Bundenbacher Chronik
Diese Cache-Runde beschäftigt sich mit der Chronik des Ortes Großbundenbach. Die Caches liegen entlang des Wanderweges Nr. 6 (weißer Kreis). Die Wanderung führt ca. 7 Kilometer über den Heuweg, durch das Kleinbundenbacher Tal und die Schäfersgrunder Schlucht. Die leichte Wanderung überwindet ca. 176 Höhenmeter und sollte in ca. 2 Stunden reine Gehzeit zu bewältigen sein.
Bundenbach, Buntenbach, Großbundenbach
Großbundenbach liegt 399 Meter hoch und liegt am Südwestrand der Sickinger Höhe. Die Gemeinde ist 10 km von Zweibrücken und 10 km von Homburg/Saar entfernt. Die beiden Oberzentren Kaiserslautern und Saarbrücken sind mit ca. 40 km bzw. ca. 50 km gut erreichbar.
Das Landschaftsbild ist überwiegend durch Straßen- und Haufendörfer geprägt. Die Sickinger Höhe kennzeichnet eine mittel-hohe Ebene mit Einschnitten durch Kerbtäler.
Frühgeschichte
Großbundenbach verfügt über eine reichhaltige Frühgeschichte: Im "Erlen" wurde bereits 1911 durch Dr. Sprater ein umfangreiches Gräberfeld aus der keltischen Hallstatt-Zeit gefunden. Auch in den Gewannen "Birkling" und "Am Dachsberg" fand man Grabhügel, die denen im "Erlen" glichen. Phillip Fuhrmann hat seinerzeit diese Hügel angegraben und fand im Jahre 1928 eine Steinpackung und eine Aschenschicht, außerdem einen halbkugelförmigen Mahlstein aus rötlichem Hartstein. In letzter Zeit wurden im "Erlen " neue Funde gemacht: Im November 1974 wurde ein Steinhauplatz der Jungsteinzeit entdeckt. Es konnten ein Kratzer aus schwarzem Kieselschiefer und acht atypische Abschläge geborgen werden.
In der Gewanne "Am Heiligen Haus" wurde in den Jahren 1926-1935 ein Gräberfeld aus fränkischer Zeit freigelegt: insgesamt acht Skelette, mit dem Schädel nach Osten bestattet, waren hier in Rückenlage beigesetzt, die Arme teils längs, teils über der Brust gekreuzt. In einem Fall war ein Kind mitbestattet. Die Gräber hatten keine Grabbeigaben.
Die Reste eines römischen Bauwerks fand man auf der Gewanne "Ochsengrund" in der Nähe der Kreuzung zwischen Groß- und Kleinbundenbach.
Die Bundenbacher Höhe war also schon seit der Steinzeit besiedelt, denn hier auf dem fetten Lehmboden wuchs kein Wald und daher brauchte man nicht zu roden. Wasser und fruchtbares Ackerland waren ausreichend vorhanden. An den Talhängen gedieh damals wie heute der Wald auf dem Bundsandstein.