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Flößerei in Winsen Multi-Cache

This cache has been archived.

isitho: Hier verschwindet immer wieder die finale Dose. Da ich keine geniale Idee habe, wie ich das abstellen könnte, wandert dieser Multi ins Archiv.
Als der Multi entstand, ging es mir vor allem darum, die interessante Infotafel und die Flößeraktivitäten in Winsen näher zu bringen. Mittlerweile ist diese Infotafel Bestandteil des GC84ZPD, und im Rahmen einer LAB-Runde kommt man hier auch zwangsläufig vorbei. Es gibt also diverse Möglichkeiten, auf diese Tafel aufmerksam zu werden.

Ich bedanke mich für die vielen Besuche in den letzten Jahren und die schönen Logs.

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Hidden : 5/23/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Flößerei in Winsen

 

Die Flößerei ist die älteste Form der Holzverfrachtung und spielte früher in Deutschland eine wichtige Rolle, da die schweren Holzlasten auf schlechten Wegen und Straßen über längere Strecken nicht zu transportieren waren. Auf mehreren deutschen Flüssen wurde sie daher schon im 13. und 14. Jahrhundert erwähnt.

Mit steigender Bedeutung des Berg- und Hüttenwesens und der Salinen erlangte sie vom 15. bis zum 18. Jahrhundert einen immer größeren Umfang, besonders in Form der Wildflößerei, der sog. Trift. Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert erreichte die gebundene Flößerei für den Transport von Langholz in Deutschland ihren Höhepunkt. Die Hauptabnehmer saßen damals in Seehäfen, wo das Holz für den Bau von Segelschiffen verwendet wurde.

In Winsen hatte das Flößen von Langholz über mehrere Jahrhunderte bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhundert für die Menschen große Bedeutung. Ise, Örtze und Aller waren geeignete, natürliche Transportwege für Holz aus den heimischen Wäldern. Im Jahr 1874 kamen noch 1946 Flöße auf der Örtze bis in die Aller, 1911 waren es gerade noch 40.

Im Raum Winsen sind heute noch vier Floßbindestellen bekannt. Hier wurden aus sechs Örtzeflößen ein großes Allerfloß von 60-70 Metern Länge und 5-6 Metern Breite zusammengefügt. Dieses steuerten die Flößer bis 1908 dann auf der unregulierten Aller in drei Tagen mit der Strömung flussabwärts bis nach Bremen, wo das Holz verkauft wurde. Anschließend machten sich die Flößer zu Fuß auf den Rückweg. Mit dem Bau der Eisenbahn kam die Flößerei zum Erliegen geriet in Vergessenheit.

 

Im Jahr 1996 knüpften Männer der evangelischen Kirchengemeinde Winsen wieder an diese alte Tradition an. An Otten Bindestelle wurde in drei Tagen aus ca. 100 Kiefernstämmen ein zweilagiges Floß mit Hanfseilen eingebunden. Angeleitet von einem erfahrenen Floßmeister von der Weser bauten sie aus Kiefernstämmen ein 30 m langes und 6 m breites Floß und fuhren damit unter widrigen Umständen drei Tage auf der Aller von Winsen bis nach Ahlten. Das schwere Holz ließ das Floß tief einsinken, aber es war noch fahrtüchtig. Da die Aller eine Bundeswasserstraße ist, muss jedes Floß von einem Schiffsbausachverständigen vor der Fahrt abgenommen werden. Das sichere Führen eines Floßes erfordert mindestens 20 erfahrene Flößer. Normalerweise führen die Fahrten von Winsen bis nach Otersen, 1996 musste die Fahrt wegen widriger Wetterverhältnisse und geringer Strömung vorzeitig in Ahlden abgebrochen werden. Das geflößte Holz wurde wie in alten Zeiten nach dem Anlanden verkauft.

Bei dieser einmaligen Aktion wollte man es nicht bewenden lassen, daher gründeten die Teilnehmer dieser Fahrt 1997 im Winser Heimatverein e. V. den Arbeitskreis "Die Winser Flößer". Dadurch will man die Jahrhunderte alte Tradition des Flößens nicht in Vergessenheit geraten lassen und außerdem die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Flößer erforschen. Der Arbeitskreis will damit  zur Bewahrung der Tradition und die Erinnerung an den harten und entbehrungsreichen Alltag des für die Region einst so wichtigen Gewerkes beitragen.

Für das Jahr 2007 hatten sich die Flößer eine große Aufgabe gestellt: Wie ihre Vorfahren wollten sie ein Floß über 140 km bis nach Bremen führen, das Holz dort verkaufen und den Rückweg, soweit möglich, zu Fuß vornehmen. Dank der Unterstützung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hannover konnten Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und die Floßfahrt wie geplant stattfinden. Bis nach Verden fuhr das große Floß fünf Tage nur mit der Kraft der Aller. Auf der Weser musste dann wegen des Schiffverkehrs geschleppt werden. Nach einem Übernachtungsstopp erreichte das erste Floß seit vielen Jahren am Samstagvormittag die Schlachte in Bremen. Die Winser Flößer wurden von tausenden Schaulustigen begrüßt und vom Bremer Senat empfangen.

Weiterführende  Informationen zum Thema Flößerei in Winsen gibt es hier:

http://www.winser-heimatverein.de/cms/floesser.html

 

Zum Cache:

Es handelt sich hier um einen Multi von ca. 1,5 km Länge mit Start, einer Zwischenstation und Final. Am besten lässt er sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen.

Der Start führt Euch in den Bereich der Bindestelle Im Langen Winkel. Hier findet Ihr die Koordinaten für die Zwischenstation.

An der Zwischenstation habt Ihr einen direkten Blick auf die Otten Bindestelle, an der heute die Flöße gebunden werden. (Weitere Bindestellen finden sich Auf Der Hude und Am Rathberge) Hier findet Ihr auf einem Schild eine Telefonnummer. Die Final-Koordinaten berechnen sich wie folgt:

Nord: 52 ° 40. Die letzten drei Ziffern der sechststellige Rufnummer + 241

Ost: 009 ° 54. Die ersten drei Ziffern der sechsstelligen Rufnummer - 68

Additional Hints (Decrypt)

Svany: bora

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)