St. Lorenzen ist eine flächenmäßig große Gemeinde in der schönen Hochsteiermark.
Vor 3 Jahrzehnten war St. Lorenzen nichts als Bauernhof neben Bauernhof. Auf der anderen Seite der völlig unscheinbaren Berge nördlich des Ortes lag und liegt Turnau. Die Schlaglochpiste, die ungesichert und einspurig Turnau und St. Lorenzen verband, war wenig befahren. Dafür im Winter schon auch einmal gesperrt. Das Mountain-Biken war noch nicht erfunden, so preschte höchstens eine Wildsau am Traktor vorbei. Oder mein Vater wollte seinen Töchtern eine "Abenteuerfahrt" bieten und ist nicht durch das Thörltal gefahren, sondern über den Pogusch. Ganz oben fühlten wir uns immer so angenehm kribbelig einsam. Weit weg von der Zivilisation.
Dann hatte der alte Turnauer Heinz Reitbauer die Idee, auf dem Pass zwischen St. Lorenzen und Turnau ein uraltes abgefucktes Gasthaus zum Leben zu erwecken. Das hatte Folgen. St. Lorenzen wurde urbaner und urbaner. Bis zum Hubschrauberlandeplatz am alten Pass, der sich das niemals hätte träumen lassen.
Im Tal unten, mehr oder weniger in Kapfenberg (so hätten´s die Kapfenberger gerne), sperrte ein Fachmarkt nach dem anderen auf und bescherte der Gemeinde reiche Steuereinnahmen.
So blieb die Gemeinde St. Lorenzen bei der großen Gemeindezusammenlegung im Jahr 2015 verschont. Die haben mit niemandem müssen.
Parschlug z.B. hätte lieber mit St. Lorenzen als mit Kapfenberg. Und die hätten auch einen guten Grund dafür. Der Heilige Lorenzius hat eine schöne Andachtstelle mitten in Parschluger - pardon - Kapfenberger - Gebiet! Der Lorenzius ist ein echter Heiliger. Wennst katholisch bist, brauchst kan Horrorfilm mehr. Weil: der Bratrost, mit dem er oft dargestellt wird, ist der, auf dem er selbst geröstet wurde. Das macht ihn unter anderem zum Schirmherrn der Köche!
Mahlzeit!
Originalinhalt des Caches
Erstfinderurkunde
Logbuch
Bleistift
ein paar Steine