Dieser Cache liegt in der Nähe der Adalbert-Stifter-Straße.
Adalbert Stifter trug anfänglich den Namen Albert und wurde am 23. Oktober 1805 als ältester Sohn des zunächst als Leinweber und später als Garnhändler tätigen Johann Stifter und dessen Frau Magdalena in Oberplan an der Moldau (Böhmerwald) (heute Horní Planá/Tschechien) geboren. Der Vater starb, als er 1817 unter einen umstürzenden Flachswagen geriet.
Von 1818 bis 1826 besuchte Stifter das Stiftsgymnasium Kremsmünster der Benediktiner in Kremsmünster. Nach dem sechsjährigen Bildungsweg in den „Grammatikalklassen“ und anschließenden „Humanitätsklassen“ bereitete er sich in den zweijährigen „philosophischen Klassen“ auf das Universitätsstudium vor.
Die Unruhen des Revolutionsjahres 1848 veranlassten Stifter, der als ein Anhänger der revolutionären Bewegung und als der „fortgeschrittenste Liberale“ galt und auch als Wahlmann für die Nationalversammlung fungierte, Wien zu verlassen und nach Linz überzusiedeln.
Stifters Gesundheitszustand verschlechterte sich Ende der 1850er Jahre zunehmend. Mehrmals begab er sich zu Kuraufenthalten für ein „Nervenleiden“, diese verbrachte er vorwiegend in Kirchschlag bei Linz, wo er die gesunde Luft genoss und sich in das „Badhaus“ für seine Kurbehandlungen zurückziehen konnte. Die Arbeit an seinem historischen Roman Witiko verzögerte sich – zum Leidwesen seines Verlegers Gustav Heckenast – über mehrere Jahre hinweg. Schließlich konnte er sein Amt nicht mehr ausfüllen. Durch die Intervention eines Gönners wurde er mit dem Titel eines Hofrates pensioniert.
Stifter galt als übermäßiger Esser und Trinker, was ursächlich für seine gesundheitlichen Probleme angesehen werden kann. Sein Speisezettel umfasste gewöhnlich täglich sechs Mahlzeiten. So konnte das zweite Frühstück durchaus aus einem Schnitzel mit Erdäpfelsalat bestehen. Das Mittag- und Abendessen bestand aus drei Gängen. So wird berichtet, dass einmal die Vorspeise aus sechs Forellen und der Hauptgang aus einer ganzen gebratenen Ente bestand. An das Mittagessen schloss sich Kaffee und eine Jause gefolgt vom Abendessen an.[7]
Von den zunehmenden Beschwerden einer Leberzirrhose geplagt, öffnete sich Stifter am 26. Jänner 1868 auf dem Krankenbett mit einem Rasiermesser die Halsschlagader. Er starb zwei Tage darauf. Sein Suizid blieb in der Todesurkunde unerwähnt. Auf dem St. Barbara-Friedhof in Linz fand Adalbert Stifter seine letzte Ruhestätte.
Quelle: Wikipedia