Als ich neulich spät in der Nacht ins Bett gehen wollte hörte ich aus dem Spielzimmer meiner Jungs sehr komische Geräusche.
Ich dachte schon an einen Einbrecher oder ein Gespenst oder vielleicht sogar ein gruseliges Monster und öffnete vorsichtig, das Schlimmste ahnend, langsam die Tür.
Doch da war weder ein Einbrecher, noch ein Geist, noch ein Monster. Trotzdem war die Szene die sich mir bot äußerst eigenartig.
Ob Ihr es jetzt glaubt oder nicht, aber das komplette Duplospielzeug war plötzlich zum Leben erwacht. Mit offenem Mund stand ich im Dunklen in der Tür und beobachtete das geschäftige Treiben des Spielzeugs das mich überhaupt nicht wahrzunehmen schien. Nachdem ich mich von meinem ersten Schreck erholt hatte, nahm ich den Fotoapparat der zufällig im Regal lag und machte folgendes Foto von den Figuren die auf irgendwas zu warten schienen:
Erstaunt bemerkte ich, dass unter den Wartenden auch ein Pirat und sogar ein Skelett waren. Das Skelett war auch der Grund, dass ich überhaupt was sehen konnte, da es im Dunklen leicht grün leuchtete.
Sie alle warteten, wie ich wenig später feststellte, auf den Duplozug der hier wohl regelmäßig durchfuhr.
Als der Zug einfuhr, schrie der Pirat sofort los: „ARRRRRRRR!!! Ich muss als erster mit. Denn ich muss dringend zu meinem Schatz“
Der Schaffner antwortete nur trocken: „Langsam reiten, denn ich bin hier der Schaffner, das ist mein Zug und ich bestimme, wer mitfährt. Noch dazu stehe ich sowieso einige Plätze vor Dir. Außerdem darf mein Opa und mein Hund immer mitfahren, meine Zwillinge wechseln sich dabei ab, den Zug zu fahren und ein Arzt muss auch immer an Bord sein“ sprachs, sprang auf den Zug, sein Hund gleich hinterher und ließ dann, nachdem seine Familie und der Arzt eingestiegen waren, noch eine andere Fahrgästin zusteigen, so dass der Zug letztendlich so aussah:
Wutschnaubend musste der Pirat wohl oder übel warten bis der Zug seine Runde gedreht hatte und wieder in den Bahnhof zurückkehrte. Sobald der Zug zum Stehen gekommen war, zog er seine große Pistole, sprang auf den Wagen, schubste einen der Lokführerzwillinge aus der Lok und schrie:
„Muhahahaaaaaa, ich übernehme jetzt diesen Zug und keiner von Euch wird mich daran hindern. Dieser Zug fährt jetzt zu meinem Schatz. Wer also mitkommen will kann gerne einsteigen aber ich bestimme die Route“
Der Lokführer und der andere Zwilling blieben auf dem Zug, denn ein Schaffner gibt seinen Zug NIEMALS auf. Der Opa des Lokführers stieg jedoch aus und tröstete seinen zweiten Enkel der sich beim Sturz vom Zug böse das Knie aufgeschlagen hatte. Der Arzt stieg ebenfalls kurz aus, versorgte den verletzten Zwilling und stieg dann wieder in den Zug ein.
Begeistert von der Dreistigkeit des Piraten sprang dann auch noch das Skelett mit einem fröhlichen „Huhuuuu“ auf den Zug. Die anderen Fahrgäste aber waren weniger mutig, verzichteten dankend auf die Tour und blieben am Bahnhof zurück. Kurz vor der Abfahrt gelang mir noch ein zweites Foto des Zuges:
„So Ihr Landratten auf zu neuen Abenteuern“ polterte der Pirat und dann, ehe ich irgendwas tun konnte, schoss der Zug los, fuhr an mir vorbei, mit lautem Geklapper die Treppe runter und aus der Haustür raus (Fragt mich nicht wie die die aufbekommen haben. So schnell war ich leider nicht unten). Entgeistert stand ich in der offenen Tür und sah den Zug die Straße runterfahren, immer in Richtung des Ebersberger Forsts.
Ich schaute dem Zug lange nach, bis das grüne Leuchten des Skeletts nur noch ein entferntes Glimmen am Horizont war.
Verwirrt und verstört ging ich ins Bett. Wie sollte ich meinen Söhnen das Verschwinden ihres Legozuges erklären.
Doch als ich am nächsten Morgen aufstand und vorsichtig in das Spielzimmer schaute war zu meiner großen Verwunderung alles wieder da. Der Zug, der Pirat und sogar das Skelett.
Als ich meiner Familie die Geschichte erzählt hatte, sagte meine Frau zu mir: „Ganz ehrlich, wenn Du das nicht geträumt hast, sollten wir echt mal in bei den Herren mit den weißen Turnschuhen vorbei schauen. Und die Bilder beweisen gar nix. Das kannst Du ja auch so aufgestellt haben“
Ich BIN nicht verrückt und geträumt habe ich das auch nicht. Ich WEISS was ich gesehen habe. Ich muss nur den Schatz des Piraten finden, dann wird man mir glauben.
Irgendwie weiß ich, dass die Bilder der Schlüssel zum Versteck des Schatzes sind. Ich weiß nur noch nicht genau, wie das alles zusammenpasst.
Könnt IHR mir helfen?
Wenn Ihr ihn gefunden habt, tarnt ihn bitte wieder so wie Ihr ihn gefunden habt und berichtet mir unten von Eurem Abenteuer.
Hier gibt es die Bilder auch in groß!