Sitte und Moral waren in den Anfangszeiten der Inselbahn auch auf Spiekeroog ein hohes Gut. Männlein und Weiblein, die auf Spiekeroog ein erfrischendes Bad in der Nordsee suchten, badeten deshalb streng nach Geschlechtern getrennt an unterschiedlichen Stränden. Die Damen hatten ihren Badestrand in der Nähe des Dorfes, der Strand der Herren aber lag im Westen der Insel. Die Idee einer kleinen Bahn entstand, um die Männer vom Ortskern in unmittelbare Strandnähe zu bringen - am 5. Juni 1885 gab es die Betriebsgenehmigung für die geplante Strandbahn. Einen Monat später folgte die Eröffnung des Bäderverkehrs zwischen dem Herrenbadestrand und dem Dorf auf einer Strecke von weniger als zwei Kilometern, dafür allerdings mit fünf Haltestellen. Die Strecke ist nur der Anfang, in den folgenden Jahren wächst die Infrastruktur für den Tourismus auf Spiekeroog, etwa um einen vierzig Meter langen Anlegesteg und ein Bahnhofsgebäude. 1931 wird der Herrenbadestrand nach Landverlusten aufgegeben und in die Nähe des Dorfes verlegt, die Strandbahn wird überflüssig und planmäßig nicht mehr befahren.
Die Pferdebahn pendelt mit dem historischen Wagen allerdings heute wieder zwischen der Haltestelle im Dorf und dem einstigen Badestrand und ist eine Touristenattraktion - anders als früher dürfen aber Frauen und Männer heute gemeinsam an "Bord". Weitere Informationen zur Pferdebahn erhaltet ihr vor im Schaukasten am Bahnhofsgebäude.
Der Betreiber der Pferdebahn weiß von dem Cache, für die Suche dürft ihr das Gelände vor rund um die Gleise vor dem Zaun betreten.