Hier kreuzen der Wr.Neustädter-Kanal sowie der Thermen-Radweg die Eggendorfer Strasse
TRITOLWERK:
Der Name Tritol rührt vom erzeugten Sprengstoff Trinitrotoluol (TNT) her. Die Munitionsfabrik wurde während des Ersten Weltkrieges errichtet,
Die Fabrikanlage besaß eine eigene Kraftzentrale, die das Tritolwerk noch heute optisch prägt. Sie besteht aus einem 42 Meter hohen, 500 m³ Wasser fassenden Turm, einem Kohlesilo sowie einem Werkstättentrakt An der Haupteinfahrt stehen zwei zweigeschossige Pavillons. Das von der Zufahrtsstraße her linke Gebäude diente als Meister- und Feuerwehrhaus mit Speiseraum samt Küche sowie Dusch- und Wannenbädern für Meister und Unteroffiziere. Hier waren auch die Wachsoldaten untergebracht. Das rechte Gebäude war das Verwaltungs- und Lagergebäude. Die Fabrik war allerdings nur wenige Monate in Betrieb. Nach dem Zerfall der Donaumonarchie stellte sie die Produktion ein.
Die Munitionsfabrik, deren Produktionsanlagen sich auch unter der Erdoberfläche in mehreren Kellergeschoßen befanden, war auch während des Zweiten Weltkrieges wieder in Betrieb. Nach Kriegsende kam sie unter sowjetische Verwaltung und wurde devastiert. Nach dem Staatsvertrag ging sie in das Eigentum der Republik über und wurde später vom Bundesheer als Munitionslager verwendet. Erst in den 1990er Jahren wurde der Platz für Katastrophenübungen genützt.
Im Jahr 2007 wurde ein neues Unterkunftsgebäude errichtet. Die zahlreichen Übungsstätten wurden mit Hilfs- und Sicherheitseinrichtungen versehen. Am gesamten Areal wurde eine Infrastruktur wie Hydrantennetz und Strom verlegt, sodass der Übungsplatz zu den modernsten dieser Art in Europa zählt. Es üben hier die Katastrophenhilfsdienste der Feuerwehren oder die Rettungshundestaffeln - der ÖRHB, des Arbeiter Samariterbund Österreichs und einigen anderen. Auch internationale Truppen führen hier Übungen durch. So wurde beispielsweise die Eudrex 04 großteils hier durchgeführt, an der 1800 Helfer aus 30 Nationen teilnahmen, oder die EURAD10 im Jahr 2010, wo ebenfalls neben den österreichischen Soldaten auch 450 Soldaten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Irland, Slowenien, Mazedonien, Montenegro und Serbien, teilnahmen. (Auszug aus Wikipedia)
KALKSCHOTTERSTEPPE OBEREGGENDORF:
Östlich des Wiener Neustädter-Kanals befindet sich das Naturzschutzgebiet "Kalkschottersteppe Obereggendorf".
Das Gebiet ist seit 1979 unter Naturschutz gestellt. Es liegt im Europaschutzgebiet „Steinfeld“.
Es handelt sich um Trockenrasen auf Schotterflächen, die durch Ablagerungen aus der Piesting entstanden sind. Die Schotteroberfläche trägt magere, seichtgründige Böden. Die Kalkschottersteppe ist sehr einheitlich und ist ein kleiner Rest einer früher etwa 50 km2 großen Steppenheidelandschaft.
Das Gebiet wurde nie als Acker genutzt, sondern im 18. und 19. Jahrhundert mehr oder weniger regelmäßig beweidet. Spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts fand keine Nutzung mehr statt. In den 1970er Jahren setzte vermutlich durch Stickstoffeintrag von Industrie und Verkehr eine Vergrasung mit der Aufrechten Trespe ein.
Durch die seit Jahren wieder durchgeführte Schafbeweidung hat sich die Struktur des Trockenrasens deutlich verbessert. Die Streuauflage wurde reduziert, der Kräuterreichtum hat stark zugenommen.
Das Ziesel konnte durch Einführung der Schafbeweidung die ganze Fläche wieder besiedeln. Weiters hat sich die Situation auch für die Heideschrecke und andere Insektenarten sowie für Vögel wie den Triel und den Brachpieper wesentlich verbessert. Die Kalkschottersteppe Obereggendorf dient so als Lebensraum für besonders anspruchsvolle, gefährdete, wärme- und trockenheitsliebende Pflanzen- und Tierarten im Steinfeld. (Quelle: www.naturland-noe.at)
Der Vegetationsstreifen beidseitig des Kanals gehört hier auch zum Naturdenkmal "Sommer-Feenkrebse und Trockenrasen". Eines der vielen Naturdenkmäler des Bezirks. Nach Regen kann man hier auf den Feldwegen in übriggebliebenen Tümpeln mitunter Sommer-Feenkrebse - ein Kiemenfüsser - beobachten.
Naturdenkmäler Wr.Neustadt-Land (Wikipedia)