Alles hat seinen Anfang und endet irgendwo. Die Schwarzau, einer der größten Bachläufe im Grabenland, ist überschaubar: man kennt den Ursprung am Sengerberg, man kennt die Mündung in die Mur bei Weitersfeld, man kann den ca. 40 km langen Bach von Gemeinde zu Gemeinde, von Ort zu Ort verfolgen.
Man kennt die Schwarzau als armseliges Gerinne in den trockenen Sommern, als mächtig anschwellenden Bach nach Gewittern, als sich in Mäandern dahinwindend und als Kanal, nur zum Zweck, Hochwässer so schnell als möglich zur Mur hinzuleiten.
Kurz und sehr verschieden, sowie das uralte Kulturland, welches die Schwarzau umgiebt. Obstgärten, Kürbisfelder, Wiesen, Weingärten und in der ebenen Tallage Maisfelder, soweit das Auge reicht. Ein Land mit intensivster landwirtschaftlicher Nutzung. Ein Land, in welchem - wie böse Zungen behaupten - manche gern noch die letzten Gräben und Bäche verrohren würden, um mehr Platz für die Maisäcker zu bekommen. Dieses Umfeld hat die Sektion Kirchbach des ÖAV und die Berg- und Naturwacht Kirchbach bewogen, eine Gegenbewegung einzuleiten mit dem langzeitlichen Ziel, das Schwarzautal wieder zu einer naturnahen bäuerlichen Kultur- und Erholungslandschaft vor den Toren des Großraums Graz zu machen.
(Information: Schautafeln des ÖAV- Kirchbach am Schwarzauursprung)