Forst Zinna war eines der größten Militärareale der sowjetischen Streitkräfte in der ehemaligen DDR. Rund 40.000 Soldaten waren hier stationiert. Mitten durch dieses Gebiet verläuft die Eisenbahn-Hauptverkehrsstrecke Berlin - Leipzig. Den Sowjets wurde als Verbindung zwischen ihren Kasernenanlagen und dem Truppenübungsplatz eine Brücke gebaut, doch diese wurde nur selten genutzt.
Am Abend des 19.Januar 1988 kam es dann zur Katastrophe. Gegen 18.00 Uhr, es ist bereits dunkel, erhält ein 18 jähriger Fahrschüler von seinem 20 Jahre altem Ausbilder eine Übungsstunde mit einem T72. Zur gleichen Zeit ist der D-Zug "D716" von Leipzig kommend nach Berlin unterwegs. An Bord befinden sich 400 Fahrgäste. Der unerfahrene Fahrschüler jagt den Panzer den Bahndamm hoch und würgt ihn dann ab. Der Lehrer kann nicht eingreifen, da er nicht an die Steuerung kommt. Zudem gibt es Sprachprobleme zwischen den beiden. In Panik springen sie aus dem Fahrzeug und laufen davon. Mitten auf den Schienen bleibt der tonnenschwere, unbeleuchtete Panzer zurück. Inzwischen nähert sich der D716 seiner Höchstgeschwindigkeit von 120km/h. Der Lokführer hat keine Chance. Erst im letzten Moment kann er das Hindernis erkennen. Trotz Vollbremsung kracht der Zug mit enormer Geschwindigkeit auf den T72. Lok und Panzer verkeilen sich ineinander. Waggons werden aus den Schienen gehoben und zusammengedrückt.
Insgesamt sterben bei diesem Unglück 6 Menschen. 33 werden zum teil schwer verletzt. Die Sowjetsoldaten in den nahen Kasernen bemerken den Krach und die Flammen und eilen zur Hilfe. Als die Passagiere des Zuges aber bemerken, was das Unglück verursacht hat, schlägt die Stimmung in Gewalt gegen die Soldaten um. Deutsche Hilfskräfte und die Polizei müssen die Auseinandersetzungen schließlich schlichten.
Die Schuldfrage ist völlig klar und so kommt es zur Anklage der beiden Panzerfahrer vor einem sowjetischen Militärgericht. Über das Urteil und deren Vollstreckung gibt es allerdings nur Gerüchte. Es wird erzählt, daß die Todesstrafe verhängt wurde. Über den Verbleib der beiden Soldaten ist nichts bekannt.
Zum Cache :
Der Cache befindet sich auf den Fundamenten des mittlerweile abgerissenen Bahnhofsgebäudes von Forst Zinna. Dies war früher absolutes militärisches Sperrgebiet. Die neue Umgehungsstraße und die teure Brücke ins Nirgendwo gab es damals natürlich noch nicht. Der Petling kann mittlerweile nicht mehr als Drive in genutzt werden, da eine neue Schranke installiert wurde. Fahrt bitte nicht in das Gebiet, falls die Schranke verschlossen wird, kommt ihr mit eurem Fahrzeug nicht mehr hinaus. Parkt daher bitte an den angegebenen "Startkoordinaten".
Leider erinnert heute nichts mehr an diese schreckliche Katastrophe und die verunglückten Menschen. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, kann bei Youtube unter dem Stichwort "Zugunglück Forst-Zinna" einen Film dazu ansehen.
Beachtet bitte, daß ihr nicht in der Nähe der Bahnschienen suchen müsst. Ihr müsst diese nicht betreten und euch ihnen auch nicht nähern. Begebt euch nicht unnötig in Gefahr ! Bitte sucht dort nur bei Tageslicht.