Gemeinde zum Badeort.
Quelle: http://www.graefelfing.de/unsere-gemeinde/geschichte/ortsgeschichte.html